Show TOC

SAP Web Dispatcher startenLocate this document in the navigation structure

Vorgehensweise

SAP Management Console

Sie können den SAP Web Dispatcher bequem von der SAP Management Console (bzw. SAP MMC unter Windows) starten.

Kommandozeile

Sie starten den SAP Web Dispatcher mit dem Kommando

sapwebdisp pf=<Name des Profils> [-f <tracefile> -t <tracelevel> -cleanup -shm_attach_mode <mode> -auto_restart -version]

Hierbei haben die optionalen Parameter die folgende Bedeutung.

  • -f können Sie verwenden, um den Namen der Trace-Datei festzulegen. Standard ist dev_webdisp.

  • Mit der Option -t können Sie den Trace-Level setzen.

  • -cleanup bewirkt, dass gemeinsame Ressourcen (Shared Memory, etc.) freigegeben werden. Dies ist notwendig, falls der SAP Web Dispatcher das letzte Mal nicht ordnungsgemäß gestoppt wurde, sondern durch einen Crash beendet wurde.

  • -shm_attach_mode <mode> legt fest, was mit den Shared-Memorys des SAP Web Dispatchers passieren soll. Hierbei ist <mode> eine Zahl, die als Kombination der folgenden Werte (Bitmaske) zu verstehen ist:

    1: Shared Memorys des SAP Web Dispatchers löschen ( „cleanup“)

    2: Verbinden an das Shared Memory versuchen ( „attach“)

    4: Neues Shared Memory anlegen ( „create“)

    Hieraus ergeben sich folgende mögliche Werte:

    <mode>

    Bedeutung

    1

    Das Shared Memorys wird aufgeräumt (cleanup), anschließend beendet sich der SAP Web Dispatcher. Das Verhalten ist also dasselbe wie bei der Option von -cleanup.

    2

    Der SAP Web Dispatcher verbindet sich mit dem bestehendes Shared Memory (attach). Existiert dies nicht, beendet sich der SAP Web Dispatcher mit einem Fehler.

    3

    nicht sinnvoll

    4

    Der SAP Web Dispatcher legt ein neues Shared Memory an. Existiert das Shared Memory bereits, beendet sich der SAP Web Dispatcher mit einem Fehler.

    5

    Falls schon ein Shared Memory existiert, wird dieses gelöscht. Anschließend wird ein neues Shared Memory angelegt.

    6

    Der Web Dispatcher versucht, sich mit einem bestehenden Shared Memory zu verbinden (attach). Existiert kein Shared Memory, so wird ein neues angelegt. Dies ist auch der Default-Wert, d.h. so verhält sich der SAP Web Dispatcher, wenn die Optionen -shm_attach_mode <mode> und -cleanup nicht verwendet werden und der Parameter wdisp/shm_attach_mode nicht explizit auf einen anderen Wert gesetzt ist.

    7

    wie 5

    Hinweis

    Diese Einstellungen sind für die Verwaltung der SSL-Client-IP-Adressen interessant. Bei entsprechenden Einstellungen gehen diese Informationen im SHM nicht verloren, sondern können auch nach einem Absturz des SAP Web Dispatchers weiter verwendet werden.

    Weitere Informationen: SAP Web Dispatcher und SSL.

  • -auto_restart: Mit dieser Option können Sie den SAP Web Dispatcher auf Prozessebene hochverfügbar machen. Das Vorgehen ist im Abschnitt Hochverfügbarkeit des SAP Web Dispatchers beschrieben.

  • -version zeigt die Version des SAP Web Dispatchers an. Das Programm wird nicht gestartet.

Beispiel

Normalerweise starten Sie den SAP Web Dispatcher wie folgt:

sapwebdisp pf=<Name des Profils>

Sie können den SAP Web Dispatcher auch ohne Profil starten, indem Sie die Bootstrap-Option verwenden.

SAP Web Dispatcher als Windows-Service einrichten

Unter Windows können Sie den SAP Web Dispatcher als Service starten. Er wird dann immer beim Neustart des Rechners automatisch gestartet.

Rufen Sie hierzu folgendes auf:

ntscmgr install sapwebdisp -b <path>\sapwebdisp.exe -p "service pf=<Profildatei> <options>"

<path> steht hierbei für die Pfad im Dateisystem, wo das Programm liegt, <options> für weitere Parameter wie oben beschrieben. Wenn der Pfad Leerzeichen enthält, müssen Sie ihn in Anführungszeichen setzen (z.B. ... -b "C:\Program Files\sapwebdisp.exe"...).

Sie sehen dann den SAP Web Dispatcher sapwebdisp in der Liste der Services.

Hinweis

ntscmgr ist ein SAP-Programm, das auf dem Rechner installiert sein muss. Details dazu finden Sie in SAP-Hinweis 618053 Auf SAP-Site veröffentlichte Informationen.

Falls Sie Probleme haben, weil Microsoft-DLLs fehlen, beachten Sie dazu SAP-Hinweis 684106 Auf SAP-Site veröffentlichte Informationen.