
Sie konfigurieren den Mail-Sender-Adapter, um damit E-Mails in XI-Messages umzuwandeln.
Wählen Sie das Transport-Protokoll.
Mit IMAP4 (Internet Message Access Protocol) können Sie E-Mails aus einen Order eines E-Mail-Servers abholen.
Über POP3 (Post Office Protocol Version 3) werden E-Mails von einem E-Mail-Server abgeholt.
Wählen Sie das Message-Protokoll:
XIALL
Der Inhalt der RFC822 E-Mail stimmt mit dem Inhalt der XI-Message überein. Die XI-Message ist eine Multipart-MIME-Message, deren erster Teil der SOAP-Umschlag ist.
XIPAYLOAD
Der Inhalt der E-Mail wird in die Payload der XI-Message eingestellt.
Mail-Package verwendenist obsolet und wird nur noch aus Gründen der Abwärtskompatibilität unterstützt. Neue Szenarien sollten adapterspezifische Message-Eigenschaften verwenden, um die Informationen über Sender (Von), Empfänger (An), Cc und Betreff der E-Mail zu übermitteln.
Wählen Sie die Adapter-Engine auf dem Integration Server oder eine dezentral installierte Adapter-Engine aus.
Diese Auswahl ist im PCK nicht möglich.
1. Verbindungsparameter für Mail-Server definieren
Geben Sie unter URLdie Adresse des Mail-Server an.
Zum Beispiel: imap://imapserver/XIInBox
Verlangt der Server eine Authentifizierung des Benutzers, wählen Sie Benutzerauthentifizierung konfigurieren.
Wählen Sie die Authentifizierungsmethode:
Plain
CRAM-MD5
Geben Sie den Benutzerund das Kennwortmit Bestätigung an, mit dem Sie Zugriff auf den Server erhalten können.
Geben Sie unter Poll-Intervall (Min.)das Zeitintervall an, nach dessen Ablauf E-Mails auf dem Server abgerufen werden.
Wenn Sie das Transport-Protokoll IMAP4 gewählt haben, können Sie Messages nach dem Lesen auf dem E-Mail-Server löschen.
Wählen Sie Gelesene Messages löschen.
Geben Sie einen Ordner für gelöschte Messagesauf dem Server an.
Wenn Sie für jeden Poll-Vorgang des Adapters einen Bericht erzeugen wollen, wählen Sie Hol-Bericht erzeugen.
Es wird eine XI-Message mit folgenden Informationen erzeugt:
Interface-Namensraum: http://sap.com/xi/XI/Mail/30
Name des Interface: FetchReport
2. Weitere Parameter für Message-Protokoll XIPAYLOAD definieren
Haben Sie das Transport-Protokoll XIPAYLOAD gewählt, machen Sie weitere Angaben für die Adapterkonfiguration.
Weitere Informationen: Parameter für Message-Protokoll XIPYLAOD definieren
3. Adapterspezifische Message-Eigenschaften definieren
Wählen Sie die Registerkarte Erweitert.
Um adapterspezifische Attribute im Message-Header der XI-Message abzulegen, wählen Sie Adapterspezifische Message-Attribute setzen.
Folgende Mail-Header-Felder werden, falls der Sender sie zur Verfügung stellen kann, in den XI-Message-Header übernommen, wenn Sie Variable Transportanbindungwählen:
Benutzer des Mail-Kontos: (technischer Name: SUser)
Von: (technischer Name: SHeaderFROM)
An: (technischer Name: SHeaderTO)
Cc: (technischer Name: SHeaderCC)
Betreff: (technischer Name: SHeaderSUBJECT)
Verweis auf die Mail, auf die diese Mail antwortet: (technischer Name: SHeaderIN-REPLY-TO)
Adresse, an die die Antwort erfolgen soll: (technischer Name: SHeader-REPLY-TO)
Mail-Client-Programm: (technischer Name: SHeaderX-MAILER)
Empfangsbestätigung senden: (technischer Name: SHeaderDISPOSITION-NOTIFICATION-TO)
Priorität: (technischer Name: SHeaderPRIORITY)
Dringlichkeit der Nachricht: (technischer Name: SHeaderIMPORTANCE)
Um weitere Header-Felder zu übernehmen, setzen Sie das jeweilige Kennzeichen.
Sie können Valiable Headerund deren Werte in den XI-Message-Header ablegen.
Die technischen Namen sind XHeaderName1, XHeaderName2 und XHeaderName3.
The attribute namespace for the adapter is http://sap.com/xi/XI/System/Mail.
4. Adapterstatus definieren
Setzen Sie den Adapter auf Aktiv, um ihn für den Message-Austausch einzusetzen.
5. Parameter im Erweiterter Modus definieren
Um zusätzliche Parameter für die Adapterkonfiguration anzugeben, wählen Sie Erweiterter Modus.
Geben Sie die zusätzlichen Parameternamen und -werte in der Tabelle an.
Für Sicherheitseinstellungen geben Sie hier Werte für den Empfänger-Partner und die Empfänger-Kommunikationskomponente an (Parameter: XI.ReceiverParty, XI.ReceiverService).
Setzen Sie in der Tabelle den Parameter IMail.AssumeXMLContent= true, wird der Text der Message als XML interpretiert und unverändert in das Mail-Package übernommen.
Setzen Sie den Parameter nicht, wird die Information aus dem Content-Type des MIME-Headers übernommen.
Falls dort der Typ application/xml oder text/xml ist, wird der Text der Message als XML übernommen, sonst als Text.
Sie können zusätzliche Parameter konfigurieren, wenn IMAP4als Transportprotokollausgewählt ist. Diese Parameter können Sie zu folgenden Zwecken konfigurieren:
Um E-Mails zu verarbeiten, die als gelesen markiert sind, aber aufgrund eines Fehlers nicht verarbeitet wurden.
Um zu vermeiden, dass die gleiche E-Mail mehrfach verarbeitet wird.
Wenn Sie diese Parameter verwenden, sollten Sie Messages nach dem Lesen auf dem E-Mail-Server löschen lassen und gegebenenfalls ein Verzeichnis für gelöschte Messages auf dem Server angeben.
Es handelt sich dabei um die folgenden Parameter:
idmap.useAugmentedMessageId
Diese Option verwendet die Mail-Message-ID mit der Mail-Server-URL und dem Benutzernamen, um Informationen zum Verarbeitungsstatus der Mail abzuspeichern. Mit diesen Informationen wird eine Mehrfachverarbeitung verhindert.
idmap.useNonAugmentedMessageId
Diese Option verwendet nur die Mail-Message-ID, um Informationen zum Verarbeitungsstatus der Mail abzuspeichern. Mit diesen Informationen wird eine Mehrfachverarbeitung verhindert.
Wenn Sie keinen dieser Parameter konfigurieren, werden standardmäßig nur ungelesene E-Mails verarbeitet.
Standardmäßig sind die Werte von idmap.useAugmentedMessageIdund idmap.useNonAugmentedMessageIdauf falsegesetzt. Von diesen beiden Parametern können Sie immer nur einen auf truesetzen.
Zusätzlich können Sie noch die folgenden Parameter konfigurieren:
Die folgenden Parameter sind nur relevant, wenn einer der Parameter ( idmap.useAugmentedMessageIdoder idmap.useNonAugmentedMessageId) auf truegesetzt ist.
IMail.PersistDuration
Anzahl an Tagen, die der Eintrag über eine erfolgreich verarbeitete Mail aufbewahrt wird. Standardmäßig wird ein Eintrag über eine erfolgreich verarbeitete Mail 30 Tage lang aufbewahrt. Mit diesem Parameter können Sie diese voreingestellte Aufbewahrungszeit ändern. Befindet sich die Mail nach dieser Zeit immer noch im Postfach, wird sie als neue Mail betrachtet und erneut verarbeitet.
IMail.RetryAttempts
Maximale Anzahl an wiederholten Versuchen eine Mail zu verarbeiten. Die Voreinstellung für diesen Parameter ist 3. Wird eine Mail bei einem Poll-Durchlauf nicht erfolgreich verarbeitet, wird sie beim nächsten Poll-Durchlauf erneut berücksichtigt, solange bis der durch diesen Parameter gesetzte Höchstwert an Wiederholungsversuchen erreicht ist.
IMail.DeleteErrorMails
Steht dieser Parameter auf true, wird eine Mail, bei der die Höchstzahl an Verarbeitungsversuchen überschritten wurde, aus dem in der URL des Mail-Servers angegebenen Postfach gelöscht.
Die Voreinstellung für diesen Parameter ist false.
IMail.ErrorFolder
Hat ein IMAP-Ordner im Postfach die Einstellungen IMail.DeleteErrorMails = Trueund IMail.ErrorFolder = name, wird eine Mail, die durch die angegebene Anzahl and Versuchen nicht verarbeitet wurde, in diesen Ordner kopiert und anschließend aus dem in der URL angegebenen Postfach gelöscht.
IMail.FetchLimit
Sie können diesen zusätzlichen Parameter setzen, um die Anzahl der Mails zu begrenzen, die vom Mail-Sender-Adapter in einem Poll-Intervall abgerufen werden.
Es kommt vor, dass die für den Mail-Sender-Adapter konfigurierte Mailbox eine derart große Anzahl von ungelesenen Mails enthält, dass die erwartete Anzahl von Mails in einem Poll-Intervall überschritten wird. In diesem Fall beeinträchtigt die Bearbeitung aller vom Mail-Sender-Adapter ungelesenen Mails im gleichen Poll-Intervall die System-Performance. Das können Sie vermeiden, indem Sie den Wert dieses Parameters auf die maximale Anzahl von Mails setzen, die in einem Poll-Intervall abgerufen und bearbeiten werden sollen. Die übrigen Mails, die den Grenzwert überschreiten, würden in dem nächsten Poll-Intervall bearbeitet werden.
6. Behandlung von Message-Duplikaten konfigurieren
Wenn Sie eine effizientere Behandlung von Message-Duplikaten im Senderkanal möchten, wählen Sie Behandlung von Duplikaten aktivieren.
Um einen Schwellenwert für die Anzahl der Messages zu definieren, mit denen der Kanal umgehen kann, wählen Sie Alert-Schwellenwert bei Message-Duplikaten.
Der Senderkanal verarbeitet so lange Message-Duplikate und sendet sie an den Empfänger wie sich deren Anzahl innerhalb dieses Schwellenwerts bewegt. Wird der Schwellenwert überschritten, werden von dem Senderkanal keine Message-Duplikate mehr verarbeitet.
Während der Verarbeitung der Message-Duplikate protokolliert der Senderkanal Fehlermeldungen, die Sie in der PI-Kommunikationskanalüberwachungim SAP NetWeaver Administrator anzeigen können.
Die Voreinstellung für den Alert-Schwellenwert bei Message-Duplikatenist null. Dies bedeutet, dass der Senderkanal bereits die erste doppelte Message nicht mehr verarbeitet.
Wenn Sie den Kanal beim Überschreiten des Schwellenwerts für Message-Duplikate deaktivieren möchten, wählen Sie Kanal bei Schwellenwertüberschreitungdeaktivieren.