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 SLS: Einschränkungen

Allgemeines

  • In der Standardauslieferung sind die SLS-Funktionen für die Bestellung bzw. Auslieferung von vorkommissionierter Ware vorgesehen.

  • Sie können SLS-Unterpositionen nur in einer Sammelbestellung bei der Bestellgenerierung erzeugen.

  • Ein Lieferant kann SLS-Daten im Rahmen einer mehrstufigen Warenverteilung nicht an einen anderen Lieferanten weitergeben.

  • Sie dürfen einem Vollgutartikel in einer Sammelbestellung keine SLS-Unterpositionen zuordnen, da Unterpositionen eines Vollgutartikels beim Wareneingang nicht verarbeitet werden können.

Stammdaten

Wenn Sie Artikel nicht über die Artikelpflege von SAP Retail (z.B. in einem Manufacturing-System) angelegt haben, müssen Sie diesen Artikeln SLS mit Hilfe der Transaktion WTAD_VKHM_MAINTAIN zuordnen. Über die Transaktion WTAD_VKHM_DISPLAY können Sie sich bestehende Zuordnungen anzeigen lassen.

Sammelbestellung

  • Sie können die Bestellung nach der Generierung nur mit den Transaktionen ME22 bzw. ME22N (Bestellung ändern) und ME23 bzw. ME23N (Bestellung anzeigen) bearbeiten. Dabei müssen Sie folgendes beachten:

  • Wenn Sie die Transaktion ME22 oder ME23 verwenden, können Sie die Mengen von Hauptpositionen und SLS-Unterpositionen nur über Anfang des Navigationspfads Position Navigationsschritt Weitere Navigationsschritt Funktionen Navigationsschritt SLS-Positionen Ende des Navigationspfads bearbeiten.

  • Sie können im Dialog keine zusätzlichen SLS-Unterpositionen hinzufügen oder löschen.

  • Wenn Sie die Transaktion ME22 oder ME23 verwenden, können Sie im Dialog einstellen, ob in der Positionsübersicht der Bestellung nur Hauptpositionen, nur Unterpositionen oder alle Positionen angezeigt werden sollen. Wenn Sie sich alle Positionen anzeigen lassen, werden Haupt- und Unterpositionen auf derselben Ebene dargestellt. Die Nummer der Hauptposition wird nicht als Referenz in den Unterpositionen angezeigt.

  • Sie können für die Sammelbestellpositionen mit SLS-Unterpositionen nicht das artikelorientierte Flow-Through als Bearbeitungsverfahren nutzen.

  • Das System verteilt die Menge einer Bestellposition folgendermaßen:

  1. Die Hauptpositionsmenge wird auf die Unterpositionen verteilt.

  2. Falls Einteilungen vorhanden sind, wird die Menge wie folgt auf die Einteilungen verteilt:

  • Je Unterposition wird die Unterpositionsmenge auf die Einteilungen der Unterposition verteilt.

  • Die Einteilungsmengen der Hautposition ergeben sich jeweils als Summe aus den Einteilungsmengen der Unterpositionen.

  • Wenn Sie beim Bestelldruck SLS-Unterpositionen speziell kennzeichnen möchten bzw. dazu SLS-Daten ausdrucken möchten, müssen Sie den Bestelldruck entsprechend anpassen.

  • Wenn Sie vom Lieferanten eine Bestellbestätigung per EDI erhalten, werden nur die Informationen zu den Hauptpositionen übernommen. Informationen zu Unterpositionen werden nicht ausgewertet.

Kundenauftrag

Wenn Sie SLS-Unterpositionen in einem Kundenauftrag im Dialog erfassen, sind dafür mehrere Bearbeitungsschritte erforderlich.

Lieferung

  • In einer Lieferung (z.B. Auslieferung aus Sicht eines Lieferanten oder Anlieferung aus Sicht eines Kunden) bilden die Hauptposition und die zugehörigen Unterpositionen immer eine Liefergruppe. Wenn Sie die Gesamtmenge der Hauptposition ändern, werden die Unterpositionsmengen durch die Liefergruppenkorrelation automatisch proportional angepaßt.

Wenn Sie die Mengen nicht proportional, sondern nach einem anderen Verfahren anpassen wollen oder wenn es zu Rundungsdifferenzen kommt, müssen Sie die Änderung manuell vornehmen und dabei sicherstellen, daß Haupt- und Unterpositionen konsistent sind.

  • Die Unterpositionen in der Lieferung sind nicht kommissionierrelevant. Sie erscheinen also nicht auf einer Kommissionierliste und sind auch nicht in Transportaufträgen der Lagerverwaltung (WM) enthalten.

  • Wenn Sie beim Lieferscheindruck SLS-Unterpositionen speziell kennzeichnen möchten bzw. dazu SLS-Daten ausdrucken möchten, müssen Sie den Lieferscheindruck entsprechend anpassen.

Verpacken

Nur beim Verpacken im Dialog weist Sie das System darauf hin, daß SLS vorgesehen sind und prüft, ob Unterpositionen in die jeweils von Ihnen gewählten Versandelemente verpackt werden dürfen.

Wareneingang

  • Sie können den Wareneingang nur über die Transaktionen MB01 (bei Bezug zur Bestellung) bzw. MB0A (bei Bezug auf eine andere Referenz, z.B. Anlieferung) im Dialog erfassen. Daraus ergeben sich z.B. folgende Einschränkungen:

  • Sie können den Wareneingang nicht aus dem Ändern einer Anlieferung buchen.

  • Eingehende Wareneingangs-IDocs, die Wareneingänge zu Sammelbestellpositionen mit SLS-Unterpositionen melden, können nicht verarbeitet werden.

  • Umlagerungen im Einschrittverfahren werden nicht unterstützt, d.h. der Wareneingang beim empfangenden Betrieb kann nicht gleichzeitig mit dem Warenausgang beim abgebenden Betrieb gebucht werden.

  • Sie können sich beim Wareneingang nicht auf Versandelemente beziehen.

  • Sie können bei der Wareneingangserfassung die Mengen der SLS-Unterpositionen nur bearbeiten, wenn die Summe der SLS-Unterpositionsmengen von der Menge der Hauptposition abweicht. Das System verzweigt in diesem Fall automatisch in die Bearbeitung der Unterpositionen.

  • Bestellentwicklungssätze für SLS-Unterpositionen werden nur fortgeschrieben (und können auch nur dann in der Bestellung angezeigt werden), wenn im Wareneingang eine Mengenkorrektur stattgefunden hat.

  • Die Daten der Einteilungen von SLS-Unterpositionen werden beim Wareneingang nicht fortgeschrieben.

  • Bei der Verteilungsanpassung aus dem Wareneingang wird der Lagerort für Positionen mit SLS-Unterpositionen nicht abhängig vom Bearbeitungsverfahren ermittelt. Wenn in der Bestellung ein Lagerort angegeben ist, wird dieser vorgeschlagen und kann manuell geändert werden.

  • Sie können im Customizing einstellen, daß strukturierte Artikel beim Wareneingang in ihre Komponenten zerlegt werden sollen. Diese automatische Zerlegung ist für strukturierte Artikel, denen SLS-Unterpositionen zugeordnet sind, nicht möglich.