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 Nachträgliche Abrechnung: Beträge

Ertrag Konditionssatz / Ertrag Endabrechnung / Gesamtertrag Konditionssatz

  • Ertrag Konditionssatz

Betrag, der sich aus der Abrechnung des aufgelaufenden Umsatzes zum Konditionssatz ergibt.

Der Ertrag nicht periodisch abzurechnender Absprachen und der Ertrag aus Zwischenabrechnungen periodisch abzurechnender Absprachen wird unter dieser Kennzahl fortgeschrieben.

  • Ertrag Endabrechnung

Ertrag der Endabrechnung einer periodisch abzurechnenden Absprache.

Dieser Ertrag ergibt sich anhand des Gesamtumsatzes des Gültigkeitszeitraumes (z.B. Jahresumsatz). Die in Zwischenabrechnungen bereits abgerechneten Erträge werden dabei verrechnet.

  • Gesamtertrag Konditionssatz

Die Kennzahl "Gesamtertrag Konditionssatz" beschreibt den Gesamtertrag aus den Abrechnungen, d.h. die Summe aus den Kennzahlen "Ertrag Konditionssatz" und "Ertrag Endabrechnung" (Ertragsanteil aus der Durchführung einer Endabrechnung). Wird keine Endabrechnung durchgeführt, entspricht der "Gesamtertrag Konditionssatz" dem "Ertrag Konditionssatz".

Zum Zeitpunkt der Verbuchung des Abrechnungsbeleges in der Finanzbuchhaltung werden die Erträge aus den Abrechnungen einer Absprache in die Informationsstruktur S015 fortgeschrieben.

Unabhängig vom Datum des Beleges werden die Erträge umsatzanteilig allen Datensätzen der Informationsstruktur zugeordnet, die zu dem abzurechenenden Konditionssatz gehören. Die Erträge aus den Endabrechnungen werden umsatzanteilig auf alle Konditionssätze der Perioden verteilt. Ebenso werden die Erträge auf alle in Frage kommenden Merkmale (Einkaufsorganisation, Einkäufergruppe, Warengruppe, Werk, Monat) umsatzanteilig aufgeteilt.

Durch die Verwendung von zwei Ertragskennzahlen (Ertrag Endabrechnung und Ertrag Konditionssatz) können Sie stets nachvollziehen, welcher Anteil des Ertrages aus den Zwischenabrechnungen stammt und welcher Betrag zusätzlich bei der Endabrechnung angefallen ist (z.B. durch eine höhere Staffelstufe oder durch einen Umsatzabgleich). Diese Information können Sie beispielsweise für Optimierungsstrategien nutzen.

Im Customizing der Abspracheart können Sie festlegen, ob eine Endabrechnung durchgeführt werden soll. Beachten Sie die Einstellungen, die Sie im Customizing der Abspracheart getroffen haben:

  1. Ist im Customizing der Abspracheart festgelegt, das die Abrechnungen der Absprache einmalig zum Gültigskeitsende der Absprache erfolgt, erfolgt keine Endabrechnung. Folglich wird nur die Kennzahl "Ertrag Konditionssatz" fortgeschrieben; die Kennzahl "Ertrag Endabrechnung" wird in diesem Fall nicht fortgeschrieben.

  2. Ist im Customizing der Abspracheart festgelegt, daß eine Absprache periodisch abgerechnet werden soll, dann wird bei den Zwischenabrechnungen der Absprache (Abrechnungen der Konditionssätze der Perioden) nur die Kennzahl "Ertrag Konditionssatz" fortgeschrieben.

Beispiele

Rückgestellter Ertrag / Aufgelöster rückgestellter Ertrag

Da Zahlungen immer erst nach Ablauf des Gültigkeitszeitraumes der Absprache erfolgen, besteht für Sie die Möglichkeit für Konditionssätze rückgestellte Erträge bzw. Rückstellungen zu buchen. Voraussetzung dafür ist, daß im Customizing für die Konditionsart das Kennzeichen Rückstellung markiert ist.

Mit Hilfe der rückgestellten Erträge können Sie die Materialpreisbewertung im Sinne eines zu erwartenden Ertrages aus der späteren Abrechnung beeinflussen. Der rückgestellte Ertrag vermindert den Effektivpreis und hat auf diese Weise Auswirkungen auf die Materialpreisbewertung.

Beispiel Beispiel

Es wird eine Bestellung getätigt von 10 Materialien zu einem Stückpreis von 10 DM.

Für die nachträgliche Vergütung ist folgendes festgelegt:

Ende des Beispiels.
  • 1 DM pro Stück

  • bei einer Abnahme von 1000 Stück: 1,50 DM.

Das Material kann z.B. nur mit 9 DM pro Stück bewertet werden, da ein nachträglicher Ertrag von mindestens 1 DM pro Stück erwartet wird.

Bei einer Abrechnung werden die rückgestellten Erträge aufgelöst und unter der Kennzahl "Aufgelöste rückgestellte Erträge" in die Informationsstruktur S015 fortgeschrieben.

Die Fortschreibung der Kennzahl "Rückgestellter Ertrag" erfolgt zum Zeitpunkt der Rechnungsprüfung in die Informationsstruktur S015.

Lieferantenumsatz

Umsatz zum Konditionssatz (Absprache) aus den Bestellpositionen.

Damit zu einer Bestellposition ein Umsatz fortgeschrieben wird, muß diese Bestellposition für die nachträgliche Abrechnung relevant sein. Dies wird gesteuert durch entsprechende Kennzeichen im Lieferantenstamm, im Einkaufsinfosatz bzw. in der Bestellposition.

Im Customizing der Abspracheart können Sie festlegen, was als Lieferantenumsatz fortgeschrieben werden soll:

  • der Umsatz aus der Bestellposition (gemäß der Konditionsbasis zur Stufe des Kalkulationsschemas)

oder

  • der Nettowert aus der Rechnungsprüfung

Im Standard wird der Lieferantenumsatz bei Rechnungseingang zum Belegdatum fortgeschrieben. Dabei werden die Daten gleichzeitig dem entsprechenden Konditionssatz zugeordnet. Die Daten sind also einerseits zum Konditionssatz verfügbar, können aber andererseits auch auf Monatsbasis ausgewertet werden (z.B. bei quartalsweise abzurechnenden Absprachen).

Hinweis Hinweis

Beachten Sie, daß bei periodisch abzurechnenden Absprachen die Daten jeweils zu dem zum Belegdatum der Rechnungsprüfung gültigen Konditionssatz (Periode) ermittelt werden. Der zur Rechnungsprüfung gültige Konditionssatz kann jedoch vom Konditionssatz aus der Preisfindung (Bestellung bzw. Wareneingang) abweichen.

Ende des Hinweises