Standardanalysen: EKSIm Einkaufsinformationssystem stehen Ihnen die folgenden Standardanalysen zur Verfügung:
Einkäufergruppe
Bei dieser Analyse ist der Direkteinstieg über die Einkäufergruppe möglich. Folgende Fragestellung ist beispielsweise denkbar: Wie groß ist der Bestellwert einer Einkäufergruppe bez. eines bestimmten Lieferanten? Die Analyse basiert auf Daten, die zur Informationsstruktur S011 fortgeschrieben werden.
Lieferant
Eine Lieferantenanalyse ist immer dann sinnvoll, wenn Sie direkt auf Daten zugreifen möchten, die in Zusammenhang mit dem Lieferanten stehen. Denkbar ist hier z.B. die folgende Fragestellung: Welche Materialien und wie viele wurden bei einem Lieferanten bestellt?
Die Analyse basiert auf Daten, die zur Informationsstruktur S012 fortgeschrieben werden.
Warengruppe
Diese Analyse ermöglicht den direkten Einstieg über die Warengruppe. Die Analyse beantwortet z.B. folgende Frage: Wie hoch ist die Anzahl der Bestellpositionen bez. einer Warengruppe?
Die Analyse basiert auf Daten, die zur Informationsstruktur S012 fortgeschrieben werden.
Material
Die Materialanalyse sollte immer dann genutzt werden, wenn Sie gezielt auf statistische Daten zugreifen möchten, die unmittelbar mit einem Material zusammenhängen. Eine mögliche Fragestellung an die Materialanalyse kann sein: Wieviel wurde von welchem Material bestellt?
Die Analyse basiert auf Daten, die zur Informationsstruktur S012 fortgeschrieben werden.
Lieferantenbeurteilung
Mit der Standardanalyse Lieferantenbeurteilung können Sie Daten aus der Lieferantenbeurteilung des Einkaufs auswerten. Die Analyse beruht auf Daten, die zur Informationsstruktur S013 fortgeschrieben werden. Mit Hilfe dieser Standardanalyse können Sie beispielsweise verfolgen, ob ein bestimmter Lieferant ein Material pünktlich und in der gewünschten Menge liefert. Die Kennzahlen, die ausgewertet werden können, sind die Noten für die Kriterien: Mengentreue, Termintreue, Abweichung Lieferavis (Einhaltung des Bestätigungsdatums), Versandvorschrift, Qualitätsaudit (wird momentan nicht fortgeschrieben).
Informationen über die Anwendung
Lieferantenbeurteilung
erhalten Sie im Dokument
MM - Materialwirtschaft
, Abschnitt Lieferantenbeurteilung.
Langfristplanung
Zur Langfristplanung werden drei Standardanalysen angeboten: Material-, Lieferanten- und Warengruppenanalyse. Diese Standardanalysen basieren auf Plandaten der Langfristplanung, die zur Informationsstruktur S012 fortgeschrieben werden.
In der Langfristplanung können ausgehend von verschiedenen Primärbedarfen verschiedene Planungsszenarien geplant werden. Es werden also Vorplanungen durchgeführt, um so Auswirkungen z.B. auf Materialbedarf, Kapazitätsbedarf oder Leistungsbedarf der Kostenstellen abzuschätzen.
Mit dem geplanten Materialbedarf kann beispielsweise auch der Einkauf eine Vorplanung durchführen (evtl. zum Aushandeln von Rahmenverträgen mit Lieferanten o.ä.). Wurde dem Material auch ein Lieferant zugeordnet, können in den Analysen neben dem Materialbedarf (Bestellmenge) auch die Lieferanten und die davon abhängigen Kennzahlen Bestelleffektivwert und Bestellpreis angezeigt werden.
In den Standardanalysen zur Langfristplanung können Sie bei der Auswertung eines Planungsszenarios den Bestellwert auf vier unterschiedliche Arten berechnen:
Berechnung über Infosatz
Ist dem Planauftrag ein Lieferant zugeordnet und ein Infosatz vorhanden, dann wird der Bestellwert über den Infosatzpreis berechnet. Bei Konsignationsmaterialien, die ja keinen Infosatzpreis haben, wird für die Berechnung der Konsignationspreis, bzw. je nach Endetermin des Planauftrages der zukünftige Konsignationspreis herangezogen. Sind diese Vorraussetzungen nicht erfüllt, erfolgt keine Berechnung.
Berechnung über Bewertungspreis
Ist im Materialstamm der Standardpreis angegeben, dann wird zur Berechnung des Bestellwertes der Standardpreis oder der zukünftige Standardpreis herangezogen. Ist als Preissteuerung der gleitende Durchschnittspreis angegeben, dann wird dieser Preis zur Berechnung des Bestellwertes herangezogen.
Berechnung über den neuen Planpreis aus der Erzeugniskalkulation
Berechnung über den Planpreis 1, 2 oder 3 aus der Erzeugniskalkulation
In einer Version der Informationsstruktur S012 kann jeweils immer nur ein Bestellwert abgespeichert werden. Wie Sie ein Planungsszenario für unterschiedliche Arten der Bestellwertberechnung auswerten können und die Ergebnisse miteinander vergleichen können, erfahren Sie in Standardanalysen zur Langfristplanung: Bestellwerte vergleichen .
Hinweis
Für die Analysen zur Langfristplanung findet keine kontinuierliche Fortschreibung statt. Im Menü der Langfristplanung können Sie unter der Menüfolge
Hier können Sie einem Planungsszenario genau eine Version für das Einkaufsinformationssystem zuordnen. Die gewählte Version wird dann im Planszenario festgehalten und kann angezeigt werden (im Menü der Langfristplanung mit der Menüfolge
Wenn Sie nur eine Datenselektion für bestimmte Analysekriterien einer Standardanalyse benötigen, können Sie dies durch Ankreuzen des Feldes
Ad-hoc-Auswertung
auf dem Selektionsbild der Standardanalysen initiieren. Die Daten werden dann direkt aus den Planaufträgen gelesen. Geben Sie auf dem Selektionsbild zusätzlich die Nummer des gewünschten Planungsszenarios an. Siehe auch
Fortschreibung Standardanalysen zur Langfristplanung: Einkaufsinformationssystem
.
Detaillierte Informationen zur Langfristplanung finden Sie im WinHelp-Dokument
PP
-
Langfristplanung.
Nachträgliche Abrechnung
Mit Hilfe der Standardanalyse zur Nachträglichen Abrechnung können Sie Ihre Geschäftsprozesse hinsichtlich der Absprachen mit Lieferanten optimieren. Sie können frühzeitig Diskrepanzen zwischen Erträgen aus dem laufenden Jahr und dem Vorjahr erkennen. Endabrechnungs- und Zwischenabrechnungsergebnisse können miteinander verglichen und so frühzeitig Optimierungsstrategien eingeleitet werden. Sie können sich beispielsweise einen Überblick über die Lieferanten mit dem höchsten Bonus verschaffen oder nachprüfen, wie sich die Erträge auf Werksebene verteilen.
Die Datenbasis für die Standardanalyse bilden Daten, die beim Rechnungseingang zu einer Bestellung (Lieferantenumsatz) oder bei der nachträglichen Abrechnung einer Absprache (Erträge) per Gutschrift/Faktura in die Informationsstruktur S015 fortgeschrieben werden.
Hinweis
Weitere Informationen über die Funktionalität der Nachträglichen Abrechnung im Einkauf erhalten Sie im Dokument MM - Einkauf (Abschnitt "Nachträgliche Abrechnung von Konditionen").
Exceptionanalyse
In der Exceptionanalyse können Sie die mit Hilfe des
Frühwarnsystems
definierten
Exceptions
anzeigen. Die Exceptionanalyse wirkt wie ein Filter, d.h. es werden
nur
die Ausnahmesituationen angezeigt. Die Ausnahmesituationen können farblich hervorgehoben werden.
Siehe auch: