Flexibles Auswählen der Planungssichten 
Die Planungssicht kann von Ihnen frei gewählt werden. Somit werden die unterschiedlichen Planungsgepflogenheiten im Unternehmen weitgehend unterstützt. Zur Auswahl der Planungsebene stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
Auswählen der Planungssichten
Planungssicht |
Anwendung |
Kostenstelle/Kostenart oder Leistungsart oder stat. Kennzahl |
dezentrale Planung durch Kostenstellenverantwortliche |
Kostenstelle/Kostenartengruppe oder Leistungsartengruppe oder stat. Kennzahlengruppe |
dezentrale Planung durch Kostenstellenverantwortliche, wobei durch die Gruppen "Planungsmuster" vorgegeben werden |
Kostenstelle/Kostenartengruppe oder Leistungsartengruppe oder stat. Kennzahlengruppe |
Zentrale Planung durch Kostenstellenplaner in Absprache mit den Kostenstellenverantwortlichen |
Sie können eigens für Planungszwecke Kostenstellen-, Kostenarten-, Leistungsarten- sowie statistische Kennzahlengruppen anlegen. Diese können Sie im Rahmen der Stammdatenpflege anlegen. Für nähere Informationen zu diesem Thema Siehe auch:
Sie können jedoch auch auf bereits bestehende Gruppen (beispielsweise aus der Standardhierarchie oder der Kostenartenstruktur des Betriebsabrechnungsbogens) zurückgreifen, wenn diese für die Planung geeignet erscheinen.
Zentrales und dezentrales Planen
Sie haben die Möglichkeit, jederzeit zwischen einer zentralen und einer dezentralen, kostenstellen- oder kostenartenbezogenen Planung zu wählen.
Sie können folgendermaßen vorgehen:
mehrere Kostenarten auf einer Kostenstelle (dezentral) planen
mehrere Kostenstellen unter einer Kostenart/Kostenartengruppe (zentral) planen.
Die Wahl des Verfahrens ist von den Organisationsstrukturen Ihres Unternehmens abhängig.
Sie können auch beide Verfahren kombinieren und so beispielsweise bestimmte Kostenarten (wie Versicherungen, Steuern) zentral, andere Kostenarten (wie Hilfs- und Betriebsstoffe) dezentral von den jeweiligen Kostenstellenverantwortlichen planen lassen.
Für beide Verfahren müssen Sie zunächst die Planungsstrukturen definieren. Hierzu können Sie entweder auf die Originalstrukturen zugreifen, die Sie im Rahmen der Stammdatenpflege definiert haben (Organigramm des Unternehmens oder BAB-Struktur), oder Sie können alternative Strukturen (Gruppen) für Planungszwecke definieren. Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für eine Kostenstellenstruktur.
Beispiel
Planen der Personalkosten im Fertigungsbereich A1
( )
Im Planungsprozeß planen Sie zunächst die Kostenstelle Fertigung HFI 4210 mit den Kostenarten "Löhne" (420000), "Schichtzulage" (421000), "Gehälter" (430000) und "Gehaltszulage" (431000).
Danach planen Sie die Kostenstelle Fertigung HFII 4220 mit den Kostenarten "Löhne" (420000), "Schichtzulage" (421000) und "Gehälter" (430000). Die Kostenart "Gehaltszulage" (431000) wird nicht geplant. Dies bedeutet, daß für diese Kostenart auf der Kostenstelle 4220 kein Satz in der Datenbank gespeichert wird.
Danach planen Sie die Kostenstelle 4230. Auch hier können Sie alle vier Kostenarten planen.
Die Verfahrensweise ist analog dazu bei der Planung mehrerer Leistungsarten oder statistischer Kennzahlen.