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FunktionsdokumentationUmsetzung Produktions- in Produktkostensammler Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Ab Release 4.5A steht Ihnen der Produktkostensammler zur Verfügung. Wenn Sie in einem früheren Release die Serienfertigung im Einsatz hatten, dann wurden die Kosten des seriengefertigten Materials auf einem Produktionskostensammler gesammelt. Dieser Produktionskostensammler wird ab Release 4.5A in einen Produktkostensammler umgesetzt.

Voraussetzungen

Sie hatten in einem Release kleiner als 4.5A die Serienfertigung im Einsatz. Berücksichtigt werden bei der Umsetzung nur die Produktionskostensammler, die kein Löschkennzeichen haben.

Funktionsumfang

Zur Umsetzung wird XPRA RK_PKOSA_MLMV_X1 verwendet. Bei der Umsetzung werden Produktionskostensammler in Produktkostensammler umgesetzt. Es wird zu jedem Produktkostensammler ein Fertigungsprozess erzeugt. Die Defaultregel PP2 (Produktion Material Periodische Abrechnung) des Produktionskostensammlers wird umgesetzt in die Defaultregel STR (mit Strategie zur Bezugsbasisfindung). Diese Defaultregel wird im Customizing des Periodischen Produkt-Controlling unter   Produktkostensammler   Vorschlagswerte je Auftragsart definieren   in allen relevanten Auftragsarten hinterlegt. Die Abrechnungsvorschrift des Produktkostensammler beinhaltet die Aufteilungsregel 100% an Material mit der Abrechnungsart PER (Periodisch).

<4.5A: Serienauftrag mit automatischer Anlage Produktionskostensammler (Kostensammlerart PKSA)
Ausgangssituation in Release kleiner als 4.5A:

Jedem Serienauftrag ist genau ein Produktionskostensammler zugeordnet. Es besteht also eine 1:1-Beziehung zwischen Produktionskostensammler und Serienauftrag.

Umsetzung

Zu jeder Fertigungsversion, zu der Serienaufträge vorhanden sind, wird ein Produktionskostensammler in einen Produktkostensammler umgewandelt. Die Controlling-Ebene des Fertigungsprozesses ist die Fertigungsversion. Gab es mehrere Serienaufträge zu einer Fertigungsversion, dann entscheidet die zeitliche Gültigkeit des Serienauftrages.

  • Der Produktkostensammler wurde zum aktuellen Serienauftrag angelegt. Ein eventuell bereits angelegter Serienauftrag, der erst in der Zukunft Gültigkeit erlangt, verweist auf den Produktkostensammler, der zum aktuellen Serienauftrag angelegt worden ist.

  • Gibt es keinen laufenden Serienauftrag, aber zukünftige, wird der Produktionskostensammler des zeitlich am nächsten liegenden Serienauftrags umgesetzt. Eventuell vorhandene weiter in der Zukunft liegende Serienaufträge werden mit dem umgesetzten Produktkostensammler verbunden.

  • Gibt es weder einen laufenden noch zukünftige Serienaufträge, wird der Produktionskostensammler mit dem jüngsten vergangenen Serienauftrag umgesetzt.

    Hinweis Hinweis

    Zur Ausführung der Periodenabschlussaktivitäten geben Sie die Nummer von Material, Werk und Fertigungsprozess ein. Zur Identifizierung des relevanten Fertigungsprozesses verwenden Sie die F4-Hilfe. Über die Suchhilfe können Sie den Fertigungsprozess zur Serienauftragsnummer ausgeben.

    Berichte im Informationssystem zeigen Sie ebenfalls zu Material, Werk und Fertigungsprozess an.

    Ende des Hinweises

Wenn Sie nach der Umsetzung neue Materialien mit der Serienfertigung produzieren möchten, dann legen Sie zum Material einen Produktkostensammler an. Es ist sinnvoll, für den Produktkostensammler die Controlling-Ebene Fertigungsversion zu verwenden.

<4.5A: Serienauftrag mit manueller Anlage Produktionskostensammler (Kostensammlerart PKMN)
Ausgangssituation in Release kleiner als 4.5A:

Mit der Kostensammlerart PKMN können Sie versionsbehaftete oder versionslose Produktionskostensammler zu einem Material angelegt haben. Einem Produktionskostensammler können bei Verwendung der Kostensammlerart PKMN mehrere Serienaufträge zugeordnet sein. Es besteht in diesem Falle eine 1:n-Beziehung zwischen Produktionskostensammler und Serienauftrag.

Umsetzung

Das System prüft, ob ein aktueller Serienauftrag vorhanden ist. Ist kein aktueller Serienauftrag vorhanden, dann prüft das System, ob ein Serienauftrag mit zukünftiger Gültigkeit vorhanden ist. Ist auch kein zukünftiger Serienauftrag vorhanden, dann nimmt das System den jüngsten Serienauftrag aus der Vergangenheit.

Wurde ein versionsbehafteter Produktionskostensammler zum Serienauftrag gefunden, dann gilt die Controlling-Ebene Fertigungsversion.

Werden keine versionsbehafteten, sondern nur versionslose Produktionskostensammler gefunden, dann gilt die Controlling-Ebene Produktionswerk/Planungswerk unter der Voraussetzung, dass einer gegebenenfalls vorhandenen Kostenträgerhierarchie nicht die Kombination Material/Werk/Fertigungsversion zugeordnet ist. Ist diese Kombination Material/Werk/Fertigungsversion einer Kostenträgerhierarchie zugeordnet, dann gilt für dieses Material die Controlling-Ebene Fertigungsversion.

Sind sowohl versionsbehaftete als auch versionslose Produktionskostensammler vorhanden, dann prüft das System, ob ein aktueller versionsbehafteter Produktionskostensammler vorhanden ist. Wird ein versionsbehafteter Produktionskostensammler gefunden, so wird dieser in einen Produktkostensammler mit Controlling-Ebene Fertigungsversion umgewandelt. Wird kein aktueller versionsbehafteter Produktionskostensammler, sondern ein aktueller versionsloser Produktionskostensammler gefunden, dann wird dieser in einen Produktkostensammler mit Controlling-Ebene Produktionswerk/Planungswerk umgewandelt. Produktionskostensammler mit einem in der Zukunft liegenden Gültigkeitsbeginn referenzieren dann auf diesen versionslosen Produktkostensammler, auch wenn die Produktionskostensammler selbst versionsbezogen angelegt waren.

Das XPRA sucht gemäß der beschriebenen Logik zunächst nach aktuellen, dann zukünftigen und dann nach den jüngsten vergangenen Produktkostensammlern. Es setzt jeweils zuerst den versionsbehafteten Produktionskostensammler in einen Produktkostensammler mithilfe der Controlling-Ebene Fertigungsversion um.

versionsbehaftet

versionslos

aktuell

1

2

zukünftig

3

4

vergangen

5

6

1, 3, 5: Es wird ein Produktkostensammler mit Controlling-Ebene Fertigungsversion erzeugt.

2, 4, 6: Es wird ein Produktkostensammler mit Controlling-Ebene Produktionswerk/Planungswerk erzeugt.

Sind alle oder einige der Kriterien erfüllt, dann gilt jeweils die Umsetzregel entsprechend der kleinsten eingetragenen Zahl.

<4.5A: Serienauftrag mit Teilaufträgen (Kostensammlerart SA)
Ausgangssituation in Release kleiner als 4.5A:

Einem Serienauftrag sind mehrere Fertigungsaufträge zugeordnet. Die Kosten werden auf den Fertigungsaufträgen gesammelt.

Umsetzung

Es erfolgt keine Umsetzung. Es wird jedoch für die Zukunft die Verwendung des Produktkostensammlers empfohlen.

<4.5A: Produktionskostensammler zu einzelbestandsgefertigtem Material (4.0A und 4.0B)

Das System setzt den vorhandenen Produktionskostensammler in einen Produktkostensammler zum Material mit Controlling-Ebene Produktionswerk/Planungswerk um.

<4.5A: Produktionskostensammler KANBAN
Ausgangssituation in Release kleiner als 4.5A:

Es ist ein Produktionskostensammler KANBAN vorhanden.

Umsetzung

Ist ein aktueller Produktionskostensammler KANBAN vorhanden, liegen alle Serienaufträge in der Vergangenheit und ist die Kostensammlerart PKMN und die Kostensammlersuchstrategie Material hinterlegt, dann wird der Produktionskostensammler in einen Produktkostensammler mit Controlling-Ebene Produktionswerk/Planungswerk umgesetzt.

Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, dann werden vorhandene KANBAN-Produktionskostensammler in Produktkostensammler mit Controlling-Ebene Fertigungsversion umgesetzt.

Weitere Informationen

Informationen zum XPRA RK_PKOSA_MLMV_X1 finden Sie in der Reportdokumentation zum XPRA.

Informationen zur Defaultregel STR finden Sie im IMG des Produktkosten-Controlling unter   Produktkostensammler   Vorschlagswerte pro Auftragsart festlegen  .

Informationen zur Umsetzung von Kostenträgerhierarchien finden Sie im Abschnitt:

Umsetzung Kostenträgerhierarchie