Abrechnung von Kostenträgerhierarchien: Szenario 
In der Regel verwenden Sie eine Kostenträgerhierarchie ohne Verteilung, wenn Sie der Kostenträgerhierarchie Materialien zugeordnet haben, für die im Materialstammsatz das Preissteuerungskennzeichen S hinterlegt ist.
Sie definieren eine Kostenträgerhierarchie, die eine Kostenträgerknoten für jede Ebene enthält, den Istkosten zugeordnet werden können.
Dieser Hierarchie ordnen Sie Materialien zu. Für die Fertigung dieser Materialien legen Sie Produktkostensammler oder Produktionsaufträge an, für die eine periodische Abrechnung durchgeführt wird.
Wenn Sie die gefertigten Materialien an das Lager abliefern, dann schreibt das System das Bestandskonto des gefertigten Materials fort und entlastet den Auftrag entsprechend.
Bevor Sie abrechnen, starten Sie die Abweichungsermittlung für die Kostenträgerhierarchie. Die Abweichungsermittlung verdichtet die Soll- und Istkosten der Hierarchie, und weist die Abweichungen am höchsten Knoten der Hierarchie aus, an dem Kosten dieser Herkunft angefallen sind.
Wenn Sie die für die Kostenträgerhierarchie angefallenen Kosten abrechnen, dann prüft das System, ob das Kennzeichen Abweichungen im Abrechnungsprofil gesetzt ist. Ist das Kennzeichen gesetzt, so erzeugt das System
für jede Kostenträgerknoten eine zweite Aufteilungsregel in der Abrechnungsvorschrift, nach der die Abweichungen an das Ergebnisobjekt zur Kostenträgerknoten weitergeleitet werden
für jeden Auftrag eine zweite Aufteilungsregel, nach der die Abweichungen an das Ergebnisobjekt für das gefertigte Material weitergeleitet werden
Bei der Abrechnung der Kostenträgerknoten werden
die Istkosten auf das Preisdifferenzkonto fortgeschrieben
die Abweichungen entsprechend dem Ergebnisschema an die Ergebnisrechnung weitergeleitet
Bei der Abrechnung der zugeordneten Aufträge werden:
die Istkosten auf ein Preisdifferenzkonto fortgeschrieben
die Abweichungen entsprechend dem Ergebnisschema an die Ergebnisrechnung weitergeleitet
Nach der Abrechnung können Sie die zweite Aufteilungsregel (Empfänger: "Ergebnisobjekt") für die Kostenträgerhierarchie anzeigen.
In der Regel verwenden Sie eine Kostenträgerhierarchie mit Verteilung, wenn Sie der Kostenträgerhierarchie Materialien zugeordnet haben, für die im Materialstammsatz das Preissteuerungskennzeichen V hinterlegt ist.
Sie definieren eine Kostenträgerhierarchie, die eine Kostenträgerknoten für jede Ebene enthält, den Istkosten zugeordnet werden können.
Dieser Hierarchie ordnen Sie Materialien zu. Für die Fertigung dieser Materialien legen Sie Produktkostensammler oder Produktionsaufträge an, für die eine periodische Abrechnung durchgeführt wird. Das System erzeugt eine Abrechnungsvorschrift für diese Aufträge, die die Auftragskosten periodisch auf das Material (Bestand) kontiert. Diese Kosten beeinflussen den Bestandswert.
Wenn Sie die gefertigten Materialien an das Lager abliefern, dann schreibt das System das Bestandskonto des gefertigten Materials fort und entlastet den Auftrag entsprechend.
Am Ende der Buchungsperiode verteilen Sie alle Kosten, die auf die Kostenträgerknoten der Hierarchie gebucht wurden, auf die Produktkostensammlern der Serienaufträge beziehungsweise die Fertigungsaufträge, die der Hierarchie zugeordnet sind.
Die Verteilung erfolgt auf Basis der Sollkosten zu den zugeordneten Materialien. Die Istkosten werden auf den Produktkostensammlern beziehungsweise Fertigungsaufträgen fortgeschrieben.
Bevor Sie abrechnen, starten Sie die Abweichungsermittlung für die Kostenträgerhierarchie.
Das System ermittelt Abweichungen für alle Aufträge und setzt den Status "Abweichungen ermittelt".
Wenn Sie die Auftragskosten abrechnen, so erzeugt das System für Aufträge, deren Abrechnungsvorschrift an ein Material verweist, automatisch eine weitere Aufteilungsregel, die auf das Ergebnisobjekt zum gefertigten Material verweist.
Für einen Produktionsauftrag ist der Abrechnungsempfänger das Ergebnisobjekt zum gefertigten Material, der Abrechnungsanteil 100% und die Abrechnungsart "Periodisch".
Wenn Sie den Auftrag abrechnen, dann wird der Auftrag entlastet und die Gegenbuchung auf das Bestandskonto des gefertigten Materials fortgeschrieben. Das System ermittelt einen neuen Gleitenden Durchschnittspreis für das Material.