Berechnung des Kalenderpuffers 
Der Kalenderpuffer ist ein Puffer, mit dem das System die fehlende Materialmenge ausgleicht, wenn die Quelle z.B. an einem Tag nicht arbeitet, an dem der Verbraucher arbeitet.
Der Kalenderpuffer wird automatisch bei der Kanbanberechnung berechnet, wenn sich die Arbeitszeiten von Quelle und Verbraucher unterscheiden. Der Kalenderpuffer besteht aus der Bedarfsmenge, die benötigt wird, um die Zeit in der die Quelle nicht arbeitet, auszugleichen sowie der dazugehörigen Bedarfsschwankungsmenge. Diese Bedarfe werden zusammengefasst und dann auf den vorherigen Arbeitstag der Quelle vorgezogen.
Die Anzahl der Kanban-Behälter bzw. die Kanbanmenge, die das System für den Regelkreis auf Grund des Kalenderpuffers berechnet hat, können Sie in der Transaktion Prüfen Vorschlag (PK08N) im Feld Anzahl Kanbans durch Kalenderpuffer bzw. Kanbanmenge durch Kalenderpuffer anzeigen.
Sie haben im Berechnungsprofil die Arbeitszeiten von Quelle und Verbraucher gepflegt.
Im folgenden Beispiel arbeitet der Verbraucher die ganze Woche. Die Quelle dagegen arbeitet am Freitag nicht. Das System muss aber mit Hilfe des Kalenderpuffers sicherstellen, dass der Verbraucher auch am Freitag mit ausreichend Material versorgt ist. Das System berechnet daher den Bedarf und die entsprechende Bedarfsschwankungsmenge für den Freitag und zieht die Bedarfsmenge auf den vorherigen Arbeitstag der Quelle vor. In diesem Beispiel ist dies der Donnerstag. Diese berechnete Menge 1 bildet den Kalenderpuffer.
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Im folgenden Beispiel arbeitet der Verbraucher jeden Tag morgens und abends zwei Stunden länger als die Quelle. Dies muss über den Kalenderpuffer ausgeglichen werden. Das System geht bei der Berechnung des Kalenderpuffers folgendermaßen vor:
Das System vergleicht die Arbeitszeiten von Verbraucher und Quelle innerhalb eines Tages. Es ermittelt die Zeit, die der Verbraucher morgens früher arbeitet (2 Stunden). Dann berechnet es den Anteil der gesamten Bedarfsmenge für diese 2 Stunden. Dieser Anteil der Bedarfsmenge besteht aus der eigentlichen Bedarfsmenge und der Menge aufgrund der Bedarfsschwankung für diesen Tag. Das System zieht dann diese Bedarfsmenge auf den vorherigen Arbeitstag der Quelle vor und bildet daraus den Kalenderpuffer.
Das System ermittelt die Arbeitszeit des Verbrauchers, während die Quelle arbeitet (8 Stunden). Dann berechnet es den Anteil der Bedarfsmenge für diese 8 Stunden. Dieser Anteil der gesamte Bedarfsmenge besteht aus der eigentlichen Bedarfsmenge und der Menge aufgrund der Bedarfsschwankung für diesen Tag.
Als nächstes wird die Zeit berechnet, die der Verbraucher länger arbeitet als die Quelle (hier im Beispiel 2 Stunden). Auch für diese Zeit bestimmt das System anteilig die benötigte Menge und die Bedarfsschwankung und verwendet diese Menge als Kalenderpuffer für den laufenden Tages.
