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  Findung des Transferpreises Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

Verwendung

Wenn Ihr Unternehmen sich für die Führung von Transferpreisen aus Sicht der Profitcenter entschieden hat, kann bei allen Warenbewegungen zwischen Profitcentern ein eigenständiger Managementansatz (Transferpreis) gefunden werden.

Dieser Transferpreis ist ein ausgehandelter Preis zwischen Profitcentern. Er kann z. B. am externen Marktpreis orientiert werden. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Festlegung des Transferpreises als Zuschlag auf die Herstellkosten aus Sicht der Konzern- oder legalen Bewertung. Diese Zuschläge können von unterschiedlichsten Faktoren, z. B. Sender- bzw. Empfänger-Profitcenter, Material, Werk, Datum abhängen.

In vielen Fällen wird es allerdings zu aufwendig sein, einen Transferpreis für jedes einzelne Material zu hinterlegen. Stattdessen können Sie im Customizing Materialien zu einem repräsentativen Material zusammenfassen und den Transferpreis nur für dieses Material definieren. Mit dieser Technik können Sie Ihre Transferpreise im Rahmen einer ABC-Analyse definieren, wobei A-Teile einen expliziten Marktpreis, Managementwert oder Zuschlag zugeordnet bekommen und alle C-Teile über pauschale Zuschläge auf Produktgruppenebene verrechnet werden.

Funktionsumfang

Die Transferpreise für die Profitcenter-Rechnung werden durch die aus der Vertriebsabwicklung (SD) stammende Preisfindung definiert und abgelegt.

Somit sind folgende Preisfindungsstrategien möglich:

Cost-plus Methode

Kosten plus Zu- bzw. Abschlag (mengenabhängig, prozentual oder fester Betrag)

Festwerte

Marktpreis bzw. Profitcenter-Preis im Material-Ledger

Empfängerabhängige Preise

Unterschiedliche Preise für unterschiedliche Partner-Profitcenter

Zeitbezogene Preise

Preise mit begrenzter Gültigkeit, z. B. für saisonale Preisschwankungen

Sie können die Preise von folgenden Faktoren abhängig machen:

Material

Materialart

Bewertungsart

Warengruppe

Werk

Sparte

Repräsentatives Material

ABC-Kennzeichen

Kostenrechnungskreis

dem sendenden Profitcenter

dem empfangenden Profitcenter

der Periode und dem Geschäftsjahr

PSP-Element (notwendig bei bewertetem Bestand)

Kundenauftrag bzw. Kundenauftragsposition (notwendig bei bewertetem Bestand)

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

Material 1 wird in zwei Werken hergestellt. Im Werk 1 gehört Material 1 dem Profitcenter 1. Im Werk 2 gehört Material 1 dem Profitcenter 2. Im Material-Ledger beträgt der Profitcenter-Bestandswert für Material 1 EUR 7.

Material 2 wird im Werk 2 hergestellt und gehört Profitcenter 3. Im Material-Ledger beträgt der Profitcenter-Bestandswert für Material 2 EUR 30.

Der Hersteller entscheidet sich für unterschiedliche Transferpreise je nach Profitcenter, Material und Werk.

Bei der Lieferung von Material 1 aus Werk 1 soll der Profitcenter-Bestandswert aus dem Material-Ledger ermittelt werden.

Profitcenter 1 (in Werk 1) liefert Material 1 an Profitcenter 4.

Profitcenter-Preis im Material-Ledger = EUR 7

Bei der Lieferung von Material 1 aus Werk 2 soll zusätzlich auf diesen Preis einen Zuschlag von 10% erhoben werden.

Profitcenter 2 (in Werk 2) liefert Material 1 an Profitcenter 4.

–Profitcenter-Preis im Material-Ledger * 10% = EUR 7,70

Bei der Lieferung von Material 2 soll ein Festpreis unabhängig von Profitcenter-Bestandswert im Material-Ledger ermittelt werden.

Profitcenter 3 liefert Material 2 an Profitcenter 4.

–Fester Preis = EUR 35

Siehe auch:

Die Konditionstechnik zur Transferpreisfindung

Beispiel des Ablaufs der Transferpreisfindung