Umsetzung von PVS-Strukturen in
MPL-Strukturen
Mit diesem Report können Sie gewöhnliche PVS-Strukturen in MPL-Strukturen umsetzen. Danach können Sie die neuen MPL-Objekttypen nutzen.

Führen Sie diesen Report erst nach Rücksprache mit SAP aus. Wir empfehlen die Überwachung des Umsetzungsprozesses durch SAP, damit Ihre PVS-Daten keinen Schaden nehmen.
Die Objekttypen (Knotentypen, Variantentypen, alternative Typen und Beziehungstypen) sind in zwei Gruppen gegliedert:
● Standardtypen, zu denen es einen zugehörigen MPL-Typ gibt
● Kundentypen, die direkt in MPL-Typen umgesetzt werden
Zunächst werden alle Objekte des PVS-Standardtyps in den entsprechenden MPL-Standardtyp umgesetzt. Anschließend werden alle Kundentypen festgelegt, so dass die Objekte in MPL-Objekttypen umgesetzt werden (Kennzeichen MPL_FLG in Steuerungstabelle CPNCMP).
Im nächsten Schritt wird das Kennzeichen MPL_FLG in der Steuerungstabelle CPNCMP für alle Kundentypen gesetzt. Das bedeutet, dass alle diese Objekte in MPL-Objekte umgesetzt werden.
Sowohl in der MPL-Struktur als auch in den PVS- und Stücklisten-Strukturen erfolgt eine Rekursionsprüfung für Materialien. Eine Gegenprüfung von Stückliste und MPL oder PVS und MPL findet nicht statt. Die MPL-Strukturen haben keinen Einfluss auf die Dispositionsstufen. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, MPL-Objekte in klassische Stücklisten umzusetzen.
Bei der Umsetzung ist Folgendes zu beachten:
...
● Der Report setzt Produktstrukturen um (Anwendungsobjekttyp CMP). Andere Objekttypen können nicht umgesetzt werden.
● Zuvor dürfen Sie kein MPL-Objekt im System angelegt haben. Andernfalls könnte es auf Grund möglicher Rekursionen in den Strukturen zu Inkonsistenzen kommen.
● Sie dürfen keine PVS-Objekte angelegt haben, die weder einen Standardtyp noch einen Kundentyp haben (vgl. obige Definition). Beispielsweise verhindern iPPE-Baukästen im System die Umsetzung. Wenn solche Objekte vorhanden sind und Sie diese in MPL-Objekte umsetzen möchten, müssen Sie nach Rücksprache mit der SAP-Entwicklung entsprechende MPL-Typen anlegen und den Report anpassen.
● Achten Sie darauf, dass während der Umsetzung niemand im System arbeitet. Während der Umsetzung sollten keine Objekte gesperrt sein, da dies zu Inkonsistenzen führen könnte.
● Sichern Sie vor der Umsetzung die Daten zumindest der betroffenen Tabellen PNODID, POSVID, PALTID, PRELID, CPNCMP, CPVSMDL, CPRTYPE, CGIPROFIL, CGIPVSMDL und USRGIPROFIL.
● Für die Umsetzung stehen folgende Optionen zur Verfügung:
○ Konvertierung nach Wahl
Mit dieser Option rufen Sie den Report PPE_CONV_PVS_MPL_00 auf. Sie haben folgende Umsetzungsmöglichkeiten:
■ nur Objekte und Objekttypen
■ Objekte, Objekttypen und kundeneigene Anzeigeprofile
■ Objekte, Objekttypen, kundeneigene Anzeigeprofile und Benutzerzuordnungen für Standardanzeigeprofile. Für Standardanzeigeprofile werden die entsprechenden MPL-Profile verwendet (Beispiel: PVS-Profil S_PDNALL wird in MPL-Profil S_PDNMPL umgesetzt).
○ Konvertierung Objekte und Customizing
Mit dieser Option rufen Sie den Report PPE_CONV_PVS_MPL_01 auf. Nur die Objekte und Objekttypen werden umgesetzt. Anzeigeprofil und Zuordnungen werden nicht konvertiert.
○ Konvertierung kundeneigene Anzeigeprofile
Mit dieser Option rufen Sie den Report PPE_CONV_PVS_MPL_02 auf. Nur kundeneigene Anzeigeprofile werden umgesetzt. Zuordnungen, Objekte und Objekttypen werden nicht konvertiert.
○ Konvertierung Userzuordnungen zu Anzeigeprofilen
Mit dieser Option rufen Sie den Report PPE_CONV_PVS_MPL_03 auf. Nur die Benutzerzuordnungen zu Standardanzeigeprofilen werden umgesetzt. Objekte, Objekttypen und Anzeigeprofile werden nicht konvertiert.
● In den einzelnen Reports können Sie folgende Einstellungen vornehmen:
○ Durch Setzen des Kennzeichens Standardtypen-Konvertierung können Sie festlegen, dass die Objekte mit Standardtypen umgesetzt werden.Diese Umsetzungsregeln sind im Report fest programmiert. Wenn Sie das Verhalten anpassen möchten, halten Sie zuvor Rücksprache mit SAP. Wenn Sie die Standardumsetzung ausschalten, darf im System kein Objekt mit Standardtyp vorhanden sein.
○ Unter Spezifikation Typen-Konvertierung werden verschiedene Selektionsoptionen für die Kundentypen angeboten. Bei Kundentypen wird lediglich das Customizing der entsprechenden Objekttypen umgesetzt, nicht jedoch die zugehörigen Objekte. Das bedeutet, dass die angegebene Objekttypen anschließend keine PVS-Typen mehr sind, sondern MPL-Typen.
○ Durch Setzen des Kennzeichens Produktivmodus können Sie festlegen, dass der Report im Produktivmodus ausgeführt wird. Alle Benutzer können den Testmodus verwenden, aber für das Ausführen des Reports im Produktivmodus ist die spezielle Berechtigung C_PPE_MPL erforderlich. Darüber hinaus wird im Produktivmodus ein Eintrag in das Systemprotokoll geschrieben, um den Start des Reports festzuhalten.
○ Durch Setzen des Kennzeichens umfassendes Protokoll können Sie festlegen, dass ein vollständiges Protokoll des Prozesses aufgezeichnet wird. In diesem Fall wird jede einzelne Umsetzung als Informationsmeldung festgehalten. Andernfalls werden Meldungen nur beim Auftreten eines Fehlers angezeigt.
○ Unter Technische Einstellungen können Sie die Parameter für die Datenblockgröße und Blöcke pro Commit festlegen.
○ Wenn die Umsetzung im Produktivmodus abgebrochen wird, müssen Sie gewährleisten, dass niemand Änderungen an den PVS-Daten vornehmen kann. Entfernen Sie alle Benutzer aus dem System und stellen Sie sicher, dass keine PVS-Daten gesperrt sind. Starten Sie umgehend den Report neu und verwenden Sie dazu exakt die gleiche Konfiguration. Auf diese Weise kann eine unterbrochene Umsetzung fortgesetzt werden. Dabei ist jedoch sicherzustellen, dass an den PVS-Daten keine Änderungen vorgenommen werden können.