Datenannahmestelle 
Zentrale Einrichtung, über die Krankenhaus und Krankenkasse ihren Datenaustausch abwickeln.
Bei einer Nutzer-Datenannahmestelle übermittelt bzw. erhält das IS-H-System alle auf eine bestimmte Krankenkasse bezogenen Daten in einer Nutzendatei an die zentrale Datenannahmestelle dieser Krankenkasse. Die Nutzer-Datenannahmestelle ist logischer und physischer Empfänger der Daten und besitzt die Entschlüsselungsbefugnis.
Die Nutzer-Datenannahmestelle ist für die Weiterleitung an die zuständige Filialen der Krankenkasse zuständig. In der folgenden Grafik ist das Prinzip der Nutzer-Datenannahmestelle veranschaulicht:

Bei der Übermittlung der Daten zwischen Krankenhaus und Krankenkasse und umgekehrt über einen (Netz-)Dienstleister spricht man von einer Dienstleister-Datenannahmestelle. Diese ist physischer Empfänger bzw. Absender der Daten ohne Entschlüsselungsbefugnis. Der Dienstleister transportiert die Daten lediglich und greift dazu auf die Angaben in der Auftragsdatei zurück.
Logischer Empfänger ist auch hier die zentrale, krankenkasseneigene Datenannahmestelle. Nur diese besitzt die Entschlüsselungsbefugnis für die Nutzdaten. In der folgenden Grafik ist das Prinzip dieser Dienstleister-Datenannahmestelle dargestellt.

Die Unterscheidung, ob der physische Empfänger/Absender der Daten eine Dienstleister-Datenannahmestelle oder eine Nutzer-Datenannahmestelle ist, hinterlegen Sie im Customizing des IS-H. Beim Kostenträger selbst geben Sie nur den logischen Empfänger/Absender an.
Das IS-H-System faßt die Nachrichten pro logischem Empfänger zu Dateien zusammen und verschickt sie an den physischen Empfänger. Im IS-H-System ist bei jeder nachgelagerten Annahmestelle der zugehörige Dienstleister, d.h. der physische Empfänger hinterlegt.
Einführungsleitfaden Krankenhaus unter .
SAP-Hinweis 0144711