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HintergrundSPC-Karten pflegen

 

Mit dieser Aktivität können Sie Regelkarten für die Analyse der statistischen Prozesssteuerung definieren. Diese Regelkarten werden verwendet, um die Fertigungsprozesse zu überwachen und die Prozessbereiche zu ermitteln, die verbessert werden können. Die Regelkarten können beliebige variable Daten enthalten. Weitere Informationen finden Sie unter Statistische Prozesssteuerung (SPC).

Felder

In der folgenden Tabelle sind die Felder aufgeführt, die einer Erläuterung bedürfen:

Registerkarte Allgemein

Feld

Beschreibung

Chart-Typ

Typ der Regelkarte, die Sie hinzufügen oder bearbeiten. Alle Arten von Regelkarten für variable Daten.

Einzeldaten: zeigt jeden erfassten, separat gemessenen Datenwert des Materialmerkmals an

Einzeldaten und MR: zeigt jeden erfassten Wert und die gleitende Spannweite für jeden erfassten Wert in zwei Charts an. Zeigt jeden erfassten Wert separat in einem Chart an. Zeigt die gleitende Spannweite für jeden erfassten Wert in einem Chart an.

Mittelwert: berechnet und zeigt den Mittelwert der einzelnen Untergruppen an. Dieser Chart-Typ wird verwendet, wenn gelegentlichen Ausreißern eine geringe Gewichtung zukommen soll. Der Mittelwert-Chart sollte nur bei kleinen Untergruppengrößen verwendet werden, denn die Effizienz des Mittelwerts bei der Schätzung des allgemeinen Mittelwerts nimmt mit zunehmender Untergruppengröße ab.

Gleitender Durchschnitt: berechnet die gleitenden Durchschnittswerte der einzelnen Untergruppen und zeigt diese an

Gleitende Spannweite: berechnet die gleitende Spannweite der einzelnen Untergruppen und zeigt diese an

Prozessfähigkeit: zeigt eine normale Kurve an, die in ein Histogramm mit Daten eingeblendet wird, sowie berechnete Werte in Zusammenhang mit der Prozessfähigkeit

Achtung Achtung

Für einen Chart vom Typ Prozessfähigkeit müssen Sie in den Feldern Obere Spez.-Grenze, Ziel und Untere Spez.-Grenze Daten eingeben.

Ende der Warnung.

X-Balken & R: zeigt die Mittelwerte und Spannweiten der einzelnen Untergruppen an. Der X-Balken-Chart berechnet den Mittelwert jeder Teilgruppe und zeigt diesen an. Der R-Chart berechnet die Spannweite jeder Teilgruppe und zeigt diese an.

X-Balken & S: berechnet die Mittelwerte und Standardabweichungen der einzelnen Untergruppen und zeigt sie an. Der X-Balken-Chart berechnet den Mittelwert jeder Teilgruppe und zeigt diesen an. Der S-Chart berechnet die Standardabweichungen jeder Untergruppe und zeigt diese an.

Wenn Sie Charts vom Typ X-Balken & R und X-Balken & S auswählen, aktiviert das System alle Felder auf der Registerkarte Sekundärer Chart.

Sie können die folgenden Kurzlauf-Chart-Typen verwenden, indem Sie den entsprechenden regulären Chart auswählen und dann das Ankreuzfeld Kurzer Lauf markieren. Bei Kurzlauf-Charts ist der berechnete Wert der erfasste Wert abzüglich des Zielwertes für das Material.

Kurzlauf + Einzeldaten: zeigt jeden einzelnen berechneten Wert für mehrere Materialien in einem Chart an.

Kurzlauf + Einzeldaten & MR: zeigt jeden berechneten Wert und die gleitende Spannweite für jeden berechneten Wert in zwei Charts an. Zeigt jeden einzelnen berechneten Wert für mehre Materialien in einem Chart an. Zeigt die gleitende Spannweite für die berechneten Werte für mehrere Materialien ein einem Chart an.

Kurzlauf + gleitende Spannweite: berechnet die gleitende Spannweite für jede Untergruppe für mehrere Materialien und zeigt sie ein einem Chart an.

Kurzlauf + X-Balken & R: zeigt die Mittelwerte und Spannweiten der einzelnen Untergruppen in zwei Charts an. Der X-Balken-Chart berechnet den Mittelwert der einzelnen Untergruppen für mehrere Materialien und zeigt diese in einem Chart an. Der R-Chart berechnet die Spannweite der einzelnen Untergruppen für mehrere Materialien und zeigt diese in einem Chart an.

Untergruppengröße

Die Anzahl Datenpunkte, die pro Zeichnungspunkt für diese Regelkarte zu erfassen ist. Für Charts des Typs Einzeldaten ist dieses Feld auf 1 festgelegt. Bei Charts des Typs Mittelwert muss die eingegebene Zahl zwischen 2 und 25 liegen. Für alle anderen Charts muss die Zahl zwischen 2 und 30 liegen.

Max. Zeichnungspunkte

Die maximale Anzahl Zeichnungspunkte, die auf dieser Regelkarte angezeigt werden. Eine Zahl zwischen 2 und 100 wird empfohlen.

Max. Datenalter (Tage)

Das maximale Alter (in Tagen) der Datenpunkte, die in der Analyse und der Chart-Anzeige zu verwenden sind.

Beachten Sie, dass dieses Feld und das Feld Max. Zeichnungspunkte zusammenhängen.

Spezielle Anzeigevorlage

Der vollständige Pfad zur Anzeigevorlage in SAP MII Workbench, die für diese Regelkarte verwendet werden soll (siehe Anzeigevorlage).

Beispiel Beispiel

Visiprise/SPC/ChartTemplate1

Ende des Beispiels.

Wird hier nichts eingetragen, verwendet SAP ME die vordefinierte Anzeigevorlage für diese Regelkarte.

Alarme propagieren

Wenn diese Option ausgewählt ist, ermöglicht das System die Erzeugung einer Alarmmeldung, wenn Bedingungen für eine verknüpfte SFC-Trendregel erfüllt werden (siehe Schweregrad von SPC-Alarmen pflegen).

Kurzer Lauf

Wenn diese Option ausgewählt ist, ist der angelegte Chart ein Kurzlauf, der Typ entspricht der Auswahl im Feld Chart-Typ.

Folgende Chart-Typen werden unterstützt:

  • Einzeldaten

  • Einzeldaten und gleitende Spannweite

  • Gleitende Spannweite

  • X-Balken und R

Registerkarte Chart-Namen

Feld

Beschreibung

X-Strich-Name

legt fest, wie die einzelnen Teilgruppengruppen entlang der X-Achse beschriftet werden

Sequentiell (1 bis N): zeigt eine Nummer an, wobei mit 1 begonnen und für jede Teilgruppe eine inkrementelle Erhöhung um 1 vorgenommen wird

Zeit: zeigt an, um welche Uhrzeit die Daten eingegeben wurden

Datum: zeigt an, an welchem Datum die Daten eingegeben wurden

Datum/Uhrzeit: zeigt an, an welchem Datum und um welche Uhrzeit die Daten eingegeben wurden

PSN: zeigt die PSN an, zu der die Daten erfasst wurden

X-Achsen-Name

die Beschriftung, die entlang der X-Achse der Regelkarte angezeigt wird

Skala

bestimmt, ob die Y-Achsen-Skala der Karte linear oder logarithmisch ist (Zehnerpotenzenbasis)

Registerkarten Primärer Chart im Detail und Sekundärer Chart im Detail

Feld

Beschreibung

Regelgrenzen-Optionen

Kein: Es werden keine Regelgrenzen gesetzt.

Fixiert: Regelgrenzen werden nach Angaben des Benutzers fixiert.

Berechnet: Regelgrenzen werden aus den Prozessdaten und dem Sigma-Koeffizienten berechnet.

Beachten Sie, dass die obere und untere Regelgrenze die Schwellenwerte markieren, ab denen der Prozess-Output als statistisch außer Kontrolle gewertet wird.

Obere Regelgrenze

Maximalwert, oberhalb dessen der Prozess als statistisch außer Kontrolle gewertet wird. Diese Grenze wird oft drei Standardabweichungen oberhalb der Mittellinie gezogen.

Mittellinie

der Mittelwert der Werte im Chart

Untere Regelgrenze

Minimalwert, unterhalb dessen der Prozess als statistisch außer Kontrolle gewertet wird. Diese Grenze wird oft drei Standardabweichungen unterhalb der Mittellinie gezogen.

Sigma-Koeffizient

die Anzahl der Einheiten für Sigma oder Standardabweichung, die für die Berechnung der oberen und unteren Regelgrenzen verwendet werden

Obere Spezifikationsgrenze

Maximalwert, oberhalb dessen der eingezeichnete Wert als außerhalb der Spezifikation gewertet wird

Ziel

der spezifizierte (nominale) Wert für die eingezeichneten Merkmale

Untere Spezifikationsgrenze

Minimalwert, unterhalb dessen der eingezeichnete Wert als außerhalb der Spezifikation gewertet wird

Trend-Regeln

Der Identifikator der Regelgruppe, anhand derer bestimmt wird, ob sich ein Fertigungsprozess im Zustand der statistischen Kontrolle befindet. Diese Regeln kommen während der SPC-Analyse zur Anwendung (siehe Schweregrad von SPC-Alarmen pflegen).