Profiling
Profiling ist ein Diagnosewerkzeug im Queue-Monitor
, das Zeitpunktmerkmale erfasst, die in die Verarbeitung einer SAPMEINT-Meldung eingebunden sind und und die Zeitpunktsätze in der Datenbanktabelle SAPMEINT_PROFILE
speichert. Diese Daten liefern Informationen zur Gesamtverarbeitungszeit, Schrittzeiten und Zeitpunkttrends (siehe Queue-Monitor).
Sobald Sie ein Performance-Problem in der SAP-ME-ERP-Integration feststellen, können Sie mit dieser Funktion feststellen, worin das Problem besteht.
Achtung
Profiling beeinträchtigt die System-Performance. Deshalb sollten Sie diese Funktion nur dann aktivieren, wenn Sie ein solches Problem analysieren müssen.
Sie haben in SAP MII auf dem Bild Globale Konfiguration
unter die Eigenschaft SAPMEINT_IS_PROFILING_ENABLED
auf TRUE
oder eine bestimmte Schritt-ID gesetzt (siehe SAPMEINT-Verarbeitungsschritte und Schritt-IDs und Globale Konfiguration).
Sie haben in SAP MII auf dem Bild Planungseditor
unter den Auftrag QueueMessageCleaner
beendet.
Hinweis
Um Platz auf der Datenbank zu sparen, sollten Sie den Cleaner auf seinen ursprünglich Status zurücksetzen, nachdem Sie das Profiling beendet haben.
Nach dem Löschen einer Meldung ist diese für das Profiling nicht mehr verfügbar.
Ihr System überträgt pro Tag 1000 Stücklisten mit 10000 Komponenten von SAP ERP nach SAP ME.
Sie stellen fest, dass in der Woche des 16. August die Übertragungen zu langsam verarbeitet werden. Deaktivieren Sie den Cleaning-Dispatcher, aktivieren Sie das Profiling und warten Sie, bis genug Stichproben von Meldungen verarbeitet wurden. Diese Zeitdauer hängt von der Übertragungsrate in Ihrem System ab. In diesem Fall sind weniger als zwei Stunden ausreichend.
Indem Sie im Queue-Monitor
nach Dokumenttyp
BOMMAT03
und nach der Woche des 16. August filtern, können Sie die Profiling-Trends
anzeigen und so feststellen, an welcher Stelle die Performance-Verschlechterung auftritt. Sie können entscheiden, ob Sie die Profiling-Trends für die gesamte Verarbeitung, die Workflow-Verarbeitung oder für einen bestimmten Schritt innerhalb des Workflows anzeigen möchten.
Sie können sich außerdem für jede ausgewählte BOMMAT03
-Zeile im Queue-Monitor
anzeigen lassen, wie lange (in Millisekunden) jeder einzelne Schritt im Workflow gedauert hat. Das System gibt diese Zahlen in Kreisdiagrammen aus.
Außerdem können Sie in SAP MII auf dem Bild Workflow-Konfiguration
unter ermitteln, in welcher Transaktion oder XSLT die Zeit verbraucht wird. Mit Hilfe der Angabe der Millisekunden, die für diesen Schritt verbraucht werden, können Sie ermitteln, ob ein Netzwerk-, ERP- oder Code-Problem vorliegt.
Technologieberater können anschließend daran arbeiten, die System- oder Verarbeitungszeit innerhalb der Transaktion oder XSLT zu verbessern.