Bedingungseditor
Der weitere Ablauf eines Workflow hängt an verschiedenen Stellen von einer Bedingung ab. Die Auswertung der Bedingung liefert immer entweder das Ergebnis wahr oder das Ergebnis falsch zurück. Eine Bedingung formulieren Sie mit dem Bedingungseditor.
Verwendung einer Bedingung |
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Schritttypen Bedingung, Mehrfachbedingung (nur Switch) |
Das Ergebnis der Auswertung entscheidet darüber, welchen der modellierten Zweigen der Workflow durchläuft. |
Schritttyp Schleife (UNTIL) |
Das Ergebnis der Auswertung entscheidet darüber, ob die Schleife wiederholt durchlaufen wird oder nicht. |
Schritttyp Paralleler Abschnitt |
Das Ergebnis der Auswertung entscheidet darüber, ob die parallele Verarbeitung beendet wird, auch wenn die Anzahl der notwendigen Zweige noch nicht erreicht ist. |
Schritttypen Aktivität, Formular, Dokument aus Vorlage, Warteschritt, Web-Aktivität und Benutzerentscheidung auf der Registerkarte Bedingungen |
Das Ergebnis der Auswertung entscheidet darüber, ob das Workitem erzeugt wird oder ob das Workitem beendet wird. Zusätzlich können Sie eine Bedingung eingeben, um das Ergebnis der Ausführung zu prüfen. |
Grunddaten eines Workflow |
Zu einem auslösenden Ereignis kann eine Startbedingung definiert werden. Nur wenn diese erfüllt ist, wird der Workflow gestartet. |
Sie können mit dem Bedingungseditor in zwei Modi
arbeiten, die sich nur in der Darstellung und der Art, wie Sie Ausdrücke und
Operatoren auswählen, unterscheiden. Um zwischen diesen Modi zu wechseln,
wählen Sie
. Es gibt folgende Modi
für die Darstellung:
Die Ausdrücke und Operatoren, aus denen Sie die Bedingung aufbauen, können Sie über die F4-Eingabehilfe auswählen.
Das Bild des Bedingungseditors ist in die nachfolgend beschriebenen Bereiche aufgeteilt.


Der mausorientierte Modus ist nur auf 32bit-Plattformen ablauffähig.
Hier wird die aktuelle Bedingung angezeigt und kann bearbeitet werden. Jede Bedingung hat die allgemeine Form:
[<Not>] <Ausdruck> <Operator> <Ausdruck> [<And/Or>
<Not> <Ausdruck> <Operator> <Ausdruck> …]
Hier finden Sie folgende Eingabemöglichkeiten für Ausdrücke.
· Systemfelder
· Containerelemente des Workflow-Containers
Sie können auch auf die Felder einer Struktur bzw. auf die Attribute eines Objektes zugreifen, auf das ein Containerelement Bezug nimmt.
Hier werden die zur Verfügung stehenden Operatoren angezeigt. Wenn Sie gewählt werden, werden Sie in der aktuellen Zeile der Bedingung eingefügt und ersetzen einen bereits dort stehenden Operator.
Operator |
Bedeutung |
Bemerkungen |
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gleich |
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ungleich |
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kleiner als |
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kleiner oder gleich |
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größer als |
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größer oder gleich |
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passt zum Muster |
c1 passt zum Muster c2 Im Muster c2 können gewöhnliche Zeichen und Maskenzeichen eingetragen sein. Hierbei maskiert "*" eine beliebige Zeichenfolge und "+" ein beliebiges Zeichen. |
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passt nicht zum Muster |
c1 passt nicht zu c2 "c1 NP c2" ist äquivalent zu "NOT (c1 CP c2)" |
CE |
Tabelle enthält Element |
c1 enthält c2 Das mehrzeilige Element (der mehrzeilige Ausdruck) c1 enthält c2. |
NE |
Tabelle enthält Element nicht |
c1 enthält nicht c2 Das mehrzeilige Element (der mehrzeilige Ausdruck) c1 enthält c2 nicht. |
EX |
Objekt/Element existiert |
Element ist im Container vorhanden bzw. referenziertes Element existiert - Ausdruck2 wird nicht benötigt |
NX |
Objekt/Element existiert nicht |
Element ist nicht im Container vorhanden bzw. referenziertes Element existiert nicht - Ausdruck2 wird nicht benötigt |
Operator |
Bedeutung |
Bemerkungen |
AND |
Und |
|
OR |
Oder |
|
NOT |
Nicht |
Die gesamte Bedingungszeile wird verneint ausgewertet. |
NOT bindet stärker als AND, AND wiederum stärker als OR.

Eine Bedingung der Form A OR B AND C OR D ist äquivalent zu A OR (B AND C) OR D
Für Ausdruck2 können Sie in diesem Eingabefeld eine Konstante eingeben. Das Format der eingegebenen Konstante richtet sich nach Ausdruck1.
Sie können die Bedingung durch die Verwendung von Klammern strukturieren und die Anzeige von Klammerinhalten selektiv aktivieren.
Die nachfolgende Beschreibung entspricht der Bedienung im mausorientierten Modus.
Durch
wird der Ausdruck markiert, den Sie
eingeben oder ändern können. Um eine Bedingung anzulegen oder zu bearbeiten,
markieren Sie zunächst das entsprechende Ausdrucksfeld in der Bedingung durch
Doppelklick und definieren anschließend den Inhalt.
In der Regel bezieht sich wenigstens einer der beiden Ausdrücke auf ein Containerelement des Workflow-Containers.
Wenn Sie einen Operator oder einen logischen Operator auswählen, wird er automatisch in die Zeile übernommen, in der sich die Markierung befindet. Wenn Sie eine Bedingungszeile löschen, so werden die logischen Operatoren AND und OR der vorausgehenden Zeile ebenfalls gelöscht. Wenn Sie einen bereits in einer Zeile existierenden Operator NOT nochmals auswählen, so wird er gelöscht.
Um eine Klammer in eine
bestehende Bedingung einzufügen, markieren Sie die einzuklammernden
Bedingungszeilen, und wählen Sie
(¼).
Sie können den Kommentar zur Klammer verändern. Beachten Sie, dass dieser Text nicht übersetzt wird.
Sie können den Inhalt aller oder einzelner Klammern anzeigen oder verbergen. Die Position des Cursors hat folgende Auswirkungen:
· im Eingabefeld außerhalb aller Klammern: alle Klammern werden beeinflusst
· innerhalb einer Klammer bzw. auf einer Zeile mit Klammer: ein Klammerpaar wird beeinflusst
Um den Klammerinhalt zu verbergen, wählen Sie
(¼),
um ihn anzuzeigen
(¼).
Um die Bedingung auf Syntaxfehler zu prüfen, wählen Sie
.
Sie können Ihre Bedingung bereits zur Definitionszeit testen.
Die erforderlichen Testdaten erzeugen Sie wie folgt:
· Verwenden Sie echte Daten aus einem Workitem-Container. Wählen Sie dazu Testdaten von einem Workitem holen.
·
Geben Sie die Werte unmittelbar ein.
Wählen Sie dazu
.
Wählen Sie
.
Nach dem Test können Sie über Testanalyse nachvollziehen, wie das Testergebnis zustande gekommen ist und über Testmeldungen anzeigen die Meldungen des Tests nochmals anzeigen lassen.