Transaktions- und Screenvarianten:
Besonderheiten
Wenn mittels einer
Transaktionsvariante ein Dynpro einer Transaktion ausgeblendet werden soll,
wird -damit die Transaktion mit einem Folgedynpro fortgesetzt wird- der
Funktionscode in der Variante abgespeichert. Insbesondere wenn man das
Dialogfenster zur Erfassung der Werte mit der Funktion Beenden
und Sichern abbricht, kann hier leicht ein Funktionscode
abgespeichert werden, mit dem das ausgeblendete Dynpro nicht verlassen wird.
Beim Abspielen der Variante erhalten Sie den Abbruch
MS 419: Fehler in der Variante: das Dynpro XXX nn wurde mehr als 100 mal
prozessiert.
Der Funktionscode wird in einer Transaktionsvariante nur dann abgespeichert, wenn ein Dynpro mittels einer Variante ausgeblendet werden soll. In allen anderen Fällen wird der Funktionscode nicht gesichert, d.h. die Bildfolgesteuerung wird nicht aufgezeichnet. (siehe auch: Für welche Felder können welche Eigenschaften übernommen werden?) Gesichert werden nur die Feldwerte und -einstellungen für die einzelnen Dynpros. Dies bedeutet, dass es möglich ist, eine Transaktionsvariante für verschiedene Transaktionsabläufe zu verwenden. Wird ein in der Variante enthaltenes Dynpro prozessiert, so werden die Werte aus der Variante eingemischt. Für Dynpros, die in der Variante enthalten sind, aber zur Laufzeit nicht prozessiert werden, werden von der Variante keine Werte gesetzt. Dies führt nicht zu Fehlern.
Zu beachten ist, dass jedes Dynpro nur einmal in der Variante abgespeichert werden kann. (siehe auch: Welche Bilder werden in die Variante übernommen?) Dies bedeutet, dass folgender Transaktionsablauf nicht über eine Transaktionsvariante abgebildet werden kann: Der Anwender möchte nacheinander verschiedene Menüeinträge wählen. Dabei verzweigt er einmal von Dynpro A auf Dynpro B, von dort auf Dynpro C. Wählt er einen anderen Menüeintrag, verzweigt er von Dynpro A auf Dynpro B, dann auf Dynpro D. Er möchte für Dynpro B unterschiedliche Werte erfassen. Grundsätzlich werden zur Erfassungszeit die zuletzt eingegebenen Werte für Dynpro B gespeichert und überschreiben somit die zuvor eingegebenen Werte.
Tabstrip Controls bestehen aus Drucktasten (den Reitern) und mehreren Subscreens, zu jedem Reiter gehört ein Subscreen. Die Reiter gehören zum Hauptscreen und werden daher in der Feldliste des Dialogfensters für den Hauptscreen angezeigt. Die Felder der Subscreens werden in weiteren Dialogfenstern angezeigt.
Je nachdem, wie ein Tabstrip Control intern realisiert ist,
● wird nur für den Subscreen, der zum gerade aktiven Reiter gehört, ein Dialogfenster gesendet, oder
● werden für sämtliche zum Tabstrip Control gehörige Subscreens Dialogfenster gesendet.
Wird ein ausgeblendeter Reiter in der Anwendungstransaktion auf aktiv gesetzt, so werden u.U. für die verbliebenen Reiter Subscreens gesetzt, die zu ganz anderen Reitern gehören; wurden Subscreens ausgeblendet, so erhält man u.U. ein leeres Bild.
Weitere Informationen finden Sie unter Für welche Felder werden welche Eigenschaften übernommen?.
Für numerische Felder (z.B.) können keine Werte übernommen werden, da die Aufbereitung dieser Felder (Dezimaldarstellung) benutzerspezifisch ist und aus technischen Gründen die benutzerspezifische Einstellung beim Abspielen der Variante nicht eingemischt werden kann. Für Datumsfelder ist die Wertübernahme möglich. Die benutzerspezifische Einstellung gilt beim Abspielen der Variante.
Falls ein Feld erst zur Laufzeit der Transaktion zum Ausgabefeld wird, sind alle Schalter auf dem Dialogfenster eingabebereit, aber nur der Schalter Unsichtbar wird beim Abspielen der Variante berücksichtigt.
Grundsätzlich wirkt die Dynprokomprimierung, wenn Bildschirmelemente über eine Variante ausgeblendet werden. Die Dynprokomprimierung kann aber bei bestimmten Anwendungstransaktionen (z.B. FB01) absichtlich ausgeschaltet sein. In diesem Fall gilt sie auch für die Variante nicht.
Es gibt verschiedene Methoden zur Vereinfachung der Oberflächengestaltung im SAP-System (applikationsspezifische Feldauswahlsteuerung, SPA/GPA-Parameter, Screen- und Transaktionsvarianten, GuiXT). Zu Einzelheiten siehe Oberflächengestaltung im SAP-System.
Wenn mehrere der genannten Methoden kombiniert werden, so gelten folgende Regeln:
● Ausblenden von Screen-Elementen
Ein Screen-Element, das durch eine Funktion ausgeblendet wurde, bleibt stets ausgeblendet. Diese Regel gilt auch dann, wenn dieses Element mit einer anderen Funktion z.B. auf nicht eingabebereit gesetzt wird.
● Vorschlagswerte
· SPA-/GPA-Parameter und Screen-/Transaktionsvarianten
Vorschlagswerte von SPA-/GPA-Parametern können in einigen Fällen von Werten aus Screen-/Transaktionsvarianten übersteuert sein.
Ein Vorschlagswert aus einer Screen-/Transaktionsvariante hat Priorität, wenn mit der Variante ein Feld auf nicht eingabebereit oder unsichtbar gesetzt wird oder wenn mit SET-Parameter ein initialer Vorschlagswert gesetzt wird (z.B. SPACE). Umgekehrt haben bei eingabebereiten Feldern Vorschlagswerte von SET-Parametern Priorität, da die Variante nicht unterscheiden kann, ob es sich um eine Benutzereingabe oder einen über SET-Parameter gesetzten Wert handelt.
· GuiXT in Kombination mit anderen Funktionen:
Werte von GuiXT werden nur dann gesetzt, wenn das betreffende Feld einen initialen Wert hat. Das gilt gleichermaßen, wenn dieser Wert durch die Transaktion, SPA/GPA oder eine Variante gesetzt wurde.
● Ausgeblendete Bilder
Ausgeblendete Bilder (mit Hilfe von Transaktionsvarianten oder Bildfolgesteuerung) bleiben stets ausgeblendet.
● Bis Release 4.5B
Bis einschließlich Release 4.5B gibt es keinen automatischen Transportanschluss und keinen Namensraum für Transaktionsvarianten. Transaktionsvarianten wurden in der Regel nicht ausgeliefert.
● Ab Release 4,6A
Ab Release 4.6A existieren ein Namensraum und ein automatischer Transportanschluss für mandantenunabhängige Transaktionsvarianten und Screenvarianten. Dies bedeutet, dass kundeneigene mandantenunabhängige Transaktionsvarianten sowie Screenvarianten nicht durch von SAP ausgelieferte Varianten überschrieben werden.
In der Regel sind die Transaktionsvarianten fehlertolerant gegenüber Dynproänderungen. In bestimmten Fällen kann es aber notwendig sein, die Screen- bzw. Transaktionsvariante anzupassen.
● Zusätzliche oder gelöschte Dynproelemente
Enthält das Dynpro zusätzliche Dynproelemente, die nicht in der Screen-/Transaktionsvariante erfasst wurden, so bleiben diese von der Variante unberücksichtigt. Das gleiche gilt für gelöschte Dynproelemente, für die die Variante Einstellungen enthält. In diesem Fall werden die Einstellungen nicht gesetzt. Dies führt nicht zu Fehlern.
Ausnahme: Falls mittels der Variante die Spaltenreihenfolge für ein Table Control gesichert wurde und nachträglich Spalten hinzugefügt werden, muss die Variante angepasst werden.
● Umbenannte Dynproelemente, geänderter Typ und/oder Länge von Dynproelementen
Wurden Dynproelemente, die in der Variante erfasst wurden, umbenannt oder haben sich ihre technischen Eigenschaften (Typ, Länge) geändert, so kann dies zur Laufzeit zu Fehlern führen. In diesem Fall muss die Variante angepasst werden.
● Gelöschte Dynpros
Enthält die Variante Dynpros, die gelöscht wurden, so werden diese Dynpros von der Variante ignoriert. Dies führt nicht zu Fehlern.
Ist für eine Anwendungstransaktion eine Standardvariante aktiv und soll diese Transaktion im Batch Input abgespielt werden, so werden die Werte der Standardvariante nicht eingespielt.
Sie können für eine Variantentransaktion eine Batch Input-Mappe erzeugen und abspielen.