Installation von einem Preconfigured System (PCS) 
SAP bietet für bestimmte Branchen sogenannte Preconfigured Systems (PCS - oder SAP Best Practices) an. Diese Systeme enthalten das jeweilige Branchenwissen für typische Strukturen in einer bestimmten Branche und die entsprechenden Standardwerte für diese Strukturen im SAP-System.
Ein PCS besteht aus den folgenden Teilen:
einer branchenspezifischen Lösung
einem branchenspezifischen SAP-Mandanten
branchenspezifischen Customizing-Daten
Ein PCS enthält zusätzlich Testdaten und branchenspezifische Dokumentation. Mit diesen Testdaten können Sie Beispiele für die verschiedenen Prozesse und Szenarien durchspielen. Die Dokumentation unterstützt Sie dabei mit ausführlichen Prozessmodellen. Weitere Informationen über Preconfigured Systems finden Sie auf dem SAP Service Marketplace unter http://service.sap.com/bestpractices.
Hinweis
Sie sollten ein PCS nur als Basis für die Konfiguration einer Systeminstallation verwenden.
Spielen Sie das PCS zuerst nur in Ihr Testsystem ein, damit Sie überprüfen können, ob die Einstellungen Ihren Anforderungen entsprechen.
Sie haben die entsprechenden Packages in Ihr System geladen.
Sie haben noch kein PCS oder ein kompatibles PCS installiert.
Hinweis
Preconfigured Systems sind in der Regel nicht miteinander kompatibel. Sie können nicht zusammen installiert werden. Um zusammengehörige PCS dennoch zusammen installieren zu können, fasst SAP diese in Gruppen zusammen, die Kompatibilität gewährleisten. Wenn ein PCS einer anderen Gruppe als ein bereits installiertes PCS oder gar keiner Gruppe zugeordnet ist, dann können Sie es nicht zusätzlich installieren.
Sie haben sich in einem Mandanten ungleich 000 und ungleich 066 am SAP-System angemeldet. Diese Mandanten sind immer gegen den Import eines PCS geschützt. Im Mandanten 000 können Sie mit dem Add-On Installation Tool Add-Ons installieren.
Hinweis
Ein PCS wird immer in dem Mandanten installiert, in dem Sie das Add-On Installation Tool gestartet haben.
Der Mandant, in dem Sie das PCS installieren möchten, ist nicht gegen Importe geschützt. Im Zweifelsfall können Sie die Einstellungen für den Mandanten in der Transaktion SCC4 überprüfen und ändern.
Ihr System wird nicht produktiv genutzt, d.h. es gibt keinen Mandanten, der als produktiv gekennzeichnet ist (siehe Transaktion SCC4).
Wenn Sie sich in einem geschützten Mandanten anmelden, können Sie nur die Anzeigefunktionen des Add-On Installation Tool nutzen.
Hinweis
Beachten Sie, dass Sie die Pakete nur zu systemlastschwachen Zeiten einspielen sollten, da während des Einspielens keine Benutzer am System angemeldet sein sollten und keine Hintergrundjobs laufen sollten. Anderenfalls kann es zu Problemen (z.B. Transaktionsabbrüche, Synchronisationsprobleme) kommen.
Rufen Sie das Add-On Installation Tool (Transaktionscode SAINT) auf. Sie gelangen auf das Einstiegsbild, auf dem die bereits installierten Preconfigured Systems und Add-Ons aufgelistet werden.
Wählen Sie Start, um den Installationsprozess zu starten. Das folgende Bild zeigt die installierbaren PCS Packages.
Um im EPS-Verzeichnis des aktuellen Systems nach weiteren Installationspaketen zu suchen, wählen Sie Laden. Wenn neue Pakete gefunden werden, so werden anschließend auch diese angezeigt.
Siehe auch: Laden von Installation Packages.
Um die Installation für ein PCS zusammenzustellen, markieren Sie das entsprechende PCS in der Liste der installierbaren Pakete, und wählen Sie Weiter.
Dies kann zu verschiedenen Resultaten führen:
Das PCS darf in diesem System nicht installiert werden, da nicht alle Einspielbedingungen erfüllt sind. In diesem Fall wird die nichterfüllte Bedingung genannt.
Für die Installation sind weitere Packages notwendig. Die fehlenden Packages werden genannt. Die Installation wird nicht gestartet.
Spielen Sie diese Pakete mit dem Support Package Manager (Transaktionscode SPAM) ein.
Sind alle Einspielbedingungen erfüllt, so wird die entsprechende Installationsqueue angezeigt (diese besteht bei einer PCS-Installation lediglich aus dem PCS-Installationspaket). Der Installationsprozess kann gestartet werden.
Um die Installation zu starten, wählen Sie Weiter.
Nach dem Starten der Installation durchläuft das Programm eine festgelegte Folge von Phasen. Wenn in einer dieser Phasen ein Fehler auftritt, dann wird die Installation angehalten und der Fehler, soweit möglich, beschrieben.
Wenn das Problem behoben ist, können Sie die Installation mit Weiter fortsetzen.
Sollte der Fehler nicht behebbar sein, so können Sie bis zur Phase SCHEDULE_RDDIMPDP (siehe Phasen) mit Zurück die Installation zurücksetzen.
Achtung
In späteren Phasen ist der Datenbankinhalt bereits verändert, von daher sollten Sie dann die Installation unbedingt fortsetzen.