Bei der hier beschriebenen Vorgehensweise erlauben Sie zunächst alle Kommunikation mit dem SAP-Gateway. Auf Basis der geschriebenen Log-Datei passen Sie dann die Sicherheitseinstellungen durch die Dateien
secinfo und
reginfo an.
Vorgehensweise
Richten Sie das Gateway-Logging ein, indem Sie im Profil die folgenden Parameter setzen:
Um die Log-Datei möglichst klein zu halten, können Sie statt dem großen
S auch ein kleines
s setzen. Ist das kleine
s gesetzt werden nur abgelehnte Aktionen protokolliert. Dieses kann die Auswertung der Datei zu Administrationszwecken
erleichtern.
Hinweis
Wenn ein SAP-System aus mehreren Applikationsservern besteht, fügen Sie dem Dateinamen noch die System-ID (dreibuchstabige SID) und den Servernamen zu. Dies erlaubt eine Unterscheidung der Dateien, wenn sie zur Analyse zentral gesammelt werden. Hierzu können Sie die Umgebungsvariablen
$(SAPSYSTEMNAME) und
$(SAPLOCALHOST) verwenden
und den Parameter wie folgt setzen:
Dadurch werden alle sicherheitsrelevanten Aktionen des Gateways in einer eigenen Datei protokolliert. Diese Einstellung kann auch innerhalb des Systems vorgenommen werden.
Legen Sie im Verzeichnis
$(DIR_DATA) die Dateien
secinfo und
reginfo an mit folgendem Inhalt:
secinfo enthält nur die Zeile
USER=* HOST=* TP=*
reginfo enthält nur die Zeile
TP=*
Mit dieser Konfiguration von
secinfo und
reginfo können alle Programme über das SAP-Gateway angestartet werden und alle Programme dürfen sich am SAP-Gateway registrieren
Achtung
Beachten Sie, dass diese Einstellungen nur temporär bestehen sollen, um herauszufinden, welche Programme in die Dateien aufgenommen werden sollen. Während diese Einstellungen aktiv sind, ist das SAP-Gateway nicht gegen externe Programme geschützt!
Aktivieren Sie die Konfigurationsdateien
secinfo und
reginfo, indem Sie in der Transaktion
SMGWSpringenExpertenfunktionenExterne SecurityNeu lesen wählen. Führen Sie die Aktivierung auf jeder Applikationsserver-Instanz des Systems durch. Rufen Sie dazu die Serverübersicht (Transaktion
SM51) auf und wechseln Sie die Instanz
durch Doppelklick.
Lassen Sie das System mit diesen Einstellungen mehrere Tage laufen und führen Sie alle Aktionen aus, die mit externen Programmen und registrierten Servern zu tun haben.
Werten Sie die Log-Datei aus. Gehen Sie vor wie im Abschnitt
Log-Datei auswerten beschrieben.
Pflegen Sie die Dateien
secinfo und
reginfo entsprechend.
Aktivieren Sie die Dateien (vgl. 3.)
Lassen Sie das System mit diesen Einstellungen laufen, beobachten Sie das Logging jedoch weiterhin. Besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Einträge
secinfo denied und
reginfo denied legen. Das sind externe Programme und registrierte
Server, die aufgrund der Einstellungen nicht ausgeführt werden dürfen. Eventuell wurde eine neue Komponente getestet oder eingeführt, die zusätzliche externe Programme und registrierte Server benötigt. Der Administrator muss dann entschieden, ob diese Einträge in die Sicherheitsdateien aufgenommen werden
sollen.