Show TOC Anfang des Inhaltsbereichs

Hintergrunddokumentation Message-Paketierung sinnvoll einsetzen  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Eine erhebliche Durchsatzsteigerung können Sie vor allem für BPE-Prozesse erwarten, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

      Viele empfangene Messages pro Prozessinstanz

      Die Messages, die an eine Prozessinstanz gesandt werden, kommen gehäuft innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums

      Generell hohe Last auf dem  Prozesstyp

Die Message-Paketierung zielt in erster Linie auf Szenarien mit hoher Last ab. Hier kommt es auf den Durchsatz einer großen Anzahl von Messages an. Aus diesem Grund ist für jeden Prozesstyp im Einzelfall zu prüfen, ob das Aktivieren der Message-Paketierung sinnvoll und hilfreich ist. Die Szenarien, die von der Message-Paketierung besonders profitieren, sind die so genannten „Collect-Szenarien“. Hierzu gehören die beiden folgenden Szenarien: Messages eines Interfaces sammeln und bündeln und Messages mehrerer Interfaces sammeln und bündeln.

Da die Message-Paketierung die Zeit zwischen Empfang und Verarbeitung einzelner Messages erhöhen kann, ist sie für Szenarien, in denen es bei jeder einzelnen Message auf eine schnelle Verarbeitung ankommt, nicht geeignet.

Mit dem  Einsatz der Message-Paketierung in der BPE erreichen Sie folgende Vorteile:

      Erhöhung des Durchsatzes

      Reduzierung der benötigten Rechenzeit

      Reduzierung des benötigten Datenbankplatzes für Laufzeitdaten der Integrationsprozesse

Dies hat eine positive Auswirkung auf die Reorganisation der Daten und somit auf die Archivierung.

Performance und Durchsatz

Die Rechenzeit, die pro Message für die Zustellung aufgewendet wird, sinkt. Dadurch kann der maximal mögliche Durchsatz, d. h. die Zahl der Messages, die pro Zeiteinheit verarbeitet werden können, je nach Szenario beträchtlich steigen.

Gründe für diese Performance-Steigerung sind:

      Der einmalige Overhead an Rechenzeit zur Verarbeitung der Message, verteilt sich auf mehrere Messages. Folgendes muss für mehrere Messages nur einmal durchgeführt  werden:

       qRFC

       Lesen von Definitionsdaten

       Lesen von Konfigurationsdaten

      Da mehrere Messages pro Transaktion verarbeitet werden, verringert sich die zu persistierende Datenmenge:

       weniger Message-Daten, da mehrere Messages in einem Paket persistiert werden

       weniger Prozessinstanzdaten, weil z. B. nur ein Integrationsprozess-Status für mehrere Messages in einem Paket gespeichert werden muss

Die Performance-Steigerung pro Message ist umso höher, je größer die Anzahl der Messages in einem Message-Paket ist. Eine hohe Message-Last auf das System begünstigt die Bildung von großen Message-Paketen und führt so zu einer besonders hohen Durchsatz- und Performance-Steigerung. Der Speicherbedarf wird deutlich verringert.

Datenbankplatz

Die Möglichkeit, mehrere Messages innerhalb einer Transaktion an eine Prozessinstanz zuzustellen, kann den für die Prozessinstanzen benötigten Datenbankplatz drastisch reduzieren. Dies kommt daher, dass nicht für jeden im Prozess durchlaufenen Empfangsschritt ein Workitem angelegt werden muss. Vielmehr werden diese Workitems nur für solche Empfangsschritte angelegt, die am Ende der Transaktion noch aktiv, d. h. empfangsbereit sind.

Latenz durch Message-Paketierung

Messages, die mit der Message-Paketierung zugestellt werden, können eine längere tatsächliche Laufzeit innerhalb der Eingangsverarbeitung haben. Diese Latenz hat folgende Gründe:

      Eventuelle Wartezeit einer Message, bis ein geeignetes Message-Paket gebildet werden kann (konfigurationsabhängig)

      Paketierungsjob greift periodisch auf die zu verarbeitenden Messages zu, bringt also eine gewisse Eigenlatenz mit

 

 

Ende des Inhaltsbereichs