Strategie: Blocklager Produkte, wie z.B. Reifen, Glasprodukte und Getränke, die in großen Mengen vorkommen und sehr viel Lagerraum beanspruchen, werden oft in einem Blocklager gelagert. Die wesentlichen Vorteile dieser Lagerabwicklung sind:
verringerter Bedarf an physischen Lagerplätzen
schneller Zugang zu den Gebinden
übersichtliche Strukturierung des Lagers (Einteilung in Blöcke und Zeilen)
Diese Strategie sucht nach Lagerplätzen in Blocklagern.
Die folgende Abbildung stellt ein Blocklager dar.
Die wichtigsten Merkmale der Blocklagerabwicklung sind:
Freier Koordinatenaufbau
Bei der Definition der Lagerplätze im Blocklager müssen Sie keine systemtechnischen Voraussetzungen berücksichtigen. Das Lager ist in Blöcke unterteilt, die wiederum in einzelne Zeilen unterteilt sind.
Ein Lagerplatz pro Zeile
In der Praxis wird eine Zeile als Ordnungsmerkmal im Blocklager gewählt. Im System wird eine Zeile als Lagerplatz angelegt und verwaltet. Die Lagerplätze (Zeilen) werden nach Lagerplatztypen klassifiziert.
In den Zeilen 2 und 3 des Blocks A05 (siehe vorstehende Abbildung) können Sie maximal 16 Paletten einlagern. In Zeile 4 jedoch verringert ein Stützpfeiler die Lagerkapazität, so dass Sie hier nur maximal 12 Paletten einlagern können. Sie können diese Ausnahme (verringerte Kapazität einer Zeile) bei der Definition der Blockstruktur erfassen (siehe Abschnitt „Voraussetzungen").
Verschiedene HU-Typen
Oft verwalten Sie in einem Blocklager verschiedene HU-Typen mit unterschiedlichen Abmessungen, z.B. Standardpaletten und Industriepaletten mit Aufsteckrahmen.
Extended Warehouse Management(EWM)
unterstützt die Verwaltung verschiedener HU-Typen im Blocklager.
Mischbelegung
HUs mit unterschiedlichen Produkten lagern Sie nicht in derselben Zeile ein. Generell sind jedoch alle Kombinationen der Mischbelegung im Blocklager erlaubt. Sie können auch festlegen, dass alle Produkte auf dem Lagerplatz die gleiche Charge besitzen müssen.
Automatische Sperrmechanismen pro Zeile
Um eine optimale Abwicklung der Ein- und Auslagerung im Blocklager zu gewährleisten, können Sie für jede Zeile getrennt ein Sperrkennzeichen setzen.
Sie haben im Customizing des
Extended Warehouse Management (EWM)
unter
für den Lagertyp folgende Einstellungen vorgenommen:
Sie haben im Feld
Lagerungsverhalten
den Wert
Blocklager
gewählt.
Sie haben im Feld
EinlagRegel
den Wert
Zulagerung/Leerplatz
gewählt.
Sie haben im Feld
Zulag. verboten
den Wert
Zulagerung generell erlaubt
gewählt.
Aktivieren Sie die HU-Typ-Prüfung nicht und wählen Sie keine Kapazitätsprüfmethode. Im Blocklager sind Kapazitätsprüfung und HU-Typ-Prüfung nicht erforderlich, da eine interne Prüfung auf der Grundlage der Blockstrukturdefinition erfolgt.
Wählen Sie im Feld
Mischbelegung
die gewünschte Option. Weitere Informationen zu den zulässigen Kombinationen finden Sie in der zugehörigen Feldhilfe.
Bei der Definition der Lagertypsteuerung für diese Strategie müssen Sie u.a. folgende Kennzeichen berücksichtigen, um die Einlagerung von Produkten ins Blocklager zu steuern:
Einlagerungssperre für Zeile
Zeitschranke für die Sperrung
Weitere Informationen zu diesen Steuerungsmöglichkeiten finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) des
EWM
unter
.
Bei dieser Strategie können Sie Blocklagerkennzeichen sowie eine Beschreibung angeben. Mit Blocklagerkennzeichen legen Sie fest, wie Sie ein bestimmtes Produkt im Blocklager aufbewahren möchten. Dazu geben Sie das Kennzeichen im Produktstammsatz und bei der Definition der Blockstruktur in der Tabelle für die Blocklageraufteilung ein.
Sie können verschiedene Merkmale des Blocklagers definieren, beispielsweise die Lagerplatztypen, die HU-Typen, die Höchstanzahl der Säulen und die Stapelhöhe.
Wenn Sie Lagerplätze für das Blocklager definieren, müssen Sie die Lagerplatztypen angeben.
Im Produktstammsatz (in der Lagerverwaltungssicht) können Sie
bis zu drei HU-Typen definieren
das Blocklagerkennzeichen setzen
das Zulagerungskennzeichen setzen