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Komponentendokumentation Profitcenter-Rechnung (EC-PCA) Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Einsatzmöglichkeiten

Die Profitcenter-Rechnung (EC-PCA) unterstützt die Ermittlung eines internen Betriebsergebnisses für Profitcenter nach dem Gesamtkostenverfahren oder dem Umsatzkostenverfahren. Außerdem ist der Ausweis des gebundenen Vermögens auf Profitcentern möglich. Schließlich können sog. statistische Kennzahlen (z. B. Mitarbeiter, qm) auf Profitcentern geführt werden. Damit lassen sich alle üblicherweise verwendeten Controlling-Kennzahlen (wie z. B. Return on Investment, Cash flow, Umsatz pro Mitarbeiter usw.) ermitteln.

Ein Profitcenter stellt eine managementorientierte, d. h. der internen Steuerung dienende Organisationseinheit dar. Die Einteilung des Unternehmens in Profitcenter bildet die Grundlage für das Controlling interner Verantwortungsbereiche und damit auch für die Delegation unternehmerischer Verantwortung auf dezentrale Einheiten (im Sinne von ”Unternehmen im Unternehmen“).

Hinweis

Im Gegenteil zum Profitcenter orientiert sich ein Geschäftsbereich an der externen Sichtweise des Unternehmens.

Der Profitcenter-Verantwortliche trägt die Saldoverantwortung für Kosten und Erlöse, wodurch sich sein Verantwortungsbereich von dem einer Kostenstelle, als Ort der Entstehung der Bereitschaftskosten, abgrenzt.

Integration

Die Komponente EC-PCA ist Bestandteil des Moduls Unternehmenscontrolling (EC) und in die Strukturlinkneue Hauptbuchhaltung (FI-GL) integriert.

Hinweis

Weitere Informationen finden Sie unter StrukturlinkStammdaten der Hauptbuchhaltung.

Funktionsumfang

Primäres Ziel einer Profitcenter-Rechnung ist die Ergebnisermittlung für interne Verantwortungsbereiche. Es wird eine periodenbezogene Ergebnisdarstellung sowohl nach dem Gesamtkostenverfahren als auch nach dem Umsatzkostenverfahren unterstützt.

Durch Zuordnung von Bilanzpositionen (z. B. Anlagevermögen, Forderungen und Verbindlichkeiten, Materialbestände, WIP) zu Profitcentern besteht weiterhin die Möglichkeit, das gebundene Vermögen auszuweisen. Damit kann das Profitcenter zum Investment Center erweitert werden. Zugleich wird die Ermittlung einer Reihe von Controlling-Kennzahlen für Profitcenter möglich (z. B. Return on Investment, Working Capital, Cash Flow usw.).

Es wird eine produktbezogene (Produktlinien, Sparten), eine regionale (Standorte) oder eine funktionale (Produktion, Vertrieb) Gliederung eines Unternehmens nach Profitcentern unterstützt. Die Einstellung der Grundfunktionen begründet die Einteilung des Unternehmens in interne Verantwortungsbereiche. Insbesondere erfolgt dies über die Zuordnung von Profitcentern zu ergebnisrelevanten Stammdaten (Material, Kostenstelle, Auftrag, Projekt, Kundenauftrag, Anlage, Kostenträger, Ergebnisobjekt). Damit kann die Profitcenter-Rechnung den individuellen Anforderungen flexibel angepasst werden und in Unternehmen beliebiger Branchen (Maschinenbau, Chemie, Dienstleistungsunternehmen, usw.) oder Fertigungstypen (Serienfertigung, Einzelfertigung, Fließfertigung) eingesetzt werden.

Jedes Profitcenter ist der organisatorischen Einheit Kostenrechnungskreis zugeordnet. Die Profitcenter eines Kostenrechnungskreises gehören zu einer Profitcenter-Standardhierarchie, die auch dem Kostenrechnungskreis zugeordnet ist.

Alle ergebniswirksamen Geschäftsvorfälle werden im SAP-System parallel zur Verarbeitung im originären Modul auch in der Hierarchiestruktur der Profitcenter auf Kontenebene fortgeschrieben. Somit werden die gesamten Lieferungs- und Leistungsflüsse innerhalb eines Unternehmens in Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen Profitcentern transformiert. Diese Transformation auf die Profitcenter-Struktur findet sowohl bei Istbuchungen als auch bei der Planung statt.

Zusätzlich können die Bestände bzw. Bestandsveränderungen auf ausgewählten Bestandskonten periodisch oder online auf Profitcenter übernommen werden.

Warenbewegungen zwischen Profitcentern können entweder zu externen Preisen, zu Konzernpreisen oder zu speziellen Transferpreisen abgebildet werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Parallele Wertansätze/Transferpreise .

Das Informationssystem bietet flexible Analysemöglichkeiten zur Auswertung der gebuchten Plan- und Istdaten. Die sachkontenorientierte Ergebnisdarstellung ermöglicht eine kostenartenbezogene Abstimmung mit den Daten der Finanzbuchhaltung. Mit den im Standard ausgelieferten Berichten steht ein einfaches Berichtswesen für die Steuerung und Kontrolle interner Verantwortungsbereiche zur Verfügung. Mit Hilfe geeigneter Werkzeuge können zusätzlich eigene, den individuellen Anforderungen entsprechende Berichte aufgebaut werden.

Hinweis

Das Anwendungsmenü der Profitcenter-Rechnung finden Sie vom Bild SAP Easy Access aus unter Rechnungswesen ® Unternehmenscontrolling ® Profitcenter-Rechnung

In der Profitcenter-Rechnung stehen Ihnen die Werkzeuge wie Validierung, Substitution, Archivierung und ALE zur Verfügung.

 

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