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HintergrundVerbindungen (Wiring) - Informationen zwischen UIBBs übertragen Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Gerichtete Verbindungen ('Wires') steuern die Abhängigkeiten zwischen zwei Benutzungsoberflächenbausteinen (UIBBs). Dies bedeutet, dass gerichtete Verbindungen den Dateninhalt eines Ziel-UIBBs festlegen, abhängig von der Änderung des Quell-UIBB-Outports durch die Benutzerinteraktion.

Der Floorplan Manager (FPM) ermöglicht Ihnen, gerichtete Verbindungen zwischen zwei UIBBs zu definieren, über die Informationen von der Quelle an das Ziel übertragen werden können. Jeder Benutzungsoberflächenbaustein kann nur ein einziges Mal als Ziel definiert werden, weil sonst das System zur Laufzeit nicht entscheiden kann, woher der Benutzungsoberflächenbaustein seine Informationen beziehen soll. Eine Anwendung kann einen UIBB mehrmals als Quelle verwenden.

Jede Verbindung setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

  • Quell-UIBB

    Die Quelle ist immer ein UIBB und wird immer mit dem Web-Dynpro-Komponentennamen und, wenn nötig, auch mit einer zugeordneten Konfiguration angegeben.

  • Outport-Spezifikation

    Die Outport-Spezifikation des Quell-UIBB besteht aus folgenden Angaben:

    • Outport-Typ

      Legt fest, welche Informationen das System über die Verbindung übertragen soll. Es gibt drei Outport-Typen:

      • Kollektion

        Überträgt Informationen zu allen Einträgen im Quell-UIBB an die Konnektor-Klasse.

      • Lead-Selection

        Überträgt Informationen zu dem Eintrag, der im Quell-UIBB ausgewählt wurde, an die Konnektor-Klasse.

      • Auswahl

        Überträgt Informationen zu allen Einträgen, die im Quell-UIBB ausgewählt wurden, an die Konnektor-Klasse.

    • Outport-ID

      Ermöglicht die Verwendung mehrerer Instanzen der Outport-Typen.

  • Ziel-UIBB

    Das Ziel ist immer ein UIBB und wird immer mit dem Web-Dynpro-Komponentennamen und, wenn nötig, auch mit einer zugeordneten Konfiguration angegeben.

  • Konnektorklasse

    Implementiert eine Konnektorschnittstelle zwischen den Quell- und Ziel-UIBBs. Die Konnektorklasse steuert die Informationen allgemein durch die Definition der Abhängigkeiten zwischen den UIBBs. Die Konnektorklasse kann eigene Parameter definieren, welche der Administrator in den Attributen der Verbindung bearbeiten kann.

Weiterhin kann auf der Ebene der Registerkartenkomponente die Definition von gerichteten Verbindungen zwischen den einzelnen Komponenten einer Registerkartenkomponente festgelegt werden. Für die Registerkartenkomponente wird ein Benutzungsoberflächenbaustein als Anschluss (WIRE PLUG) festgelegt. Mit diesem Anschluss kann über die umhüllende Web-Dynpro-Komponente auf die Registerkartenkomponente zugegriffen werden. Die umgebende Web-Dynpro-Komponente ist in einer FPM-Anwendung entweder der Grundriss oder eine andere Registerkartenkomponente. Auf der Ebene des umgebenden Grundrisses oder der umgebenden Registerkartenkomponente wird dann genau eine Verbindung zu diesem Anschluss definiert. Diese Architektur ermöglicht es, die Registerkartenkomponente in verschiedenen Grundrissen oder Registerkartenkomponenten wiederzuverwenden, ohne jedes Mal die Definition aller Verbindungen erneut durchführen zu müssen.

Integration

Verbindungen werden im FPM-Konfigurationseditor (FLUID) im Bereich Wire-Schema auf der Floorplan-Komponentenebene definiert.

Beispiel

Eine Anwendung will beispielsweise zunächst eine Suche über eine Suchkomponente definieren, die Ergebnisse aber in einer Liste darstellen, die über eine separate Listenkomponente definiert ist. Unterhalb dieser Liste will die Anwendung in einem Formular, das durch Verwendung einer Formularkomponente definiert ist, die Details des jeweils ausgewählten Listeneintrags darstellen.

Um dies abbilden zu können, muss die Anwendung zwei Verbindungen definieren: eine Verbindung zwischen der Suche und der Liste und eine Verbindung zwischen der Liste und dem Formular. Die Verbindung zwischen der Suche und der Liste hat als Quelle die Suchkomponente und als Ziel die Listenkomponente. Es wird der Outport-Typ COLLECTION ausgewählt, um alle Daten der Suche an die Liste weiterzugeben. Die Verbindung zwischen der Liste und dem Formular hat als Quelle die Listenkomponente und als Ziel die Formularkomponente. Es wird der Outport-Typ LEAD SELECTION gewählt, da nur für den führenden Eintrag in der Liste die Detaildaten im Formular angezeigt werden sollen.

Die Ausführung einer Suche auf der Suchkomponente ändert den Kollektions-Outport und kann daher den Dateninhalt der Ergebnisliste ändern, die in der Listenkomponente angezeigt wird. Ähnlich kann die Änderung der Lead-Selection in einer Liste von Kundenaufträgen die Dateninhalte einer anderer Listen verändern, die die zugehörige Auftragspositionen anzeigt.