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Einstellungen gewählter MTEs und Monitore prüfen und verteilenLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Mit der Konsistenzprüfung der CCMS-Monitoring-Infrastruktur können Sie die allgemeinen Einstellungen und den Laufzeitstatus der CCMS-Monitoring-Infrastruktur überprüfen. Zusätzlich können Sie aber auch für ausgewählte MTE-Klassen Referenzeinstellungen definieren, mit denen die Einstellungen der entsprechenden Knoten in den überprüften Systemen verglichen werden.

Die genannten Referenzeinstellungen für die MTE-Klassen befinden sich in einer CCMS-Customizing-Prüfgruppe; eine solche Prüfgruppe ist also ein Behälter, in dem sich für ausgewählte MTE-Klassen die folgenden Einstellungen befinden:

  • Schwellenwerte

  • Methodenzuordnungen (Datensammelmethode, Aanalysemethode und Autoreaktionsmethode)

  • Aktualität der Knoten (maximales Alter der letzten Aktualisierung)

Für jede dieser drei Einstellungen können Sie auf der Ebene der MTE-Klassen bestimmen, ob diese Teil der Konsistenzprüfung sein sollen.

Unterschiede werden bei der Konsistenzprüfung in den Prüfobjekten Methodenstatus für Prüfgruppe und MTE-Konfiguration ausgegeben (siehe Anzeige der Ergebnisse der CCMS-Konsistenzprüfung).

Neben der Prüfung können Sie diese Referenzeinstellungen aber auch in alle überprüfte Systeme verteilen lassen. Erstellen Sie hierzu einen Prüfbereich, in dem Sie für die oben genannten Prüfobjekte das Kennzeichen Problembehebung aktivieren (siehe Problembehebung und Einstellungsverteilung der Konsistenzprüfung). Außerdem können Sie in der Anzeige der Konsistenzprüfung die Referenzeinstellungen übernehmen, wenn Sie das entsprechende Prüfobjekt reparieren lassen (siehe Anzeige der Ergebnisse der CCMS-Konsistenzprüfung).

Hinweis

Einzige Ausnahme sind die Aktualität der Knoten. Sie können damit erkennen, ob die lokalen Datensammelmethoden noch laufen. Wenn zum Beispiel der Kollektor für Oracle Tablespaces nicht mehr läuft, kann das dazu führen, dass diese Fehlersituation nicht erkannt wird und im schlimmsten Falle das System stehen bleibt. Für die Datensammelaktivität steht außerdem keine automatische Reparatur zur Verfügung.

Vorgehensweise

Um eine CCMS-Customizing-Prüfgruppe anzulegen oder zu ändern, müssen Sie zunächst angeben, welche MTE-Klassen in der Prüfgruppe enthalten sein sollen. Hierfür stehen Ihnen zwei verschiedene Wege zur Verfügung:

  • Sie können die MTE-Klassen und deren gewünschte Einstellungen explizit angeben.

    Diese Methode ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie genau wissen, welche Einstellungen welcher MTE-Klassen Sie prüfen bzw. verteilen möchten. Außerdem hat diese Methode den Vorteil, dass Sie bei der Angabe der MTE-Klasse auch Maskenzeichen ( *) verwenden können.

    Beispiel

    Sie möchten bei allen überwachten Systemen mit dem Datenbanktyp MaxDB für den verfügbaren freien Speicher Schwellenwerte und eine zentrale Autoreaktionsmethode setzen und verteilen. Die gewünschte MTE-Klasse ist SDB_space_data_free_mb_pfcl_<System-ID>; um also unabhängig von der ID des überwachten Systems alle Knoten zu erfassen, geben Sie in der Prüfgruppe für die MTE-Klasse SDB_space_data_free_mb_pfcl_* mit den gewünschten Einstellungen ein.

  • Sie können eine regelbasierte Monitordefinition verwenden, um MTE-Klassen aus dieser Monitordefinition mit ihren Einstellungen zu importieren. Dies ist vor allem dann sinnvoll, falls Sie schon eine entsprechende Monitordefinition erstellt haben, welche die für Sie relevanten MTE-Klassen mit deren Einstellungen enthält.

    Hinweis

    Informationen, wie Sie eine regelbasierte Monitordefinition erstellen, finden Sie unter Monitore anlegen und ändern.

Beide Möglichkeiten werden im Folgenden beschrieben.

Prüfgruppe über Import einer Monitordefinition erstellen

  1. Starten Sie die Transaktion RZ51, und wählen Sie die Drucktaste Monitor importieren.

  2. In der Navigationsleiste rechts sehen Sie eine hierarchische Liste mit allem Monitorsammlungen und zugehörigen Monitoren des CEN. Wählen Sie die gewünschte Definition.

  3. Als nächstes wählen Sie das System aus, aus dem die Einstellungen für die MTE-Klassen der Monitordefinition übernommen werden sollen.

    Hinweis

    Sie können an dieser Stelle auch ein anderes System als das zentrale Monitoring-System (CEN) angeben, auch wenn die Monitordefinition selbst aus dem CEN übernommen wird. Der Grund hierfür ist, dass möglicherweise die Einstellungen für die gewünschten MTE-Klassen im CEN fehlen, weil die entsprechenden Knoten dort nicht existieren. Falls Sie z. B. eine Prüfgruppe für Einstellungen von Knoten zur Überwachung von Oracle-Datenbanken erstellen möchten, das CEN aber über einen anderen Datenbanktyp verfügt, wählen Sie die Monitordefinition Database aus der Monitorsammlung SAP CCMS Monitor Templates, und wählen danach ein überwachtes System, das über eine Oracle-Datenbank verfügt.

  4. In einer Tabelle werden nun alle MTE-Klassen mit Ihren Eigenschaften angezeigt, welche der Monitordefinition entsprechen und im ausgewählten System existieren. Übernehmen Sie die gewünschen MTE-Klassen in die Prüfgruppe, indem Sie in der entsprechenden Zeile das Kennzeichen Übernehmen setzen. Um alle vorkommenden MTE-Klassen zu übernehmen, wählen Sie die Drucktaste Alle MTE-Klassen selektieren.

  5. Durch die Kennzeichen der Spalten Prüfe Schwellenwerte, Prüfe Toolzuordnungen und Prüfe Datensammelaktivität legen Sie für die einzelnen MTE-Klassen fest, welche Prüfungen im Einzelnen durchgeführt werden:

    • Das Kennzeichen Prüfe Schwellenwerte ist nur bei Performance-Attributen sinnvoll und ist für diese standardmäßig aktiviert. Dabei wird überprüft, ob Knoten mit dieser MTE-Klasse in den überprüften Systemen über die Schwellenwerte verfügen, wie sie in der Prüfgruppe vorhanden sind. Falls das nicht der Fall ist, wird die Diskrepanz in der Konsistenzprüfung ausgegeben und bei entsprechenden Prüfungseinstellungen (siehe CCMS-Konsistenzprüfung auf bestimmte Themen einschränken) die Schwellenwerte aus der Prüfgruppe übernommen.

    • Das Kennzeichen Prüfe Toolzuordnungen ist standardmäßig aktiviert, wenn in den Eigenschaften der MTE-Klasse Methodenzuordnungen vorhanden sind. Während es nicht sinnvoll ist, die Datensammelmethode zu ändern, können Sie, falls Sie für die Analyse- und die Autoreaktionsmethode in einem System eigene Zuordnungen erstellt haben, die Einstellungen in allen überprüften Systemen mit diesen Referenzzuordnungen vergleichen und bei entsprechenden Prüfungseinstellungen die Zuordnungen der Prüfgruppe übernehmen.

      Autoreaktionsmethoden - zentrale Autoreaktionsmethoden

    • Das Kennzeichen Prüfe Datensammelaktivität ist standardmäßig nicht aktiviert. Es überprüft, ob Knoten der entsprechenden MTE-Klasse in allen überprüften Systemen noch mit Werten versorgt werden; falls dies nicht der Fall ist, wird eine entsprechende Meldung ausgegeben. Falls Sie die Datensammelaktivität überprüfen lassen möchten, geben Sie in der Spalte letzte Aktualisierung (Sekunden) das Alter in Sekunden an, das seit der letzten Aktualisierung maximal vergangen sein darf. Falls in der entsprechenden MTE-Klasse eine Zeit festgelegt ist, ab der ein Wert als veraltet anzusehen ist ( 'Wert veraltet' und inaktiv setzen nach...), übernimmt das System das Doppelte dieser Zeit als Vorschlagswert.

      Ist diese Zeit überschritten, wird bei der Prüfung eine entsprechende Meldung ausgegeben.

  6. Legen Sie fest, welcher Prüfgruppe die Eigenschaften der MTE-Klassen zugeordnet werden sollen, indem Sie diese in der Dropdown-Listbox Zu Prüfgruppe zuordnen auswählen. Falls Sie hierfür eine neue Prüfgruppe erstellen möchten, wählen Sie die Drucktaste Zu neuer Prüfgruppe zuordnen

  7. Sichern Sie Ihre Einstellungen.

Prüfgruppe manuell erstellen

Verwenden Sie diese Vorgehensweise, falls Sie eine neue Prüfgruppe manuell erstellen möchten, oder falls Sie zu einer vorhandenen Prüfgruppe eine neue MTE-Klasse mit deren Eigenschaften hinzufügen möchten.

  1. Starten Sie die Transaktion RZ51, und wählen Sie die Drucktaste Prüfgruppe erstellen.

  2. Geben Sie im Eingabefeld Prüfgruppe für CCMS den Namen der Prüfgruppe ein, der Sie die MTE-Klasse mit deren Eigenschaften zuordnen möchten. Sie können in diesem Eingabefeld auch die Ausfüllhilfe verwenden, falls Sie die Zuordnung in eine bereits vorhandene Prüfgruppe vornehmen möchten.

  3. Geben Sie im Eingabefeld MTE-Klasse den Namen der MTE-Klasse ein, die Sie der Prüfgruppe zuordnen möchten. Sie können dabei auch Maskenzeichen ( *) verwenden.

  4. Durch die Kennzeichen Prüfe Schwellenwerte, Prüfe Toolzuordnungen und Prüfe Datensammelaktivität legen Sie für diese MTE-Klasse fest, welche Prüfungen im Einzelnen durchgeführt werden:

    • Das Kennzeichen Prüfe Schwellenwerte ist nur bei Performance-Attributen sinnvoll. Dabei wird überprüft, ob Knoten mit dieser MTE-Klasse in den überprüften Systemen über die Schwellenwerte verfügen, wie sie in der Prüfgruppe angegeben sind. Falls das nicht der Fall ist, wird die Diskrepanz in der Konsistenzprüfung ausgegeben und bei entsprechenden Prüfungseinstellungen (siehe CCMS-Konsistenzprüfung auf bestimmte Themen einschränken) die Schwellenwerte aus der Prüfgruppe übernommen.

    • Mit dem Kennzeichen Prüfe Toolzuordnungen vergleichen Sie die Einstellungen in allen überprüften Systemen mit den Referenz-Methodenzuordnungen. Bei entsprechenden Prüfungseinstellungen werden für die überprüften Knoten die Zuordnungen der Prüfgruppe für die Analyse- und die Autoreaktionsmethode übernommen.

    • Mit dem Kennzeichen Prüfe Datensammelaktivität können Sie überprüfen lassen, ob Knoten der entsprechenden MTE-Klasse in allen überprüften Systemen noch mit Werten versorgt werden; falls dies nicht der Fall ist, wird eine entsprechende Meldung ausgegeben.

  5. Wechseln Sie in die Registerkarte Schwellenwerte. Falls Sie die Schwellenwerte überprüfen lassen, geben Sie in den entsprechenden Eingabefeldern die gewünschten Referenz-Schwellenwerte ein.

  6. Wechseln Sie in die Registerkarte Methodenzuordnung. Falls die Methodenzuordnung überprüfen lassen, geben Sie in den entsprechenden Eingabefeldern die Referenzeinstellungen für die Datensammel-, Analyse- und Autoreaktionsmethode ein.

  7. Falls Sie die Datensammelaktivität überprüfen lassen, geben Sie im Eingabefeld letzte Aktualisierung (Sekunden) das Alter in Sekunden an, das seit der letzten Aktualisierung maximal vergangen sein darf. Ist diese Zeit überschritten, wird bei der Prüfung eine entsprechende Meldung ausgegeben.

  8. Sichern Sie Ihre Einstellungen.

Ergebnis

Sie haben eine Prüfgruppe mit Referenzeinstellungen für ausgewählte MTE-Klassen erstellt. Falls Sie bei der Konsistenzprüfung diese Prüfgruppe angeben, werden die Eigenschaften für die entsprechenden MTEs in allen überprüften Systemen mit den Referenzeinstellungen abgeglichen und Unterschiede ausgegeben. Zusätzlich können Sie bei entsprechenden Prüfeinstellungen die Referenz-Schwellenwerte und -Methodenzuordungen in alle überprüften Systeme verteilen lassen.