Schnittstellen in SAP Event Management 
Sie verwenden Schnittstellen, um Daten zu und von SAP Event Management zu senden, z.B.:
um Ereignisnachrichten zu senden
um Event-Handler-Daten zu holen
um Event-Handler anzulegen oder fortzuschreiben
Dies wird im Standardfall folgendermaßen ausgeführt:
Die unten genannten Schnittstellen oder die Benutzungsschnittstelle schicken die Ereignisnachrichten an SAP Event Management.
Die Benutzungsschnittstelle holt die Event-Handler-Daten von SAP Event Management.
Die Applikationsschnittstelle legt die Event-Handler in SAP Event Management an oder schreibt sie fort.
Sie verwenden die vorhandenen Business Application Programming Interfaces (BAPIs) des Business-Objekts Event-Handler (Typ /SAPTRX/EH) oder direkt die Funktionsbausteine. über Remote Function Call (RFC). Zusätzlich können Sie mit IDocs Ereignisnachrichten senden, Event-Handler anlegen oder fortschreiben. Sie können mit IDocs keine Event-Handler-Daten auslesen.
Die folgende Tabelle beschreibt die verschiedenen Möglichkeiten, Daten zu und von SAP Event Management zu senden.
Beschreibung |
IDoc-Typ |
RFC |
BAPI |
|---|---|---|---|
Ereignisnachrichten senden |
EVMSTA02 |
/SAPTRX/BAPI_EHADDEVENTMSG_02 |
EventHandler.AddEventMessages02 |
Event-Handler-Daten holen |
Kein IDoc-Typ vorhanden |
/SAPTRX/BAPI_EH_GET_DATA |
EventHandler.GetData |
Event-Handler anlegen oder fortschreiben |
EHPOST01 |
/SAPTRX/BAPI_EH_POST |
EventHandler.PostEventHandler |
Hinweis
Weitere Informationen über RFC Funktionsbausteinen und BAPIs finden Sie in der SAP Bibliothek im SAP Help Portal unter
Um die Schnittstellen verwenden zu können, müssen Sie die entsprechenden Plug-In-Versionen des SAP R/3 Plug-In und SAP Basis Plug-In installiert haben. Sie müssen das entsprechende SAP R/3 Plug-In nur bis PI 2004.1 separat installieren. Wenn Sie SAP ECC 6.0 installiert haben, stehen Ihnen die entsprechenden Funktionen automatisch zur Verfügung.
Weitere Informationen über die Anbindung von Business-Objekten mit den entsprechenden Plug-In-Versionen finden Sie auf demSAPService Marketplace unter , im Anhang.
Wahl des Eingabekanals
Wenn Sie eine Schnittstelle von einem SAP-System aus verwenden, empfehlen wir, dass Sie als Eingabekanal eine RFC-Verbindung benutzen. Da die BAPI- und IDoc-Implementierungen auf dem jeweiligen Funktionsbaustein basieren, der dem RFC zu Grunde liegt, ist die effizienteste Aufrufmethode eine RFC-Verbindung.
Eingabe von Ereignisnachrichten: Setzen von Eingabeparametern
Wenn Sie als Eingabekanal für Ereignisnachrichten eine RFC-Verbindung oder ein BAPI gewählt haben, können Sie die Art und Weise der Nachrichtenverarbeitung mit Parametern kontrollieren. Folgende Tabelle gibt Ihnen eine Parameterübersicht.
Parametername |
Parameter- und Verwendungsbeschreibung |
Parameterwerte |
Verarbeitungsweise der Ereignisnachricht |
|---|---|---|---|
SIMULATE |
Kennzeichen: Simulationsmodus (System sichert Ereignisnachricht oder sichert Ereignisnachricht nicht auf der Datenbank; für Testzwecke) |
(blank) X |
Keine Simulation Simulation |
BLOCKONERRORIN |
Kennzeichen: Sperrung der Verarbeitung bei Auftreten eines Syntaxfehlers (System verarbeitet nur Ereignisnachrichten mit gültigen Daten) |
(blank) X |
Verarbeitung nicht sperren Verarbeitung sperren |
SKIPCHECK |
Kennzeichen: Keine Ausführung der Syntaxprüfung |
(blank) X |
Prüfung ausführen Prüfung überspringen |
SYNCHRONOUS |
Verarbeitung im synchronen Modus anstatt im standardmäßigen asynchronen Modus (meist zum Debugging und für Testzwecke verwendet) |
(blank) X |
Asynchron Synchron |
BUFFER_MODE |
Modus zur Pufferung von Ereignisnachrichten: Kontrolliert die Pufferung von Ereignisnachrichten (System sichert Ereignisnachricht auf der Datenbank, verarbeitet sie aber nicht). Mit diesem Parameter prüft das System (Auswertung in den Customizing-Tabellen) Ereignisnachrichten auf ihre „Pufferungsrelevanz“. Entsprechend der Auswertung puffert das System die Ereignisnachrichten puffert oder puffert sie nicht. Erst wenn sich die Auswertung ändert, ändert das System auch die Art und den Umfang (alle oder keine Ereignisnachricht puffern) der Pufferung. Weitere Informationen siehe unten. |
(blank) A N Keine Ereignisnachrichten puffern (keine Überprüfung) |
Ereignisnachrichten auf Pufferung prüfen Alle Ereignisnachrichten puffern (keine Überprüfung in der Customizing-Tabelle) Keine Ereignisnachrichten puffern (keine Überprüfung in der Customizing-Tabelle) |
EH_GENERATION_MODE |
Modus für die Generierung von Event-Handlern: Mit diesem Parameter überprüft das System (Auswertung in den Customizing-Tabellen), ob Ereignisnachrichten für das Generieren eines Event-Handlers in SAP Event Management relevant sind. Erst wenn sich die Auswertung ändert, ändert das System auch die Art und den Umfang (jede oder keine Ereignisnachricht generiert einen Event-Handler) der Event-Handler-Generierung. Weitere Informationen siehe unten. |
(blank) A N Keine Generierung von Event-Handlern |
Ereignisnachrichten auf EH-Generierung prüfen Jede Ereignisnachricht generiert einen Event-Handler (keine Überprüfung in der Customizing-Tabelle) In diesem Fall müssen Sie den Namen des Funktionsbausteins, der die Event-Handler generiert, in der Variable EH_GENERATION_FUNCTION angeben. Keine Ereignisnachricht generiert einen Event-Handler (keine Überprüfung in der Customzing-Tabelle) |
PREPROCESS_MODE |
Modus zur Vorverarbeitung von Ereignisnachrichten: Mit diesem Parameter prüft das System (Auswertung der Customizing-Tabellen), ob es Ereignisnachrichten vorverarbeitet. Weitere Informationen siehe unten. |
(blank) A N Keine Vorverarbeitung von Ereignisnachrichten |
Ereignisnachrichten auf Vorverarbeitung prüfen Jede Ereignisnachricht vorverarbeiten (keine Überprüfung in der Customizing-Tabelle) Keine Ereignisnachricht vorverarbeiten (keine Überprüfung in der Customzing-Tabelle) |
Wir empfehlen, dass das System Ereignisnachrichten im asynchronen Modus verarbeitet (Kennzeichen SYNCHRONOUS hat den Vorschlagswert „blank“).
Wenn Sie das Kennzeichen für die Pufferung von Ereignisnachrichten, die Generierung von Event-Handlern oder für die Vorverarbeitung von Ereignisnachrichten auf N setzen, können Sie die Performance verbessern. Dadurch vermeiden Sie, dass das System unnötige Datenbanktabellen liest. Dafür müssen Sie mindestens eine der folgenden Informationen für Ihre Ereignisnachrichten kennen:
dass sie keine Pufferung benötigen
dass sie keine Event-Handler generieren
dass sie keine speziellen Vorverarbeitungsfunktionen benötigen
Wenn Sie das Kennzeichen SKIPCHECK auf X setzen, können Sie die Performance verbessern. Dafür müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Ereignisnachrichten keine Syntaxfehler enthalten.
Wenn Sie eine große Menge an Dateianlagen mit Ereignisnachrichten senden, kann die Datenarchivierung zu Problemen führen. Wir empfehlen in diesem Fall, die Dateien auf Festplatte anstatt auf der Datenbank zu sichern (Transaktion /SAPTRX/TSC0MBF).
Sie können festlegen, dass SAP Event Management Ereignisnachrichten durch inaktive Event-Handler verarbeitet (Transaktion /SAPTRX/ TSC 0MBF). Wenn Sie Ereignisnachrichten archivieren, kann es dadurch zu Inkonsistenzen kommen. Wenn Sie sicherstellen, dass derartige Ereignisnachrichten SAP Event Management nur erreichen, solange der zugehörige Event-Handler noch nicht gelöscht wurde, können Sie derartige Inkonsistenzen vermeiden.
Hinweis
Weitere Informationen über die Sicherung von Ereignisnachrichten auf Festplatte und über die Verarbeitung von Ereignisnachrichten durch inaktive Event-Handler finden Sie auf demSAPMarketplace unter http://service.sap.com/
Eingabe von Ereignisnachrichten: Massenverarbeitung
Wenn Sie mit einer großen Menge von Ereignisnachrichten arbeiten, empfehlen wir, dass Sie eine RFC-Verbindung für ganze Pakete von Ereignisnachrichten aufrufen, anstatt eine RFC-Verbindung für jede einzelne Ereignisnachricht. Dadurch können Sie die Performance verbessern.
Wenn Sie mit sehr großen Paketen arbeiten, empfehlen wir, dass Sie in Parallelisierung arbeiten.