
In einem Prozesskomponenten-Modell ( SAP ProComp model) wird eine Prozesskomponente aus Provider-Sicht modelliert:
Das Modell beschreibt, über welche Operationen und Service-Interfaces andere Prozesskomponenten auf die Daten der Provider-Prozesskomponente zugreifen und über welche Opertionen die Provider-Prozesskomponente auf Daten anderer Prozesskomponenten zugreift.
Die Daten modellieren Sie über ein oder mehrere Business-Objekte (BOs). Ein Business-Objekt gehört zu genau einer Prozesskomponete.
Um das jeweilige Modell übersichtlich zu halten, modellieren Sie synchrone Operationen immer von links nach rechts, während Sie asynchrone Operationen immer von oben nach unten modellieren. Die folgende Grafik veranschaulicht dieses Schema (zur Vereinfachung wird hier davon ausgegangen, dass es nur ein BO gibt).
Für den synchronen Zugriff auf die Daten des BOs verwendet SAP Interface-Patterns. Folgende Interface-Patterns stehen zur Auswahl:
Manage Business Process Object : Interface-Pattern zur Modellierung von Zugriffen von einer Anwendung, für die keine Persistierung notwendig ist.
Manage Master Data Object : Interface-Pattern zur Modellierung von Zugriffen auf Stammdatenobjekte.
Query Business Object : Interface-Pattern, um die Suche nach Datensätzen zu modellieren.
Business Object Action : Interface-Pattern, um die Ausführung von Operationen auf Daten, die durch ein BO vorgegeben sind, zu modellieren.
In der Grafik ist dies der Zugriff über das Service-Interface Sync_In. SAP empfiehlt, dass Kunden für eigene Prozesskomponenten-Modelle die gleichen Interface-Patterns verwenden.
Weitere Informationen: Die Schnittstellen einer Prozesskomponente modellieren (Provider-Sicht)