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BenutzerentscheidungLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Bei der Benutzerentscheidung erhalten die Empfänger die Aufgabenbeschreibung bei der Ausführung unmittelbar zusammen mit den möglichen Entscheidungsalternativen. Sie können die Benutzerentscheidung für einen der folgenden Fälle verwenden:

  • zur Ausführungszeit kann nur eine von mehreren möglichen Alternativen im Ablauf des Workflow betriebswirtschaftlich sinnvoll durchlaufen werden

  • die Entscheidung über den Fortgang des Workflow muss im Dialog mit einem Benutzer getroffen werden

  • für die weitere Durchführung des Workflow ist eine Handlungsanweisung (= Benutzerentscheidung mit nur einer Entscheidungsalternative) notwendig

  • für Genehmigungs- und Freigabeschritte, eventuell in Verbindung mit einer Nebenmethode (letzteres ist möglich, ohne dass die Anwendung diese Funktionen vorsehen und bereitstellen muss)

In der Workflow-Definition wird die Benutzerentscheidung durch das Symbol dargestellt.

Hinweis

Sie können einstellen, dass die Benutzerentscheidung direkt in der Workitem-Vorschau ausführbar ist. Weitere Informationen finden Sie unter

Pflege der Registerkarte Workitem-Anzeige.

Voraussetzungen

Die Benutzerentscheidung bezieht sich auf eine Entscheidungsaufgabe. Damit auf dem Dialogfenster zur Benutzerentscheidung ein individueller Text angezeigt wird, müssen Sie eine eigene Entscheidungsaufgabe anlegen. In deren Aufgabendefinition geben Sie den individuellen Text als Aufgabenbeschreibung an. Weitere Informationen finden Sie unter

Entscheidungsaufgabe anlegen.

Wenn Sie keinen individuellen Text für erforderlich halten, benötigen Sie in der Regel auch keine eigene Entscheidungsaufgabe. Verwenden Sie in diesem Fall die SAP-Aufgabe Generische Entscheidungsaufgabe ( TS00008267).

Prozess

Die Pflege einer Benutzerentscheidung ist auf mehrere Registerkarten verteilt. Dort können Sie ihre Eigenschaften bearbeiten, so z.B.

  • Entscheidungsalternativen

  • zuständige Bearbeiter

  • Terminüberwachung

Die Anordnung der Registerkarten gibt die empfohlene Bearbeitungsreihenfolge vor.

Hinweis

Auf der Registerkarte Entscheidung können Sie alle Eingaben vornehmen, um eine lauffähige Benutzerentscheidung zu definieren.

Standardmäßig wird vom System bei der Neuanlage einer Benutzerentscheidung die SAP-Aufgabe Generische Entscheidungsaufgabe ( TS00008267) in das entsprechende Feld der Registerkarte Steuerung eingetragen. Sie können diesen Eintrag jederzeit ändern.

Hinweis

Die Voreinstellung zur Entscheidungsaufgabe können Sie in der Administration zum Workflow Builder ändern. Weitere Informationen finden Sie unter Administration des Workflow-Systems.

Wenn Sie eine von Ihnen definierte Entscheidungsaufgabe in einer Benutzerentscheidung verwenden und Textvariablen zur Ersetzung vorgesehen haben, müssen Sie die entsprechenden Elemente des Aufgabencontainers über einen Datenfluss aus dem Workflow-Container mit Werten versorgen. Weitere Informationen finden Sie unter Datenflussdefinition bei Entscheidungsaufgaben.

Nebenmethoden zur Benutzerentscheidung

Wenn Sie die Benutzerentscheidung als Schritt zur Genehmigung oder zur Freigabe eines Objektes einsetzen, können Sie das fragliche Objekt als Nebenmethode anzeigen lassen und so die Funktionen der Benutzerentscheidung ergänzen. Weitere Informationen finden Sie unter Pflege der Registerkarte Methoden.

Ergebnis der Benutzerentscheidung

Wenn Sie das Ergebnis der Benutzerentscheidung in einem Element des Workflow-Containers ablegen möchten, um es in einem späteren Schritt (z.B. Schleife oder Bedingung) nochmals zu verwenden, müssen Sie einen Datenfluss vom Aufgabencontainer zum Workflow-Container definieren. Weitere Informationen finden Sie unter Datenflussdefinition bei Entscheidungsaufgaben.

Ergebnis

Das System fügt einen Schritt vom Typ Benutzerentscheidung in die Workflow-Definition ein. Um die Konsistenz der Workflow-Definition zu gewährleisten, werden neben dem eigentlichen Schritt alle aktiven Ausgänge eingefügt, wobei jede Entscheidungsalternative durch einen Ausgang dargestellt wird. Für jeden Ausgang fügt das System einen Zweig in der Workflow-Definition hinzu. Um die Blockstruktur zu gewährleisten, werden alle angelegten Zweige vor dem nächsten Schritt der Workflow-Definition wieder zusammengeführt.

Auf der Registerkarte Änderungsdaten ist hinterlegt, wann und von wem der Schritt angelegt bzw. zuletzt geändert wurde.

Zur Laufzeit wird die Benutzerentscheidung durch ein Dialog-Workitem im Workflow-Eingang seiner

Empfänger repräsentiert.

Wenn ein Empfänger das zu diesem Schritt erzeugte Workitem im Workflow-Eingang zur Bearbeitung auswählt, gelangt er auf ein Bild mit dem Beschreibungstext und den definierten Entscheidungstexten und kann eine der angebotenen Alternativen auswählen.

Auf diesem Bild kann er außerdem Anlagen und Objekte anzeigen oder anlegen.