
Sie verwenden Regeln in folgenden Fällen:
Sie wollen in einem Workflow die zuständigen Bearbeiter eines Schrittes oder die Empfänger einer Einzelschrittaufgabe bestimmen. Durch die Zuordnung von Schritten zu den entsprechend organisatorisch geeigneten Mitarbeitern werden Zuständigkeiten und Berechtigungen geregelt und Engpässe vermieden.
Sie wollen die Abwesenheitsmitteilung von Herrn Schmitt an seinen Abteilungsleiter leiten. Alle Abteilungsleiter in Ihrem Unternehmen sind mögliche Bearbeiter einer Abwesenheitsmitteilung. Sie wollen jedoch nicht, dass jeder Abteilungsleiter die Abwesenheitsmitteilung von Herrn Schmitt erhält. Die Regel zur Ermittlung des Vorgesetzten ermöglicht Ihnen die Auswertung der Zuordnungen (Verknüpfungen) innerhalb einer Aufbauorganisation zur Laufzeit. Über die Verknüpfungen ermittelt das System Frau Müller als Abteilungsleiterin von Herrn Schmitt. Die Aufgabe wird an Frau Müller geleitet.
Andere Beispiele sind:
Regel zur Ermittlung des Konstruktionsbüros
Regel zur Ermittlung der Organisationseinheit eines Benutzers
Das Resultat einer Regel muss kein Benutzer sein. Alle Objekte des Organisationsmanagements können Resultate einer Regel sein.
Innerhalb einer Web-Aktivität wollen Sie die notwendigen Parameter dynamisch zur Laufzeit bestimmen. Dazu können Sie verschiedene WebFlow-Regeln verwenden.
Regeln bei der Definition von Einzelschrittaufgaben
Bei der Definition von Einzelschrittaufgaben können Sie in den folgenden Fällen bestimmte Bearbeiter bzw. Empfänger durch eine Regel angeben:
Bearbeiter der Aufgabe (Defaultregel)
Empfänger für erledigte Bearbeitung
Empfänger bei Fristüberschreitung
Empfänger bei Startüberschreitung
Empfänger bei Endeüberschreitung
Die Angabe von Regeln bei einer Einzelschrittaufgabe ist immer optional. Wenn sie angegeben werden, ist ggf. eine entsprechende Datenflussdefinition vom Aufgabencontainer auf den Regelcontainer vorzunehmen.
Die Regeln werden aufgelöst, bevor die Einzelschrittaufgabe ausgeführt wird.
Wenn die Einzelschrittaufgabe als Schritt in einer Workflow-Definition verwendet wird, werden die Regeln nur aufgelöst, wenn in der Workflow-Definition keine Angaben zur Zuständigkeit oder zu den Empfängern gemacht sind.
Für die Bearbeitung von Einzelschrittaufgaben gilt generell, dass eine Einzelschrittaufgabe nur von ihren möglichen Bearbeitern (oder einer Teilmenge davon) ausgeführt werden kann.
Durch die Angabe einer Regel wird der Kreis dieser Bearbeiter auf die Empfänger eingeschränkt; niemals können auf diese Weise neue Bearbeiter zur Ausführung der Aufgabe berechtigt werden.
Regeln innerhalb der Workflow-Definition
Bei der Definition von Schritten einer Workflow-Definition, die eine Benutzerinteraktion erfordern, können Sie die zuständigen Bearbeiter und die Empfänger bei Terminüberschreitung bzw. bei erledigter Bearbeitung durch eine Regel zur Bearbeiterermittlung angeben.
Diese Angaben haben dann nur lokale Gültigkeit für die jeweilige Workflow-Definition und sind optional.
Die Angabe einer Regel ist dabei nur eine von mehreren Möglichkeiten, die zuständigen Bearbeiter und die Empfänger bei Terminüberschreitung bzw. bei erledigter Bearbeitung anzugeben. Es ist auch möglich, die Zuständigkeit durch ein geeignetes Organisationsobjekt (Stelle, Planstelle, Organisationseinheit), durch einen Ausdruck mit Bezug auf den Workflow-Container oder ggf. durch eine Rolle anzugeben.
Bei der Definition einer Web-Aktivität können Sie WebFlow-Regeln verwenden, um die Elemente einer Web-Aktivität zur Laufzeit zu bestimmen. Folgende Elemente können Sie über eine WebFlow-Regel ermitteln:
URL-Bestimmung
XML-Aufbereitung
Authentifizierung
Senden
Übertragungsformat (im Gruppenfall)
Es gibt folgende Methoden, Regeln zu definieren:
Ermittlung von Bearbeitern über Funktionsbausteine
Sie verwenden einen Funktionsbaustein, wenn sehr komplexe Auswahlkriterien für das Auffinden des zuständigen Bearbeiters einer Aufgabe vorliegen. Wenn Sie Regeln über Funktionsbausteine definieren, führt das System die Funktion aus. Wie die Daten ermittelt werden, variiert von Funktion zu Funktion. Sie können vordefinierte Funktionen verwenden oder eigene Funktionen anlegen. Die Ausführung kann synchron oder asynchron erfolgen.
Ermittlung von Bearbeitern über Auswertungswege
Sie verwenden einen Auswertungsweg, um ausgehend von einem Objekt des Organisationsmanagements ein anderes Objekt des Organisationsmanagements zu ermitteln.
Ermittlung von Bearbeitern über Organisationsdaten
Sie verwenden Organisationsdaten, wenn Sie sich bei der Leitung Ihrer Geschäftsprozesse auf Ihr Organisationsmodell stützen. Wenn Sie Regeln über Organisationsdaten definieren, ermittelt die Regelauflösung die zuständigen Bearbeiter einer Aufgabe über die Verknüpfungen zwischen der Aufgabe, den Objekten des Organisationsmanagements und den SAP Organisationsobjekten.
Ermittlung von Bearbeitern über Zuständigkeiten
Sie verwenden Zuständigkeiten, wenn Sie präzisere Auswahlkriterien für die Bearbeiterfindung benötigen, jedoch keine Funktionsbausteine einsetzen wollen. Sie können auch das Organisationsmodell zum Auffinden von zuständigen Bearbeitern über Stellen, Planstellen etc. verwenden.
Ermittlung von Bearbeitern über Organisationsmodell
Weitere Informationen zu dieser Variante finden Sie in der Dokumentation zum Customer Relationship Management unter .
WebFlow-Regeln
Diese Regeln ermitteln Parameter einer Web-Aktivität in einem WebFlow. Dazu müssen Sie eine ABAP-Klasse definieren, die ein für der WebFlow-Regel spezifisches Interface implementiert.
Jede Regel verfügt über einen Regelcontainer, der die Werte enthält, auf denen die Regelauflösung basiert.
Regeln sind immer mandantenunabhängig definiert und als mandantenunabhängige Transportobjekte immer an das Transportwesen angeschlossen.
Beim Sichern erhält jede Regel vom System eine achtstellige Nummer mit vorangestellter Objektbezeichnung AC, über die sie identifiziert wird.