
Der Virus Scan Server gibt Fehler, Warnungen oder Zusatzinformationen entweder in eine Datei aus oder schreibt sie in den Speicher des Servers. Mit dem Analysewerkzeug VSCANTRACE können Sie diesen Speicherinhalt abfragen und ausgeben, um alle registrierten Virus Scan Servers während ihres produktiven Betriebs auf Fehler hin zu analysieren.
Beim Start des Servers ist das Trace für die Speicherausgabe deaktiviert. Aktivieren Sie es nur in Problemfällen, da es die Performance des Servers beeinträchtigt. Die Einstellungen zur Speicherausgabe sind nur eine bestimmte Zeit lang gültig (Vorschlagswert ist 24 Stunden). Danach werden sie deaktiviert.
Damit Sie den Speicher-Trace verwenden können, muss mindestens ein Virus Scan Server aktiv sein.
Starten Sie Transaktion VSCANTRACE.
Wählen Sie den Server entweder über die Eingabehilfe, die alle definierten Virus Scan Servers aus Tabelle VSCAN_SERVER anzeigt, oder geben Sie ihn direkt an. Dazu muss er am Gateway über eine in Transaktion SM59 definierte RFC-Destination gestartet worden sein.
Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit ENTER.
Die Verbindung zum Virus Scan Server wird hergestellt. Kommt die Verbindung zum Server zustande, ist die Ampel grün.
Wählen Sie Speicher.
Andernfalls wird das Trace in eine Datei ausgegeben, die Sie unter den Entwickler-Traces (Transaktion ST11, Dateiname dev_VSCAN_ <Hostname>.trc) anzeigen können.
Der aktuelle Trace-Level wird angezeigt.
Um für den Trace-Level einen neuen Wert zu setzen, markieren Sie die gewünschten Trace-Komponenten und wählen anschließend die Taste Aktivieren.
Sie können das Speicher-Trace mit der Taste Deaktivieren vollständig deaktivieren, die Fehlerausgabe in die Trace-Datei dagegen nicht. Sie können die Fehlerausgabe also nicht unterdrücken, indem Sie den Trace-Level für die Datei auf den Wert 0 setzen.
Wenn Sie die Auswahl von Speicher auf Datei oder umgekehrt ändern, können Sie den bereits für diese Option gewählten Trace-Level für die einzelnen Komponenten mit der Taste Kopieren anzeigen. Dabei wird die Auswahloption jeder aktiven Komponente aktiviert.
Um das Speicher-Trace auszugeben, wählen Sie die Option Ausführen.
Sie gelangen auf die Übersicht, welche die Verfügbarkeit der verwendeten Anti-Virus-Engine, die Auslastung des Virus Scan Server, den aktuellen Trace-Level für den Speicher sowie eine HTML-Ausgabe der aktuellen Trace-Informationen anzeigt.
In der Übersicht haben Sie folgende Optionen:
Aktualisieren: Aktualisiert die Liste.
Löschen: Löscht die Trace-Ausgabe.
Exportieren: Exportiert die Liste in eine lokale Datei.
Status: Gibt den aktuellen Status des verwendeten Virus Scan Server auch bei deaktiviertem Speicher-Trace aus. Diese Ausgabe enthält neben technischen Informationen zum Virus Scan Server auch dessen Konfiguration, sowie Informationen des geladenen Viren-Scan-Adapters samt Anti-Virus-Engine.
Stopp: Stoppt den Virus Scan Server.
Konfiguration: Verzweigt in den Anzeigemodus der IMG-Aktivität Viren Scan Server definieren.
Test: Verzweigt in die Transaktion VSCANTEST.