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Dokumentation zur VorgehensweiseArchivdateien erzeugen Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Die Archivierung beginnt mit dem Erzeugen einer Archivdatei. Hierzu gehören folgende Schritte:

  1. Anlegen einer ersten Archivdatei durch das Schreibprogramm

  2. Lesen der zu archivierenden Daten aus der Datenbank (in der Hintergrundverarbeitung)

  3. Schreiben der Daten in die Archivdatei

Das Erzeugen der Archivdatei dauert an, bis die Archivierung abgeschlossen ist oder eine im archivierungsobjektspezifischen Customizing festgelegte Begrenzung (maximale Größe der Archivdatei oder maximale Anzahl von Datenobjekten in der Archivdatei) erreicht ist. Wenn die Archivierung wegen einer erreichten Begrenzung nicht abgeschlossen ist, legt das Schreibprogramm für die noch nicht archivierten Daten eine weitere Archivdatei an.

Wenn bei der Archivierung eine im Customizing festgelegte Begrenzung erreicht ist, fährt die Archivadministration mit der Löschphase fort (vorausgesetzt, im archivierungsobjektspezifischen Customizing sind die folgenden Kennzeichen gesetzt: Start automatisch und Löschphase vor Ablage).

Hinweis Hinweis

Schreibjobs können grundsätzlich auch außerhalb der Archivadministration (Transaktion SARA) über einen externen Job Scheduler eingeplant werden. Dies ermöglicht eine bessere Abstimmung des Datenarchivierungsprozesses mit den anderen Prozessen in Ihrem Systemumfeld.

Weitere Informationen: Schreibjobs außerhalb der Archivadministration einplanen.

Ende des Hinweises.
Virenprüfung

Beim Schreiben von Archivdateien können Sie die zu archivierenden Daten einer Virenprüfung unterziehen. Dabei werden alle Datenobjekte, in denen Sätze mit Feldern vom Typ XSTRING (variabel lange Folge von Bytes) oder X (Bytefolge) vorkommen, auf Viren geprüft. Nur diese Bytefolgen-Datentypen sind potentielle Träger und Verbreiter von Viren.

Die ADK-Virenprüfung ist in die Viren-Scan-Schnittstelle von SAP NetWeaver integriert und kann wie dort beschrieben aktiviert und eingesetzt werden. Das Viren-Scan-Profil heißt /SARC/ARCHIVING_ADK und wird inaktiv ausgeliefert. Bei aktiviertem Profil erscheint die Meldung "Virus-Scan mit Viren-Scan-Profil /SARC/ARCHIVING_ADK aktiv" im Job-Log eines Schreibjobs. Diese Meldung wird immer ausgegeben, auch wenn kein verdächtiges Datenobjekt entdeckt wurde.

Im Falle eines Virenfunds gibt das ADK eine Meldung in folgender Form aus: Virus <Name> in Objekt <Strukturtyp> <Komponente> gefunden. Das Schreibprogramm bricht mit einer Systemausnahme ab, der betroffene Lauf wird in der Archivadministration wie jeder andere (z. B. aus technischen Gründen) abgebrochene Lauf behandelt. Nicht infizierte Archivdateien, die bis zum Zeitpunkt des Abbruchs geschrieben und korrekt geschlossen wurden, bleiben erhalten.

Ereignis bei beendetem Schreiblauf

Nachdem alle Archivdateien zu einem Archivierungslauf vollständig erzeugt wurden, löst das Archive Development Kit (ADK) das Systemereignis SAP_ARCHIVING_WRITE_FINISHED aus. Durch Reaktion auf dieses Systemereignis haben Sie die Möglichkeit, archivierungsnachgelagerte Jobs automatisch einzuplanen. Dazu gehören z.B. der Neuaufbau von Indizes oder der Wertehilfe sowie die Sicherung der Archivdateien vor dem Löschen. Ereignisparameter ist jeweils die Nummer des Archivierungslaufs.

Zur weiteren Automatisierung des Archivierungsprozesses können Sie die Archivierungslaufnummer an den Funktionsbaustein ARCHIVE_GET_FILES_OF_SESSION übergeben. Dieser ermittelt plattformunabhängig die Namen und Pfade der Archivdateien, die zu einem Archivierungslauf geschrieben wurden.

Neue Jobs können Sie über die Transaktion SM36 definieren, Ereignisse pflegen Sie mit Hilfe der Transaktion SM62.

Vorgehensweise

  1. Rufen Sie die Archivadministration (Transaktion SARA) auf.

  2. Geben Sie auf dem Einstigesbild im Feld Objektname den Namen des Archivierungsobjekts ein.

  3. Wählen Sie Schreiben.

    Sie gelangen auf ein Bild, auf dem Sie einen Hintergrundjob für das Schreibprogramm einplanen können.

    Wenn die Archivierung für das Archivierungsobjekt durchgeführt oder unterbrochen wurde und aus dem Archivierungslauf noch Archivdateien vorhanden sind, die noch nicht durch das zuständige Löschprogramm bearbeitet wurden, weist das System darauf hin.

    Achtung Achtung

    Eine mehrfache Archivierung von Daten kann zu Problemen führen. So setzen einige Archivierungsobjekte voraus, dass keine Daten mehrfach im Archiv vorhanden sind, da dies, beispielsweise bei einer Summenbildung über archivierte Daten, zu falschen Ergebnissen führen könnte.

    Stellen Sie Folgendes sicher:

    Ende der Warnung.
    • Der neu einzuplanende Schreibjob selektiert keine Daten, die in den noch nicht vom Löschprogramm bearbeiteten Archivdateien enthalten sind.

    • Keine Varianten mit sich überlappenden Selektionswerten werden parallel verwendet.

      Hinweis Hinweis

      Falls die von Ihnen gewählte Variante bereits in anderen Jobs verwendet wird, können Sie diese über die Drucktaste Jobs mit gewählter Variante anzeigen und gegebenenfalls löschen.

      Ende des Hinweises.
  4. Wählen Sie über die F4-Taste eine Variante aus. Falls keine Variante vorhanden ist, wählen Sie Variante und pflegen Sie die benötigte Variante. Weitere Informationen zur Variantenpflege finden Sie unter Pflege von Varianten für Archivierungsjobs.

    Achtung Achtung

    Wenn im archivierungsobjektspezifischen Customizing für das Löschprogramm die Option Start automatisch gesetzt ist und für das Schreibprogramm eine Produktivvariante gewählt wird, startet das Löschprogramm im Anschluss ebenfalls mit seiner Produktivvariante, d. h., nach dem Archivieren werden die Daten in der Datenbank gelöscht.

    Ende der Warnung.
  5. Pflegen Sie den Starttermin und die Spoolparameter.

    Hinweis Hinweis

    Über die Drucktaste Archivverzeichnis können Sie vor dem Archivieren den freien Speicherplatz in dem aktuellen objektspezifischen Archivverzeichnis ermitteln. Für HSM-Systeme ist diese Funktion allerdings nicht geeignet.

    Ende des Hinweises.

Ergebnis

Sie haben jetzt alle für den Hintergrundjob benötigten Daten eingegeben. Um den Job zu erzeugen, wählen Sie jetzt Ausführen.

Hinweis Hinweis

Nachdem alle Archivdateien eines Laufs vollständig geschrieben wurden, wird das Systemereignis SAP_ARCHIVING_WRITE_FINISHED durch das ADK ausgelöst. Durch Reaktion auf dieses Ereignis lassen sich archivierungsnachgelagerte Prozesse, etwa die automatisierte Dateisicherung durch externe Werkzeuge, anstoßen.

Ende des Hinweises.

Des Weiteren können Sie über Springen folgende Menüoptionen aufrufen: