BW-Objekte transportieren 
Entwicklungsprojekte des Business Warehouse (BW) werden in den meisten Fällen nicht in einem Produktivsystem durchgeführt, sondern in einem oder – abhängig von ihrem Umfang – in mehreren Entwicklungssystemen.
Wenn Sie Ihre Entwicklungsprojekte in einem Entwicklungssystem durchführen, müssen Sie die Entwicklungen in das Zielsystem (ein Test- oder Produktivsystem) transportieren.
Hierfür wurde das Standard-Transportwesen im BW zum BW Transportanschluss erweitert. Über den Transportanschluss im jeweiligen BW-Entwicklungssystem können Sie eine konsistente Menge neu angelegter oder geänderter BW-Objekte sammeln und anschließend in Verbindung mit dem Change and Transport Organizer (CTO) transportieren.
Wählen Sie in der Data Warehousing Workbench den Funktionsbereich Transportanschluß (Transaktion RSOR) über die entsprechende Drucktaste im linken Navigationsfenster oder aus dem Hauptmenü der Data Warehousing Workbench .
Hinweis
Über
(Navigationsfenster ein/aus) können Sie das linke Navigationsfenster der Data Warehousing Workbench aus- und einblenden.
Sammeln Sie die Objekte, die Sie transportieren möchten, und überprüfen Sie die Einstellungen.
Weitere Informationen: Objekte sammeln
Um die gekennzeichneten Objekte zu transportieren, wählen Sie
(Objekte transportieren). Sie gelangen auf das Dialogfenster Objektkatalogeintrag
ändern.
Geben Sie unter der Gruppenüberschrift Attribute im Feld Paket ein transportierbares Kunden-Paket (beginnend mit Y oder Z) ein.
Hinweis
Diese Abfrage erfolgt nur einmal für alle gesammelten Objekte. Wenn Sie Objekte in verschiedenen Paketen transportieren möchten, müssen Sie die Objekte mehrfach sammeln. Sie können die Zuordnung zu einem Paket nachträglich ändern.
Weitere Informationen: Paketzuordnung ändern
Sichern Sie. Sie gelangen auf ein Dialogfenster zur Abfrage eines Transportauftrages.
Geben Sie im Feld Auftrag einen transportierbaren Auftrag an, oder legen Sie zunächst einen neuen Auftrag an.
Wählen Sie
(Weiter).
Hinweis
Das System zeigt entsprechende Informationen im Bildbereich Gesammelte Objekte zu den einzelnen Objekten in folgenden Spalten an:
Letzte Änderung
Letzter Änderer
Transportauftrag
Inhaber Transportauftrag
Paket
Überprüfen Sie in der Protokollanzeige im unteren Bildbereich Gesammelte Objekte den Status des Transportes.
Wählen Sie
(CTO Transport Organizer): Überblick. Sie gelangen auf das Bild Workbench Organizer: Aufträge.
Geben Sie zunächst die einzelnen Aufgaben frei, dann den ganzen Auftrag.
Das System überprüft die Aufgabe bzw. den Auftrag auf Inkonsistenzen. Weitere Informationen finden Sie unter Konsistenzprüfung bei der Freigabe von Transporten.
Im Fehlerfall wird auf einem Dialogfenster das Protokoll der Prüfung angezeigt. Sie haben folgende Optionen:
Um die Freigabe der Aufgabe bzw. des Auftrags abzubrechen, wählen Sie
(Abbrechen).
Um die Freigabe der Aufgabe bzw. des Auftrags fortzuführen, wählen Sie
(Weiter). Wenn Sie auch die nachfolgende Sicherheitsabfrage bestätigen, wird die Aufgabe
bzw. der Auftrag freigegeben. Das Protokoll der Prüfung wird dann im Anwendungslog unter Objekt RSO_REPOSITORY und Unterobjekt BEFORE_EXPORT gespeichert.
Achtung
Beachten Sie, dass Sie Aufträge, auf denen abhängige Objekte des aktuellen Auftrags stehen, vorher freigeben.
Da BW-Objekte beim ersten Transport einem transportierbaren Paket zugeordnet werden, unterliegen sie von diesem Zeitpunkt an der automatischen Änderungsaufzeichnung. Das bedeutet, dass alle geänderten Objekte automatisch auf einen Auftrag geschrieben werden und transportiert werden können.
Achtung
Bei der automatischen Änderungsaufzeichnung ist folgendes zu beachten: Wenn Sie z.B. zu einem InfoCube, der der automatischen Änderungsaufzeichnung unterliegt, neue InfoObjects anlegen, werden diese nicht automatisch auf den Auftrag des InfoCube geschrieben, sondern erhalten das Paket $TMP. Sie müssen diese Objekte oder den InfoCube über den BW-Transportanschluss sammeln und entsprechend transportieren.
Hinweis
Verzichten Sie nur bei solchen Änderungen auf das Sammeln der Objekte über den BW-Transportanschluss, bei denen keine neuen Objekte entstehen.
Die transportierten Objekte werden abhängig vom Objekttyp in der A-, M- oder T-Version in das Zielsystem importiert und über die After-Import-Methode RS_AFTER_IMPORT automatisch aktiviert. Die abhängigen DDIC- bzw. Programmobjekte werden nach dem Import im Zielsystem generiert. Falls die Löschung von Objekten transportiert wurde, werden die entsprechenden Objekte im Zielsystem gelöscht.
Mit der Implementierung des Business Add-Ins (BAdI) RSO_BADI_TRANSPORT können Sie Folgeaktivitäten wie das Ausführen oder Umplanen von Prozessketten nach einem Import von Objekten automatisch anstoßen. Dabei wird nach Ablauf der Standard-BW-After-Import-Methoden die Methode AFTER_IMPORT der Schnittstelle IF_EX_RSO_TRANSPORT ausgeführt. Weitere Informationen finden Sie unter Implementierung von BAdIs im Enhancement Builder und in der Metodendokumentation für IF_EX_RSO_TRANSPORT AFTER_IMPORT.
Technik des SAP Change and Transport Systems (CTS):
Transportlandschaft im BW
Aufzeichnungszeitpunkt für den Transport