Show TOC

SAP-Bibliotheken manuell sichernLocate this document in the navigation structure

Voraussetzungen

  • Sie haben sich als Benutzer QSECOFR, <SID>ADM oder mit einem Benutzerprofil mit ähnlicher Berechtigung angemeldet.

  • Sie verfügen über genug Speicherbänder und haben diese initialisiert, damit eine vollständige Sicherung der SAP-Bibliotheken auf diesen Bändern abgelegt werden kann.

  • Sie haben entschieden, ob Sie eine Offlinesicherung, eine Onlinesicherung, wobei alle Workprozesse eine Transaktionsgrenze erreicht haben, oder eine Onlinesicherung mit Teiltransaktionen durchführen möchten.

Kontext

Hinweis

Sie können SAP-Bibliotheken offline sichern, nachdem das SAP-System gestoppt wurde, oder online, ohne dass das SAP-System gestoppt wird.

Eine Onlinesicherung ist für die SAP-System-Performance besser, weil nicht alle Puffer und Caches zurückgesetzt werden müssen, wenn das SAP-System gestoppt und gestartet wird. Die Onlinesicherung verwendet die Betriebssystemfunktion Sicherung im aktiven Zustand. Weitere Informationen zur Funktion Sicherung im aktiven Zustand und deren Einschränkungen finden Sie unter Funktion Sicherung im aktiven Zustand.

Vorgehensweise

  • Offlinesicherung durchführen
    1. Um Ihre SAP-Systeminstanz zu stoppen, geben Sie den Befehl STOPSAP ein.

      Warten Sie, bis alle Workprozesse in den zugehörigen Subsystemen beendet sind.

    2. Starten Sie die Sicherung der Datenbankbibliotheken, indem Sie den Befehl SAVLIB eingeben und F4 wählen.

    3. Geben Sie im Eingabefeld für den Parameter Bibliothek ein Pluszeichen (+) ein, um mehrere Eingaben zu ermöglichen.

    4. Geben Sie die Namen der Datenbank- und Journalempfängerbibliotheken ein, die für Ihre Installation relevant sind:

      R3<SID>DATA

      R3<SID>JRN

      SAP<SID>DB

      SAP<SID>JRN

      Hinweis

      Die Bibliotheken R3<SID>DATA und R3<SID>JRN werden von einem SAP NetWeaver Application Server ABAP verwendet. Die Bibliotheken SAP<SID>DB und SAP<SID>JRN werden von einem SAP NetWeaver Application Server Java verwendet.

    5. Geben Sie für den Parameter Einheit den Namen Ihrer Bandeinheit (z.B. TAP01) ein. Um weitere Parameter anzuzeigen, wählen Sie F10.

    6. Geben Sie für den Parameter Sichern im aktiven Zustand den Wert *NO ein.

    7. Geben Sie für den Parameter Ausgabe den Wert *PRINT ein.

    8. Um Platz auf den Speichermedien zu sparen, geben Sie für den Parameter Datenverdichtung den Wert *YES und für den Parameter Datenkomprimierung den Wert *DEV ein.

    9. Wenn Sie Zugriffspfade (Indizes) sichern möchten, geben Sie für den Parameter Zugriffspfade sichern den Wert *YES ein.

      Hinweis

      Für das Sichern von Zugriffspfaden ist mehr Zeit während der Sicherung und mehr Platz auf den Sicherungsmedien erforderlich. Die Wiederherstellung eines Systems nach einem Datenverlust ist jedoch schneller, weil die Indizes nach dem Zurückladen der Tabellen nicht neu aufgebaut werden müssen.

    10. Wählen Sie Enter.

    11. Prüfen Sie, ob die Sicherung vollständig durchgeführt wurde. Um nach Fehlermeldungen zu suchen, geben Sie den Befehl DSPJOBLOG ein.

      Achtung

      In diesem Fall müssen Sie den Fehler beheben und die Sicherung erneut durchführen.

  • Onlinesicherung durchführen
    1. Starten Sie die Sicherung der Datenbankbibliotheken, indem Sie den BefehlSAVLIB eingeben und F4 wählen.

    2. Geben Sie im Eingabefeld für den Parameter Bibliothek ein Pluszeichen (+) ein, um mehrere Eingaben zu ermöglichen.

    3. Geben Sie die Namen der Datenbank- und Journalempfängerbibliotheken ein, die für Ihre Installation relevant sind:

      R3<SID>DATA

      R3<SID>JRN

      SAP<SID>DB

      SAP<SID>JRN

      Hinweis

      Die Bibliotheken R3<SID>DATA und R3<SID>JRN werden von einem SAP NetWeaver Application Server ABAP verwendet. Die Bibliotheken SAP<SID>DB und SAP<SID>JRN werden von einem SAP NetWeaver Application Server Java verwendet.

    4. Geben Sie für den Parameter Einheit den Namen Ihrer Bandeinheit (z.B. TAP01) ein. Um weitere Parameter anzuzeigen, wählen Sie F10.

    5. Geben Sie für den Parameter Sichern im aktiven Zustand den Wert *SYNCLIB ein.

    6. Sie können eine Onlinesicherung, wobei alle Workprozesse eine Transaktionsgrenze erreicht haben, oder eine Onlinesicherung mit Teiltransaktionen durchführen:

      Wenn Sie eine Onlinesicherung durchführen, wobei alle Workprozesse eine Transaktionsgrenze erreicht haben, geben Sie für den Parameter Wartez. b. Sich. im akt. Zust. im Feld Objektsperren einen sinnvollen Zeitüberschreitungswert ein, wie z.B. 3600, und übernehmen Sie in den anderen Feldern die Vorschlagswerte.

      Wenn Sie eine Onlinesicherung mit Teiltransaktionen durchführen, geben Sie für den Parameter Wartez. b. Sich. im akt. Zust. im Feld Objektsperren einen sinnvollen Wert ein. Geben Sie im Feld Anstehende Satzänderungen den Wert *NOCMTBDY und im Feld Andere anstehende Änderungen den Wert *LOCKWAIT ein.

    7. Geben Sie für den Parameter Ausgabe den Wert *PRINT ein.

    8. Um Platz auf den Speichermedien zu sparen, geben Sie für den Parameter Datenverdichtung den Wert *YES und für den Parameter Datenkomprimierung den Wert *DEV ein.

    9. Wenn Sie Zugriffspfade (Indizes) sichern möchten, geben Sie für den Parameter Zugriffspfade sichern den Wert *YES ein.

      Hinweis

      Für das Sichern von Zugriffspfaden ist mehr Zeit während der Sicherung und mehr Platz auf den Sicherungsmedien erforderlich. Die Wiederherstellung eines Systems nach einem Datenverlust ist jedoch schneller, weil die Indizes nach dem Zurückladen der Tabellen nicht neu aufgebaut werden müssen.

    10. Wählen Sie Enter.

    11. Prüfen Sie, ob die Sicherung vollständig durchgeführt wurde. Um nach Fehlermeldungen zu suchen, geben Sie den Befehl DSPJOBLOG ein.

      Achtung

      In diesem Fall müssen Sie den Fehler beheben und die Sicherung erneut durchführen.

    Weitere Informationen zu den Parametern, die Sie zu dem Befehl SAVLIB angeben können, finden Sie in der IBM-Dokumentation zur Sicherung und Wiederherstellung. Um Integrated-File-System-Objekte (IFS-Objekte) zu sichern, gehen Sie wie unter SAP-systembezogene IFS-Objekte sichern beschrieben vor.