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HintergrundHardware-Anforderungen für SAProuter Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

SAProuter-Architektur und Anforderungsprofil

Da die Arbeit des SAProuter (auch mit SNC) hauptsächlich I/O-basiert ist (Ein-/Ausgabe), benötigen Sie auf dem Rechner keine besonders leistungsfähige CPU.

Die Last, der der SAProuter ausgesetzt ist, wird durch die Anzahl offener Verbindungen bestimmt.

Wenn über 800 Verbindungen aufrecht erhalten werden sollen, empfiehlt SAP das Nachstarten von neuen SAProuter-Prozessen mit der Option -Y <n>. So verteilen Sie die Last auf mehrere Prozesse und reduzieren das Risiko eines Problems (bzw. ein auftretendes Problem betrifft nie alle bestehenden Verbindungen). Bei vielen Verbindungen gilt die Faustregel: 1 SAProuter pro 500 Verbindungen.

Alternativ zur Option -Y können Sie auch ein Skript aufsetzen, das den SAProuter-Prozess überwacht und den SAProuter neu startet (Soft-Shutdown mit Option -p mit anschließendem Neustart), sobald eine gewisse Anzahl Verbindungen überschritten wird oder bis die Meldung

Maximum number of clients reached zum ersten Mal geschrieben wird

Da der SAProuter-Prozess in einem Thread abläuft (single threaded) und häufig mit I/O aufrufen oder Hostnamensauflösungen beschäftigt ist, kommt auch eine Maschine mit einer CPU gut mit mehreren parallel laufenden SAProuter-Prozessen zurecht.

Empfohlene Hardware

Für einen SAProuter mit 3000 parallelen Verbindungen und gewöhnlichem Kommunikationsaufkommen zwischen SAP GUI und Applikationsserver und wenig Datei-Download und -Upload (ca. 8kB Datentransfer in beide Richtungen pro Verbindung und 10 Sekunden) empfiehlt SAP:

  • Schnelle Netzwerk-Adapter (sehr wichtig)

  • 2 Hyper-Threading (HTT) CPUs mit 2GHz Taktfrequenz

  • 512 MB RAM

  • 50 MB freier Festplattenplatz für SAProuter und Konfiguration

  • Festplattenplatz für Log-Dateien

Hintergrund

Für 3000 Benutzer werden 6 SAProuter-Prozesse veranschlagt (Option -C <clients> auf 1000 setzen).

Jeder dieser Prozesse benötigt 4,5 MB Speicher und 9% einer 2-Wege-HTT-3-GHz-CPU, wenn man ein Drittel der CPU-Last für die Benutzer und 2 Drittel für das System annimmt. Dann benötigen die 6 SAProuter-Prozesse zusammen ca. 30 MB und 55% der CPU.

Manchmal dauert die Ermittlung des Hostnamens aus der IP-Adresse (reverse lookup) einige Sekunden, während derer der Prozess blockiert ist. Ursache ist zumeist ein Fehler in der DNS-Konfiguration. Insbesondere bei hoher Last auf dem SAProuter spüren die Benutzer diese Verzögerungen. Verwenden Sie die Option -D, um der Situation vorzubeugen.

Empfohlene Startoptionen

Starten Sie den SAProuter wie folgt:

saprouter -r -K <SNC name> -Y 0 -C 1000 -D -G <log file> -J 2000000

Weitere Informationen

Informationen zum Betrieb von SAProuter unter Windows finden Sie in SAP-Hinweis 734095.