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Dokumentation zur VorgehensweiseRoute Strings eingeben Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Ein Route-String beschreibt eine gewünschte Verbindung zweier Hosts über einen oder mehrere SAProuter. Jeder dieser SAProuter prüft dann anhand seiner Route-Permission-Tabelle, ob die Verbindung zwischen seinem Vorgänger und seinem Nachfolger erlaubt ist und stellt sie in diesem Falle her.

Vorgehensweise

Die Eingabe von Route Strings lässt sich am besten anhand eines Beispiels illustrieren.

Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für eine Verbindung zwischen SAP und einem Kundensystem. In diesem Beispiel möchte sich ein SAP-Service-Mitarbeiter, der auf sappc arbeitet, an einem Kundenapplikationsserver yourapp anmelden, der den Service sapsrv anbietet oder verwendet.

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

Der SAP-Service-Mitarbeiter meldet sich am SAP-System an und stellt über den SAProuter auf sap_rout und den SAProuter des Kunden your_rout eine Verbindung zwischen sappc und yourapp her.

your_rout benötigt das Kennwort pass_to_app für Verbindungen mit yourapp.

So sieht der Route-String aus:

/H/sap_rout/H/your_rout/W/pass_to_app/H/yourapp/S/sapsrv

Dieser Route-String wird von den beteiligten SAProutern wie folgt interpretiert:

Host/Adresse

Service/Port

Kennwort

Substring 1

/H/sap_rout

/S/<default>

<kein Kennwort>

Substring 2

/H/your_rout

/S/<default>

/W/pass_to_app

Substring 3

/H/yourapp

/S/sapsrv

Die Verbindung von sappc zum Anwendungsserver wird in folgenden Stufen hergestellt:

sappc (Frontend)

Baut die Verbindung zum SAProuter sap_rout gemäß Substring 1 auf und gibt die Routeninformation weiter.

sap_rout (SAProuter auf SAP-Seite)

Prüft anhand der Route-Permission-Tabelle, ob die Route sappc zu your_rout 3299 erlaubt ist, baut die Verbindung zum Kunden-SAProuter auf dem Host your_rout auf und übergibt Substring 2 und 3.

your_rout (SAProuter auf Kundenseite)

Prüft, ob die Route sap_rout zu yourapp, sapsrv erlaubt ist. Das Kennwort pass_to_app wird ebenfalls geprüft. SAProuter baut dann die Verbindung zum Anwendungsserver auf.

Ein SAProuter prüft immer nur den vorherigen Hostnamen oder die vorherige IP-Adresse und den nächsten Substring (/H/.../S/.../W/...) auf Hostnamen oder IP-Adresse, Service und Kennwort. Im letzten Substring steht kein Kennwort, da es ja keinen Nachfolger in der Route mehr gibt.

Wenn der Teil /S/ fehlt, wird die Default-Portnummer des SAProuter verwendet. Wenn der Teil /W/ fehlt, wird kein Kennwort verwendet.

Mit der alten Kennworteingabe würde der obige Route-String so aussehen:

/H/sap_rout/H/your_rout/H/yourapp/S/sapsrv/P/pass_to_app

Beachten Sie, dass der Hostname (der in dem Route-String auf das /H/ folgt) aus technischen Gründen mindestens 2 Zeichen lang sein muss!

Weitere Informationen

Route Strings

Route-Permission-Tabelle

Route Connects im Implementierungsteil