
Sie überwachen die Verarbeitung von Message-Paketen, um aufgrund der erhobenen Daten Maßnahmen ergreifen zu können, die zum Beispiel die Performance verbessern. Zur Überwachung verwenden Sie die Paketstatistik, die Sie zuerst konfigurieren müssen.
Zur Fehlerbehandlung können Sie auftretende Fehler protokollieren und fehlerhafte Message erneut starten.
Zur Konfiguration der Paketstatistik verwenden Sie die Transaktion XMSPKSTATCNF.
In Produktivsystemen sollten Sie die Paketstatistik nur zur Analyse von Fehlersituationen anschalten.
Aus Gründen der Performance sollten Sie den niedrigen Level verwenden.
Berücksichtigt werden alle Queues, bei denen es per Konfiguration zur Bildung von Message-Paketen kommen kann.
Um die größtmögliche Menge an Informationen zu erhalten, sollten Sie die vollen Queue-Namen verwenden.
Die Statistikdaten zeigen an, ob einzelne oder aggregierte Daten für einen bestimmten Zeitraum vorliegen. Die Anzeige können Sie aktualisieren, die vorhandenen Daten können Sie komplett löschen.
Der Aggregationsjob aggregiert die vorliegenden Einzeldaten. Er ist vorkonfiguriert und kann gelöscht und wieder neu angelegt werden. Datum und Uhrzeit der letzten und nächsten Ausführung des Jobs werden angezeigt.
Der aktuelle Status der Datenaggregation ist nur dann grün, wenn sowohl der Status der Statistikdaten als auch der Status des Aggregationsjobs grün sind, das heißt, wenn aggregierte Daten vorliegen und der Aggregationsjob angelegt ist.
Sind Einzeldaten vorhanden, die noch nicht aggregiert wurden, ist der Status gelb und eine entsprechende Meldung wird angezeigt.
Die Statistikdaten zeigen an, ob aggregierte Daten oder Einzeldaten aus einem bestimmten Zeitraum vorliegen, die beim nächsten Reorganisationslauf gelöscht werden können. Die Anzeige können Sie aktualisieren, die vorhandenen Daten können Sie unabhängig vom eingeplanten Reorganisationsjob komplett löschen.
Der Reorganisationsjob löscht alle Daten, die gelöscht werden können. Er ist vorkonfiguriert und kann gelöscht und wieder neu angelegt werden. Datum und Uhrzeit der letzten und nächsten Ausführung des Jobs werden angezeigt.
Der aktuelle Status der Datenreorganisation ist nur dann grün, wenn sowohl der Status der Statistikdaten als auch der Status des Reorganisationsjobs grün sind, das heißt, wenn keine zu löschenden Daten vorliegen und der Reorganisationsjob angelegt ist.
Sind zu löschende Daten vorhanden, die noch nicht gelöscht wurden, ist der Status gelb und eine entsprechende Meldung wird angezeigt.
Zur Überwachung der Paketstatistik verwenden Sie die Transaktion XMSPKSTATMON.
Sie gelangen in eine erste Sicht, die Ihnen eine Liste von allen Aggregaten anzeigt, die über den ausgewählten Zeitraum pro Zeitintervall und Queue erstellt wurden. Zu jedem Aggregat werden die folgenden Informationen angezeigt:
Zusätzlich wird Ihnen die Gesamtzahl aller Pakete und Messages angezeigt.
Die Ereignisanzeige zeigt unter anderem Ereignisse (Prüfungen), die dazu führen, dass Messages von der Paketbildung ausgeschlossen werden, sowie die Anzahl der aufgrund dieser Prüfungen aus der Paketbildung entfernten Messages.
Sie gelangen in eine zweite Sicht, in der die Daten pro Paket aufgelistet werden. In dieser Sicht können Sie zum Beispiel fehlerhafte Pakete identifizieren (Status rot).
Pro Paket werden unter anderem die Anzahl an Messages, die Paketgröße, und die ID der führenden Message angezeigt.
Sie gelangen in eine dritte Sicht, in der die IDs der beteiligten Messages gemäß ihrer Reihenfolge in dem ausgewählten Paket aufgelistet werden.
Diese dritte Sicht wird nur angezeigt, wenn Sie die Paketstatistik mit Level hoch konfiguriert haben.
Sie gelangen in den Monitor für verarbeitete Messages, der Ihnen weitere Informationen zu dieser Message bietet.
Fehler; die während der Verarbeitung der Pakete auftreten, können Sie protokollieren:
Wenn der Konfigurationsparameter LOGGING_AMF_ERR aktiv ist und die Verarbeitung einer Message in einem Paket scheitert, wird eine Fehlermeldung mit der Paket-ID als Meldungs-ID erstellt.
Dieser Parameter sollte nur in einem Entwicklungssystem oder zur Analyse von Fehlersituationen aktiviert werden, da auftretende Fehler unter Umständen mehrfach gemeldet werden.
Tritt ein Fehler auf, der automatisch behoben werden kann, wird die den Fehler verursachende Message ermittelt und einzeln verarbeitet. Das Paket wird mit dem nächsten Wiederholungsversuch erneut verarbeitet.
Tritt ein Fehler auf, der nicht automatisch behoben werden kann, wird das Paket zerlegt und die erste Message des Pakets wird erneut verarbeitet.
Ein manueller Neustart einzelner Messages ist nach wie vor möglich.