
Zur Designzeit stellt der Context zunächst eine Beschreibung der Struktur der benötigten Wertemengen dar. Jedes Attribut ist typisiert und nur ein einziges Mal vorhanden.
Zur Laufzeit wird diese strukturierte Hülle mit Werten gefüllt. Dabei können, z.B. bei der Darstellung von Tabellen, für ein einzelnes Attribut eine Vielzahl von Werten im Context enthalten sein. Über die Kardinalität eines Context-Knotens können Sie bereits zur Designzeit bestimmen, ob Sie eine multiple Wertemenge für ein Context-Attribut zur Laufzeit zulassen wollen oder nicht.
Context-Knoten mit einer Kardinalität von 0..n bzw. 1..n werden als multiple Knoten bezeichnet. Ein einzelnes Context-Attribut eines multiplen Knotens kann also zur Laufzeit eine Vielzahl von Werten annehmen. Um mit einem solchen mehr-dimensionalen Context sinnvoll arbeiten zu können, bietet das Web-Dynpro-ABAP-Framework die Eigenschaften singleton und leadselection an.
Um einen Context zur Laufzeit mit Werten zu befüllen, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung (sieheFüllen des Contexts). In jedem Fall jedoch wird eine Methode gerufen. Eine dieser Möglichkeiten ist die Supply-Funktion (siehe Supply-Funktion).
Um Context-Elemente in unterschiedlichen Views parallel zu nutzen und Werte von einem Context in einen anderen zu transportieren nutzen Sie das Context-Mapping (sieheContext-Mapping).
Weitere Informationen finden Sie unter:
Controller-Context und Context-Knoten anlegen und pflegen in der Dokumentation der Werkzeuge in der ABAP-Workbench
Context in den Programmierhinweisen
Praktische Hinweise zur Gestaltung und Programmierung von Contexten