Einplanungskonzept 
Um Ihr Datenbanksystem sicher betreiben zu können, sollten Sie sich ein Einplanungskonzept für folgende Aktionen überlegen:
Datensicherungen
Log-Sicherungen
Aktualisieren der Statistiken für den SQL-Optimierer
Prüfen der Datenbankstrukturen
Sicherungen aufbewahren und prüfen
Tabellenstatistiken aktualisieren
Diese Aktivitäten können Sie mit dem DBA-Einplanungskalender einplanen, starten und überwachen.
Sie können Sicherungswerkzeuge anderer Anbieter einsetzen, um die Sicherungsgeschwindigkeit zu erhöhen.
DBA-Einplanungskalender einrichten und verwenden
Database Administration, Periodic Administration Tasks, Using Third-Party Backup Tools
Beachten Sie, dass in einem Wiederherstellungsfall um so weniger Log-Einträge nachgefahren werden müssen, je aktueller die letzte zur Verfügung stehende Datensicherung ist. Führen Sie also möglichst häufig Datensicherungen durch.
Führen Sie mindestens eine vollständige Datensicherung pro Woche (möglichst am Wochenende) durch (Aktion Vollständige Datensicherung).
Starten Sie an jedem produktiven Tag eine inkrementelle Datensicherung (Aktion Inkrementelle Datensicherung).
Hinweis
Wenn eine vollständige Datensicherung aktiv ist, kann keine inkrementelle Datensicherung gestartet werden.
Sie können Datensicherungen parallelisieren, um die Sicherungsgeschwindigkeit zu erhöhen
Verfahren Sie wie in Datensicherung einplanen angegeben.
Siehe auch: Database Administration, Backing Up Data
In produktiven Systemen sollten die Log-Einstellungen so gewählt werden, dass der Log-Bereich möglichst hardware-basiert gespiegelt wird, der Log-Bereich erst nach seiner Sicherung überschrieben werden kann und die Redo-Log-Verwaltung stets eingeschaltet ist. Führen Sie regelmäßig Log-Sicherungen durch.
Automatische Log-Sicherung
Die automatische Log-Sicherung (Autosave-Log-Mechanismus) sollte immer eingeschaltet sein (Aktion Automatische Log-Sicherung aktivieren). Überprüfen Sie daher regelmäßig, dass die automatische Log-Sicherung eingeschaltet ist.
Vollständige und inkrementelle Datensicherungen sind auch möglich, während die automatische Log-Sicherung eingeschaltet ist.
Verfahren Sie wie in Automatische Log-Sicherung aktivieren angegeben.
Interaktive Log-Sicherung
Wenn die automatische Log-Sicherung deaktiviert ist, müssen Sie regelmäßig überprüfen, dass im Log-Bereich ausreichend Speicherplatz vorhanden ist. Wenn keine neuen Log-Einträge aufgrund von Speicherplatzmangel im Log-Bereich geschrieben werden können, kommt es zu einem Datenbanksystemstillstand. Sichern Sie gegebenenfalls sofort den Log-Bereich, indem Sie eine interaktive Log-Sicherung starten (Aktion Log-Sicherung).
Verfahren Sie wie in Interaktive Log-Sicherung einplanen angegeben.
Archivieren der Sicherungsdateien
Archivieren Sie die bei einer Log-Sicherung geschriebenen Sicherungsdateien regelmäßig auf einen Datenträger Ihrer Wahl. Sie können nach erfolgreicher Archivierung die bei der Log-Sicherung geschriebenen Sicherungsdateien löschen und somit gewährleisten, dass im Verzeichnis für die Sicherungsdateien stets genügend Platz vorhanden ist.
Wenn Sie ein Sicherungswerkzeug anderer Anbieter einsetzen, können Sie das Archivieren der Sicherungsdateien automatisieren (Aktion Log-Sicherungsdateien archivieren).
Verfahren Sie wie in Sicherungsdateien archivieren angegeben.
Siehe auch: Database Administration, Backing Up Log Entries, Archiving Backup Files
Nach einer Installation, einem Upgrade oder einer Datenbankmigration führen Sie einmal die Aktion Alle Optimiererstatistiken aktualisieren aus.
Danach ist es ausreichend, einmal wöchentlich (möglichst am Wochenende) die Statistiken zu aktualisieren. Nutzen Sie dazu die Aktionen Tabellen für Update statistics markieren und Update statistics für markierte Tabellen.
Verfahren Sie wie in Aktualisierung der SQL-Optimiererstatistiken einplanen angegeben.
Siehe auch: SQL-Optimierer im CCMS
Generell sollten die Datenbankstrukturprüfungen spätestens vor Überschreiben der Datenträger eines Sicherungszyklus durchgeführt werden. Bei den folgenden Empfehlungen wird von einem Sicherungszyklus von 4 Wochen ausgegangen.
Prüfen Sie alle vier Wochen (möglichst am Wochenende) die Datenbankstrukturen für alle Datenbankobjekte (Tabellen und Indizes). Nutzen Sie dazu die Aktion Datenbankstruktur prüfen. In Abhängigkeit von der Größe Ihres Datenbestandes kann diese Strukturprüfung einige Zeit in Anspruch nehmen.
Alternativ oder ergänzend dazu können Sie die Datenbankstrukturen für alle Tabellen prüfen. Verwenden Sie dazu die Aktion Datenbankstruktur prüfen (nur Tabellen). Indizes beinhalten redundante Informationen und können bei Defekten wiederhergestellt werden. Daher genügt es, deren Strukturen in größeren Abständen zu überprüfen.
Verfahren Sie wie in Datenbankstrukturprüfung einplanen beschrieben. Strukturprüfungen für eine einzelne Tabelle können Sie über das Benutzermenü Tabellen/Views/Synonyme (DBA Cockpit/Datenbankassistent) durchführen.
Siehe auch: Database Administration, Checking Database Structures
Bänder mit Sicherungen sollten nicht gleich mit der nächsten Sicherung wieder überschrieben werden. Durch Erhalt der letzten - beispielsweise vier - Sicherungsgenerationen bleibt die Möglichkeit bestehen, bei einem Datenträgerfehler gegebenenfalls auf eine ältere Sicherung zurückgreifen zu können.
Prüfen Sie von Zeit zu Zeit die Sicherungen auf den Datenträgern. So können Sie rechtzeitig ermitteln, ob ein Sicherung nicht mehr lesbar ist. Nutzen Sie dazu entsprechend eine der Aktionen Vollständige Datensicherung prüfen, Inkrementelle Datensicherung prüfen bzw. Log-Sicherung prüfen.
Verfahren Sie wie in Aktion einplanen beschrieben.
Siehe auch: Database Studio, Checking Backups
Sie sollten die Aktion Tabellenstatistiken aktualisieren so einplanen, dass die Statistiken wöchentlich aktualisiert werden.
Verfahren Sie wie in Aktion einplanen beschrieben.
Ein einmaliges Aktualisieren der Tabellenstatistiken können Sie mit Hilfe des Benutzermenüs Tabellengrößen (DBA Cockpit/Datenbankassistent) durchführen. Im Benutzermenü Tabellengrößen können Sie die ermittelten Statistikdaten auswerten.