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Bedingung definierenLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Sie können an verschiedenen Stellen im Prozess-Editor Bedingungen definieren, um die Verarbeitung abhängig vom Ergebnis der Bedingung zu steuern. An den entsprechenden Stellen, wie z. B. beim Definieren einer Mehrfachbedingung, zeigt das System den Bedingungseditor automatisch an.

Um Bedingungen übersichtlich und nachvollziehbar zu gestalten, können Sie Kommentare einfügen. Außerdem können Sie einen Verwendungsnachweis für die verwendeten Ausdrücke anzeigen.

Ausdrücke

Sie können folgende Ausdrücke in Bedingungen verwenden:

  • Containerelement: In einer Bedingung können Sie alle Containerelemente verwenden, die für die Bedingung sichtbar sind. Sie können einem Containerelement jedoch nicht ein anderes Containerelement zuweisen.
  • Alias: Um einen X-Path-Ausdruck in einer Bedingung verwenden zu können, definieren Sie einen Alias und weisen den entsprechenden X-Path-Ausdruck zu. Sie können auch für Containerelemente Aliasnamen definieren, um die Bedingung lesbarer zu machen. Einem Alias können Sie im Datenfluss keinen anderen Alias zuweisen.
  • Konstante: Konstanten können Sie direkt in der Bedingung eingeben. Um die Lesbarkeit der Bedingung zu verbessern, können Sie für eine Konstante auch einen Aliasnamen definieren.
  • Kontextobjekt: Kontextobjekte können Sie direkt in einer Bedingung verwenden.
  • Indexausdruck: Über einen Indexausdruck können Sie angeben, auf das wievielte Element eines mehrzeiligen Containerelements Sie zugreifen möchten. Sie können den Index als Konstante angeben oder als Containerelement, das dynamisch bestimmt wird.

Vergleichsoperatoren

Folgende Tabelle zeigt die verfügbaren Vergleichsoperatoren:

Operator Bedeutung Bemerkungen

gleich

 

!=

ungleich

 

kleiner als

 

kleiner oder gleich

 

größer als

 

größer oder gleich

 

CP

passt zum Muster

c1 passt zum Muster c2

Um das Muster c2 anzugeben, können Sie normale Zeichen und die folgenden Maskenzeichen verwenden:

* (Sternchen) steht für eine beliebige Zeichenfolge

+ (Plus) steht für ein beliebiges Zeichen

NP

passt nicht zum Muster

c1 passt nicht zu c2

c1 NP c2 ist gleichbedeutend mit NOT (c1 CP c2)

CE

Tabelle enthält Element

c1 enthält c2

Das mehrzeilige Element (der mehrzeilige Ausdruck) c1 enthält c2 .

NE

Tabelle enthält Element nicht

c1 enthält nicht c2

Das mehrzeilige Element (der mehrzeilige Ausdruck) c1 enthält c2 nicht.

EX

Objekt/Element existiert

Element ist im Container vorhanden bzw. referenziertes Element existiert

NX

Objekt/Element existiert nicht

Element ist nicht im Container vorhanden bzw. referenziertes Element existiert nicht

Logische Operatoren

Operator Bedeutung Bemerkungen

&

Und

Bindet stärker als |, jedoch schwächer als !

|

Oder

Bindet schwächer als &und schwächer als !

!

Nicht

Bindet stärker als & und |

Nach ! muss eine Klammer ( ) folgen.

Der Operator bezieht sich auf die gesamte Klammer.

Folgende Bedingungen sind gleichbedeutend:

  • A | B & C | D
  • A | (B & C) | D
Vorgehensweise
  1. Prüfen Sie, ob alle erforderlichen Bedingungsvariablen zur Verfügung stehen.

    Im Fensterbereich Bedingungsvariablen sehen Sie alle Containerelemente, die für die Bedingung sichtbar sind: Containerelemente desselben Blocks, des übergeordneten Blocks oder des Prozesscontainers.

Alias für X-Path-Ausdrücke definieren

Sie können zusätzliche Aliasnamen definieren, die nur innerhalb der Bedingung gültig sind. Einen solchen Aliasnamen müssen Sie definieren, wenn Sie in einer Bedingung einen X-Path-Ausdruck verwenden möchten.

  1. Definieren Sie im Fensterbereich Bedingungsvariablen den Aliasnamen.
  2. Definieren Sie Fensterbereich Datenfluss den Datenfluss für den Alias. Dazu verwenden Sie den Ausdruckseditor.

    Siehe: Ausdruckseditor verwenden

Kontextobjekte verwenden

Sind entsprechende Kontextobjekte definiert, können Sie diese direkt in einer Bedingung verwenden. Der Fensterbereich Kontextobjekte zeigt alle Messages, für die Kontextobjekte definiert sind.

  1. Fügen Sie das Kontextobjekt an der gewünschte Position in die Bedingung ein.

    In einer Bedingung wird ein Kontextobjekt wie folgt angezeigt:

    <Containerelement>.<Namensraum-Präfix>:<Kontextobjekt-Name>

<Containerelement> : Containerelement, das die Message referenziert, für die das Kontextobjekt definiert ist.

<Namensraum-Präfix> : Abkürzung für den Namensraum. Das System vergibt diese Abkürzung automatisch. Den vollständigen Namen können Sie anzeigen, indem Sie Namensraum-Präfix im Menü des Fensterbereichs Kontextobjekte wählen. Dort können Sie auch eigene Abkürzungen definieren.

Auf mehrzeilige Containerelemente zugreifen

  1. Um auf ein bestimmtes Element eines mehrzeiligen Containerelements zuzugreifen, geben Sie den entsprechenden Indexausdruck gemäß folgender Syntax an:
    • Index als Konstante: multiple_containerelement[n]

      Greift auf das n-te Element des mehrzeiligen Containelements zu. n ist eine Konstante des Typs xsd:integer

    • Index als Containerelement: multiple_containerelement [index_containerelement]

      Greift auf die Zeile des mehrzeiligen Containerelements zu, die index_containerelement liefert. index_containerelement ist ein Containerelement des Typs xsd:integer.

Bedingung definieren

  1. Definieren Sie die Bedingung, indem Sie die gewünschten Ausdrücke und Operatoren angeben.

    Sie können Operatoren, Bedingungsvariablen und Kontextobjekte über die Tastatur eingeben oder mit der Maus an die gewünschte Position ziehen.

    Mit der Tastenkombination Strg + Leertaste können Sie eine Eingabeunterstützung anzeigen. Diese zeigt alle Elemente, die Sie an der aktuellen Cursorposition in die Bedingung einfügen können.

    Der Bedingungseditor prüft automatisch die Syntax der Bedingung und zeigt Fehlermeldungen und Hinweise zu deren Behebung im linken unteren Fensterbereich. Sie können die Syntaxprüfung bei Bedarf auch selbst starten.