
Im Prozesskomponenten-Modell ( SAP ProComp model) modellieren Sie die Operationen und Service-Interfaces einer Prozesskomponente aus Provider-Sicht. Im Integrationsszenario-Modell ( SAP integration scenario model) modellieren Sie Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Prozesskomponenten einer Wertschöpfungskette. Zur Vervollständigung fehlen jedoch noch Details zur Kommunikation zwischen den verschiedenen Prozesskomponenten. Das Prozesskomponenten-Interaktionsmodell ( SAP ProComp interaction model) schließt diese Lücke. Sie können ein Prozesskomponenten-Interaktionsmodell nur für eine Enterprise-Service-Interaktion modellieren.
Die folgende Grafik zeigt den typischen Aufbau eines solchen Modells:
Das Modell zeigt wie zwei Prozesskomponenten im Detail miteinander interagieren. Die hier modellierten Service-Interfaces sind die gleichen, die Sie auch schon im jeweiligen Prozesskomponenten-Modell modelliert haben. Hinzu kommen die für die Kommunikation benötigten Message-Typen:
Im Falle einer asynchronen Operation ohne Mapping wird ein Message-Typ benötigt.
Im Falle einer synchronen Operation ohne Mapping werden zwei Message-Typen benötigt (eine für den Request und eine für die Response).
Wenn die Struktur der Message-Typen von sendender und empfangender Prozesskomponente nicht übereinstimmen, müssen die Message-Typen über ein Mapping aufeinander abgebildet werden (in der Grafik oben nicht abgebildet). In diesem Fall werden statt eines Message-Typs ein Ausgangs- und ein Ziel-Message-Typ benötigt.
Ein zeitlicher Ablauf des Message-Austauschs wird im Modell nicht durch feste Regeln erzwungen. SAP empfiehlt, den typischen zeitlichen Verlauf von oben nach unten darzustellen.
Bei einem Message-Austausch mit einer Partner-Prozesskompontente müssen Sie für die spätere Implementation wissen, welche Service-Interfaces und Operationen der Geschäftspartner für die Kommunikation vorgesehen hat. Stimmen Sie sich mit Ihrem Geschäftspartner ab und modellieren Sie diese Service-Interfaces und Operationen in der Partner-Prozesskomponente.
SAP verwendet Interface-Patterns, um den Message-Austausch zwischen zwei Prozesskomponenten mit Hilfe asynchroner und synchroner Operationen zu modellieren. Folgende Interface-Patterns stehen zur Auswahl:
Asynchrone Interface-Patterns:
Request-Confirmation : Interface-Pattern für die Aktualisierung von Daten (typisches Anwendungsbeispiel: Bestellungen).
Notification : Interface-Pattern für zielgerichtete Benachrichtigungen mit einer hohen Verbindlichkeit.
Information : Interface-Pattern für das Broadcasting von Ereignissen an mehrere Empfänger.
Synchrone Interface-Patterns:
Query Business Object in A2A communication : Interface-Pattern für das Lesen von Daten mit Hilfe von Selektionskriterien.
Read Business Object in A2A communication : Interface-Pattern für das Lesen von Daten mit Hilfe von einer ID.