CTS-Deploy-Web-Service konfigurieren 
Um den CTS-Deploy-Web-Service verwenden zu können, müssen Sie die HTTP-Verbindung CTSDEPLOY konfigurieren. Voraussetzung für die HTTP-Verbindung ist, dass der logische Port CTSDEPLOY auf dem SAP NetWeaver Application Server ABAP Ihres Transportsystems und der CTS-Deploy-Web-Service auf dem SAP NetWeaver Application Server Java Ihres Transportsystems existieren. Ab Enhancement Package 1 für SAP NetWeaver 7.0 wird der logische Port CTSDEPLOY vollständig konfiguriert ausgeliefert. Der CTS-Deploy-Web-Service ist Teil des SAP NetWeaver 7.0 AS Java seit Support Package Stack 12.
Bei Verwendung der NWDI in Verbindung mit CM Services: Der CTS-Deploy-Web-Service muss auf dem System konfiguriert sein, auf dem die CM Services laufen (NWDI-Server). Wenn Sie den CTS-Deploy-Web-Service CTSDEPLOY bereits für die Entwicklung anderer SAP-Anwendungen (z. B. Portal- oder PI-Entwicklung) auf einem anderen System (z. B. einem Solution-Manager-System) konfiguriert haben, dann können Sie für Ihre NWDI-Entwicklung einen weiteren Deploy-Web-Service CTSDEPLOY_DI konfigurieren, welcher die Kommunikation zwischen dem ABAP-Kommunikationssystem und dem Server, auf dem die CM Services laufen, übernimmt.
Die folgenden Schritte beschreiben die Konfiguration des CTS-Deploy-Web-Service am Beispiel eines Dual-Stack-Systems als Transportsystem:
Überprüfen Sie, dass der logische Port CTSDEPLOY im Mandanten 000 existiert und dass er aktiv ist.
Sie befinden sich im SAP NetWeaver Application Server ABAP Ihres Transportsystems im Mandanten 000.
Um den logischen Port zu überprüfen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Rufen Sie die Transaktion LPCONFIG auf. Ignorieren Sie die Meldung, dass die Transaktion veraltet ist.
Geben Sie im Feld Proxyklasse den Wert CO_TFLDEPLOY_PROXY_VI_DOCUMENT und im Feld Logischer Port den Wert CTSDEPLOY ein.
Wählen Sie Anzeigen.
Wenn der logische Port nicht vorhanden ist, müssen Sie ihn im Mandanten 000 anlegen. Dazu müssen Sie zunächst die Systemänderbarkeit des Mandanten 000 auf Änderbar setzen (siehe Schritt 2 unten).
Wählen Sie dazu nach dem Anlegen die Registerkarte Aufrufparameter, und geben Sie im Feld HTTP-Destination den Wert CTSDEPLOY und im Feld Pfadsuffix den Wert DeployProxy/default?style=document ein.
Wenn der logische Port existiert, überprüfen Sie, dass der Pfadsuffix den oben angegebenen Wert hat und dass er aktiv ist.
Wenn der logische Port nicht aktiv ist, müssen Sie ihn aktivieren. Dazu müssen Sie zunächst die Systemänderbarkeit des Mandanten 000 auf änderbar setzen (siehe Schritt 2 unten).
Um den logischen Port zu aktivieren, wählen Sie Anzeigen <-> Ändern. Wählen Sie Aktivieren.
Um die Systemänderbarkeit für den Mandanten 000 einzurichten, gehen Sie folgendermaßen vor:
Rufen Sie die Transaktion SE03 in einem neuen Modus auf.
Wählen Sie und wählen Sie Ausführen.
Wählen Sie Mandanteneinstellung.
Sie gelangen auf das Bild Sicht „Mandanten“ anzeigen: Übersicht.
Wählen Sie Mandant 000 aus.
Wählen Sie Anzeigen -> Ändern.
Bestätigen Sie die Information, dass die Tabelle mandantenunabhängig ist, mit Weiter.
Wählen Sie Detail.
Sie gelangen auf das Bild Sicht „Mandanten“ ändern: Detail.
Wählen Sie Automatische Aufzeichnung von Änderungen.
Sichern Sie Ihre Angaben.
Achtung
Sie müssen die Systemänderbarkeit für den Mandanten 000 nur temporär öffnen. Stellen Sie sicher, dass Sie die Systemänderbarkeit für den Mandanten 000 wieder auf den Initialwert zurücksetzen, sobald Sie die Einstellungen für den logischen Port vorgenommen haben.
Wenn Sie die SAP NetWeaver Development Infrastructure (NWDI) in Verbindung mit CM Services verwenden, benötigen Sie für die HTTP-Verbindung einen Benutzer mit speziellen Berechtigungen. Legen Sie den Benutzer an, bevor Sie die HTTP-Verbindung anlegen.
Hinweis
Für alle anderen Anwendungen gilt: Sie benötigen für die HTTP-Verbindung lediglich einen Benutzer, der auf dem System, auf dem der Deploy-Web-Service läuft, existiert und ein gültiges Kennwort hat. Der Benutzer muss keine speziellen Berechtigungen haben.
Sie befinden sich im SAP NetWeaver Application Server Java Ihres Transportsystems.
Legen Sie einen Benutzer vom Typ System, z. B. mit dem Namen CTSD_RFC an.
Weisen Sie dem Benutzer CTSD_RFC die Rolle SAP_CTSDEPLOY zu. Diese Rolle wird beim Deployment der CM Services automatisch angelegt und enthält alle nötigen Actions für den CTS-Deploy-Web-Service. Alternativ können Sie die Rolle auch einer Gruppe und dem Benutzer diese Gruppe zuweisen.
Weitere Informationen zum Anlegen von Benutzern in der User Management Engine (UME) finden Sie in der Dokumentation des SAP NetWeaver Application Server Java unter Benutzer, Gruppen und Rollen verwalten.
Weitere Informationen zu den für CM Services verfügbaren Aktionen finden Sie in der Dokumentation der CM Services unter Berechtigungen für Change Management Services.
Sie befinden sich im SAP NetWeaver Application Server ABAP Ihres Kommunikationssystems in dem Mandanten, den Sie für Transporte verwenden.
Rufen Sie die Transaktion SM59 auf.
Legen Sie eine neue HTTP-Verbindung mit dem Namen CTSDEPLOY an, indem Sie Anlegen wählen.
Wählen Sie den Verbindungstyp HTTP-Verbindung zu ext. Server, und geben Sie eine Beschreibung der HTTP-Verbindung ein.
Wählen Sie die Registerkarte Technische Einstellungen.
Geben Sie den Namen der Zielmaschine und unter Servicenr. den Port Ihres Systems, auf dem der CTS-Deploy-Web-Service läuft, ein (5<SAPSystemnummer>00). Stellen Sie sicher, dass kein Pfadpräfix eingegeben ist, und bestätigen Sie Ihre Eingaben mit Enter.
Wenn Warnungen „Query String nicht erlaubt“ und Warnungen zu fehlender Dokumentation auftreten, bestätigen Sie diese mit Enter.
Sichern Sie Ihre Angaben.
Wählen Sie die Registerkarte Anmeldung und Sicherheit.
Wählen Sie Standardauthentifizierung als Anmeldeverfahren aus.
Geben Sie einen beliebigen Benutzer, der auf dem System bekannt ist, auf dem der Deploy-Web-Service läuft, mit dem passenden Kennwort ein oder, bei Verwendung der NWDI mit CM Services, geben Sie den zuvor angelegten Benutzer CTSD_RFC und das passende Kennwort ein.
Sichern Sie Ihre Angaben.
Um die neu angelegte HTTP-Verbindung zu prüfen, wählen Sie Verbindungstest.
Bestätigen Sie mit Weiter.
Wenn Sie die neue HTTP-Verbindung erfolgreich angelegt haben, ist der Statustext im Testergebnis auf OK gesetzt.
Während des Deployments kann es bei großen Objekten zum Abbruch wegen Zeitüberschreitung, einem sogenannten Timeout, kommen. Daher müssen Sie das Timeout immer größer als die längste zu erwartende Deployment-Zeit setzen.
Sie befinden sich im SAP NetWeaver Application Server ABAP Ihres CTS-Systems.
Rufen Sie die Transaktion SM59 auf.
Wählen Sie.
Wählen Sie die Registerkarte Spezielle Optionen.
Unter Timeout ist die Option ICM Default Timeout als Standardeinstellung gesetzt.
Achtung
Setzen Sie den Timeout höher als die längste zu erwartende Deployment-Zeit. Im Zweifelsfall wählen Sie Kein Timeout, damit es während eines Deployments zu keinem Abbruch der Verbindung kommt.
Diesen Schritt müssen Sie nur durchführen, wenn Sie einen weiteren CTS-Deploy-Web-Service benötigen.
Um zu überprüfen, dass der logische Port CTSDEPLOY_DI existiert und aktiv ist, gehen Sie vor wie unter Logischen Port CTSDEPLOY überprüfen angegeben.
Als HTTP-Verbindung für den logischen Port CTSDEPLOY_DI können Sie die Verbindung CTSCONFIG verwenden. Weitere Informationen zu dieser HTTP-Verbindung finden Sie unter CTS-Config-Web-Service konfigurieren.
Beim Anlegen von Systemen im Transport Management System trägt das System standardmäßig als Namen des Deploy-Web-Services den Wert CTSDEPLOY ein. Ändern Sie daher manuell in der TMS Konfiguration den Wert des Parameters DEPLOY_WEB_SERVICE auf CTSDEPLOY_DI.
Weitere Informationen finden Sie unter Standardeinstellungen für Zielsysteme ändern.