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SOAP Message Transmission Optimization Mechanism (MTOM)Locate this document in the navigation structure

Verwendung

Ein Vorteil für die Modellierung der Payload einer Message mit XML Schema ist, dass die übertragenen Geschäftsinhalte später in einer strukturierten und lesbaren Form übertragen werden können. Das Format der Payload ist also zeichenketten-basiert: Je nach verwendeter Code-Page können nur eine begrenzte Anzahl von Zeichen unterschieden werden.

Das Format von Binärdaten (Bilder, Audio-Dateien, Signaturen, und so weiter) ist kompakter als das zeichenketten-basierte Format der Payload, ist aber auf Grund des größeren Wertebereichs des Binärdatenformats nicht mit zeichenbasierten Code-Pages darstellbar.

Es gibt daher grundsätzlich zwei Ansätze für die Übertragung von Binärdaten mit einer Message:

  • Die Binärdaten werden im kompakten Binärdatenformt als MIME-Attachment der Message übertragen. Vorteil ist die kompakte Darstellung der Daten. Nachteil ist, dass man der Payload nicht explizit ansieht, dass es ein Attachment zur Message gibt.

  • Die Binärdaten werden beim Erzeugen der Payload beim Sender in ein zeichenketten-basiertes Format umgewandelt und als Content eines Elements der Payload übertragen. Vorteil ist die explizit sichtbare Modellierung der Daten in der Payload. Nachteil ist die speicherintensivere Darstellung der Daten, auf die man in der Regel während der Übertragung - oder während eines Mappings - gar nicht zugreifen muss.

SOAP Message Transmisstion Optimization Mechanism (kurz: MTOM ) ist eine Performance-Optimierung für die Übertragung von Binärdaten über das SOAP-Protokoll, die die Vorteile beider Ansätze verbindet. Statt die Binärdaten in die Payload aufzunehmen, verweist die Anweisung <xop:include> in der Payload über eine GUID auf das MIME-Attachment, das im kompakten Binärdatenformat mit der Message versendet wird.

Der vom World Wide Web Konsortium empfohlene MTOM-Standard geht davon aus, dass die Binärdaten in der Payload als Content von einem Element vom Typ xsd:base64Binary enthalten sind.

Weitere Informationen zu MTOM finden Sie im Internet unter der Adresse http://www.w3.org/TR/soap12-mtom/Auf Nicht-SAP-Site veröffentlichte Informationen.

Umsetzung von MTOM in der Web-Service-Laufzeit

Sie können in der Konfiguration der Web-Service-Laufzeit die MTOM-Optimierung (de)aktivieren, und zwar sowohl für direkte (Point-to-Point) Verbindungen als auch für eine erweiterte Kommunikation über den Integration Server. Die MTOM-Optimierung lässt sich dabei für folgende Transportwege (de)aktivieren:

  • Für Direktverbindungen (Point-to-Point). Hier können Sie für den Sender festlegen, ob eine MTOM-Optimierung stattfinden soll.

  • Für die Übertragung einer Message von einem Sender zum Integration Server über den Web-Service-Adapter (Adaptertyp WS).

  • Für die Übertragung einer Message vom Integration Server zu einem Empfänger über den Web-Service-Adapter (Adaptertyp WS). Hier ist der Integration Server der Sender, beim dem die base64Binary-Binärdaten vor dem Senden der Message gemäß MTOM als Attachment ausgelagert werden.

Was ist nun beim Sender zu tun, damit die Binärdaten MTOM-optimiert übertragen werden? Nichts. Ist die MTOM-Optimierung aktiviert, braucht der Anwendungsentwickler nur die in base64Binary kodierten Binärdaten dem Feld zuzuweisen, das im ES Repository als Element vom Typ xsd:base64Binary modelliert wurde. Die Web-Service-Laufzeit erkennt beim Erstellen der Message automatisch am Typ des Elements, dass die Daten als Attachment ausgelagert werden können. Ob sie ausgelagert werden, hängt von der Größe der Daten ab (wenn die Binärdaten nicht sehr groß sind - wie beispielsweise bei Signaturen - ist es unter Umständen günstiger, die Daten nicht auszulagern).