Callable-Object-Parameter
In Guided Procedures (GP) können Sie für die Callable Objects, die Sie anlegen, Ein- und Ausgabeparameter definieren.
Die Verfügbarkeit der Parameter hängt ab von dem Callable-Object-Typ und der Implementierung der zugrundeliegenden Anwendung oder des Service.
Bei bestimmten Typen von Callable Objects – z.B. Web-Dynpro-Components - werden die implementierten Eingabe- und Ausgabeparameter automatisch ermittelt. In diesem Fall können Sie lediglich die Reihenfolge, in der sie angezeigt werden, ändern. Bei anderen Typen von Callable Objects – z.B. Web-Seiten oder Content-Pakete – können Sie bestimmte Eingabe- und Ausgabeparameter bei Bedarf manuell definieren.
Wenn Sie Callable Objects an Aktionen anhängen und sie in Blocks und Prozesse integrieren, können Sie ihre Parameter mit denen von anderen Aktionen konsolidieren, um eine Gruppe von Parametern zu definieren, die den gleichen Wert annehmen.
Ein Callable-Object-Parameter hat die folgenden Eigenschaften:
Eigenschaft |
Beschreibung |
Name |
Dies ist ein beliebiger Name für die Anzeige von Verwendungszwecken.
Die Namen der Eingabeparameter für den Callable-Object-Typ Web-Seite werden als URL-Parameter verwendet. |
Technischer Name |
Der technische Name muss eindeutig identifizierbar sein. Sie können für den technischen Namen die folgenden Zeichen verwenden: ● Groß- und Kleinbuchstaben aus dem lateinischen Alphabet ● Zahlen von 0 bis 9 ● Unterstrich ● Bindestrich |
Namensraum |
Sie können einen Namensraum für die Parameter Ihres Callable Object definieren.
Parameter des Typs Strukturvorlage haben einen vordefinierten Namensraum. |
Originalsprache |
Die Originalsprache ist für Übersetzungszwecke relevant. |
Typ |
Der Parametertyp kann einer der unten aufgeführten Typen sein. |
Ist Liste |
Wenn diese Option aktiviert ist, kann der Parameter mehrere Werte haben. |
Ist erforderlich |
Wenn diese Option aktiviert ist, ist der Parameter erforderlich.
Die Optionen Ist-Liste und Ist erforderlich werden zusammen als Eigenschaft Kardinalität angezeigt. Kardinalität, auch als Multiplizität bekannt, wird auf folgende Weise ausgedrückt: ■ 0..1 – höchstens ein Wert ist möglich ■ 0..n – Null oder mehrere Werte sind möglich ■ 1..1 – genau ein Wert ist möglich ■ 1..n – ein oder mehrere Werte sind möglich |
Sie können Parameter der folgenden Standardtypen definieren:
Decimal (dezimal) |
String (Zeichenfolge) |
Byte and unsigned byte (Byte und Byte ohne Vorzeichen) |
Double (doppelt) |
Date (Datum) |
Integer and unsigned integer (ganze Zahl und ganze Zahl ohne Vorzeichen) |
Float (Gleitpunkt) |
Time (Zeit) |
Long integer (lange ganze Zahl) |
Binary (binär) |
Timestamp (Zeitstempel) |
Short and unsigned short integer (kurze ganze Zahl und kurze ganze Zahl ohne Vorzeichen) |
Boolean (Boolesch) |
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GP definiert außerdem die folgenden speziellen Typen:
● Referenz auf BO
Sie können eine Objektsicht definieren, die Sie zuvor als Parameter dieses Typs angelegt haben. Weitere Informationen finden Sie unter: Creating Object Views
● Struktur
Ein Parameter dieses Typs ist eine komplexe Struktur, die andere Parameter enthalten kann. Es muss nicht notwendigerweise der eigene Wert sein, der zur Laufzeit zugewiesen werden kann. Leere Strukturen sind deswegen nicht sinnvoll und können nicht konsolidiert werden.
● Strukturvorlage
Eine Strukturvorlage ist ein komplexer Parameter mit einer vordefinierten Struktur, die nicht geändert werden kann. Strukturvorlage-Parameter sind entweder Formulare oder Dateien.
Sie können Parameter auf Aktions- Block- und Prozessebene konfigurieren, wenn Sie das Callable Object in den Prozessablauf integriert haben. Sie können die Konfiguration nur korrekt durchführen, wenn Sie die zugrundeliegenden Konzepte beachten, die die Parameterkontexte betreffen.
Jede GP-Aktivität (Aktion, Block der Prozess) hat ihren eigenen Parameterkontext, der auch lokaler Kontext genannt wird. Parameter des lokalen Kontexts sind nur für Aktivitäten in der Prozesshierarchie (übergeordnete Aktivitäten) sichtbar, wenn sie in den Eingabe- und Ausgabeparameter-Sets der untergeordneten Aktivität bereitgestellt oder dorthin weitergegeben werden. Alle von Ihnen angelegten Paramter werden standardmäßig bereitgestellt. Sie können sie auf Aktions-, Block- und Prozessebene ausblenden.

Wenn Sie die Werkzeuge der GP-Designumgebung auf Aktions-, Block- oder Prozessebene verwenden, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:
● Sie können Parameter filtern und sortieren, indem Sie ein Set von vordefinierten und benutzerdefinierten Kriterien verwenden.
Weitere Informationen finden Sie unter: In der Parameterliste suchen
● Sie können definieren, welche Parameter in höheren Kontexten bereitgestellt werden sollen.
● Sie können bereits definierte Parameter von einem Callable Object zu einem anderen kopieren und sie in ein anderes einfügen.
● Sie können Parametern Standardwerte zuweisen.
Weitere Informationen finden Sie unter: Parameter konfigurieren
Abschließend können Sie Parameter von anderen Aktionen oder Blöcken konsolidieren, um einen nahtlosen Datenfluss zu erreichen. Folgende Szenarien sind denkbar:
● Sie konsolidieren Parameter desselben Typs – entweder Eingabe- oder Ausgabeparameter. Zur Laufzeit geben Sie einmalig einen Wert ein, der für alle Parameter in der Gruppe gültig ist.
● Sie ordnen die Eingabeparameter eines Callable Object den Ausgabeparametern desselben Callable Object zu. In diesem Fall rufen Sie die Werte der Ausgabeparameter von den entsprechenden Eingabeparametern ab.
● Sie ordnen die Ausgabeparameter eines Callable Object den Eingabeparametern eines anderen Callable Object zu. Zur Laufzeit wird die Eingabe für das zweite Callable Object automatisch aus der Ausgabe für das erste Callable Object abgerufen.
Guided Procedures legt eine Reihe von Regeln und Beschränkungen fest, die Sie beim Ausführen der Konsolidierung beachten müssen. Zur Vereinfachung des Prozesses sind einige Werkzeuge verfügbar.
Weitere Informationen finden Sie unter: Parameter konsolidieren

Da Parameter in der Reihenfolge Callable Object → Aktion → Block → Prozesspropagiert werden, müssen Sie Parameter zuerst auf Blockebene und dann auf Prozessebene konsolidieren.
Die Konsolidierung auf Aktionsebene ist optional. Obligatorisch ist sie dann, wenn Sie sie ausführen möchten.