Überwachen des VM Containers 
Mit Hilfe der beschriebenen Monitoring-Funktionen können Sie feststellen, ob der VM Container funktionsfähig ist und darauf basierende Anwendungen prinzipiell funktionsfähig sind. Weiterhin werden einfache Maßnahmen zur Lastanalyse des VM Containers aufgezeigt. Prinzipiell kann ein Applikationsserver entweder durch zu viele einzelne gleichzeitig auszuführende Aufgaben oder durch zu lange dauernde Aufgaben (oder auch beides) überlastet sein.
Zur Überwachung dienen zum einen "Snapshot-Analysen", also Momentaufnahmen, die Ihnen zeigen, wie das System zurzeit läuft. Zum anderen können Sie eine nachträgliche Analyse mittels Logs und Statistik-Informationen vornehmen.
Diese Dokumentation beschränkt sich auf Aspekte für Anwendungen, welche den VM Container nutzen.
Ob der VM Container eingeschaltet und prinzipiell funktionsfähig ist lässt sich mit Ausführung des Report RSVMCRT_HEALTH_CHECK prüfen. Dieser sollte als Ergebnis der Ausführung ausschließlich grüne Ampeln anzeigen. Ist der VM Container nicht aktiv oder wurde er deaktiviert, wird dies durch eine graue Ampel als Ergebnis dargestellt (vgl. Betriebsführung des VM Containers, Abschnitt Starten und Stoppen). Sind einige der angezeigten Ampeln rot, dann liegt ein Fehler vor und sollte SAP gemeldet werden.
Der VM Container stellt zur Ausführung von Java-Code so genannte Virtuelle Maschinen (Java-VMs) zur Verfügung, welche bei Bedarf in einen Workprozess eingebunden werden. Eine Übersicht über die verfügbaren VMs wie auch über die von ihnen genutzten Speicherbereiche im Shared Memory wird in der VM Übersicht (Transaktion SM52) angezeigt. Für die korrekte Funktion des VM Containers sind folgende Randbedingungen gültig:
Es sollten immer genügend VMs zur Verfügung stehen (die Differenz aus der Zahl der genutzten VMs und der maximalen Anzahl VMs sollte mehr als 1 sein). Gegebenenfalls muss der Wert "REM" für Profilparameter "rdisp/max_jvm" erhöht werden (vgl. VMC-Profilparameter).
Der VM Container nutzt zur Verwaltung des Shared Memories eine automatische Garbage Collection (genannt Shared Garbage Collection). Diese ist nach dem Start des Applikationsservers noch nicht aktiv, beginnt aber ihre Arbeit nach Ausführung einiger Applikationen. Sie sollte möglichst nicht im Eskalationsmodus arbeiten, welcher durch die Anzeige Shared GC - Aktiv, VMs müssen beitragen angezeigt wird (nicht zu verwechseln mit der Anzeige Shared GC - Aktiv, VMs sollen beitragen). Ist die Shared GC häufig im Eskalationsmodus, dann ist der konfigurierte Speicherbereich im Shared Memory zu klein und muss über Parameter vmcj/option/ps vergrößert werden.
Die Anzahl Aufgetretene Fehler in der VM Übersicht) sollte 0 sein. Falls es Fehler gab, stehen nach Auswahl des Menüeintrags weitere Informationen zur Verfügung. Insbesondere können Sie dort feststellen, in welchem Workprozess der Fehler aufgetreten ist, damit eventuell dort im Developer-Trace weitere Informationen vom SAP-Support gefunden werden können.
Eine weitere Möglichkeit zur Fehleranalyse im VM Container ist die Java-Loganzeige, welche in der VMC Systemadministration (Transaktion SM53) im Navigationsbereich unter zu finden ist, können Fehlermeldungen, welche während der Java-Ausführung aufgetreten sind, eingesehen werden. Zur Selektion von Meldungen im VM Container Framework sollte dabei die Kategorie System (unter "/")in der Log-Auswahl angekreuzt werden. Zur Selektion von Meldungen in der Applikation, welche den VM Container nutzt, kreuzen Sie die Kategorie Applications an. Um nur die fehlerrelevanten Log-Einträge zu selektieren, sollten Sie als Schweregrad (Feld Severity) den Wert ERROR auswählen.
Weitere Informationen finden Sie unter Logging und Tracing im VM Container.
Die Möglichkeiten zur Lastanalyse beim Betrieb von VM Container sind unter Lastanalyse im VM Container beschrieben.
Zur nachträglichen Analyse können Sie die SAP-Statistik verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Statistik im VM Container.