Web-Service-Provider mit dem Metadata Repository entwickeln 
Sie können einen Service-Provider lokal im Backend-System mit den ABAP-internen Modellierungsfunktionen des Metadata Repository (MDR) anlegen. Die Modellierungsfunktionen des MDR werden vom Enterprise Services Repository übernommen. Wetere Informationen finden Sie in der Dokumentation zur Modellierung von Services im Enterprise Services Repository in der funktionsorientierten Sicht der Anwendungshilfe für SAP NetWeaver im SAP Help Portal unter http://help.sap.com.
Wir unterscheiden zwischen synchronen und asynchronen Web-Services. Weitere Informationen finden Sie unter Arten der Message-Übermittlung.
Die Web-Service-Laufzeit wurde konfiguriert (siehe: Web-Service-Laufzeit konfigurieren).
Das SAP-System verwendet die Softwarekomponentenversion SAP NetWeaver 7.02, Service Package 08 oder higher.
Vergewissern Sie sich, dass Ihr Namensraum dem Metadata Repository zugeordnet ist.
In der Transaktion SPXNGENAPPL können Sie prüfen, ob Ihr Namensraum dem MDR zugeordnet wurde. Wenn dies nicht der Fall ist, fügen Sie den Namensraum zur Liste hinzu und ordnen Sie ihn der Generierungsquelle Backend Metadata Repository zu.
Klicken Sie im Object Navigator (Transaktionscode SE80) mit der rechten Maustaste auf den Namensraum und wählen Sie MDR-Proxy anlegen.
Der Assistent für Enterprise-Services wird gestartet. Er führt Sie schrittweise durch die Objekterstellung.
Alternativ können Sie diesen Assistenten vom Proxy-Editor (Transaktionscode SPROXY) aus starten. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Enterprise-Services oder einen beliebigen Knoten unterhalb und wählen Sie Anlegen. Beachten Sie, dass der Assistent kontextabhängig ist. Er bietet Ihnen automatisch nur passende Optionen zur Auswahl an. Wenn Sie den Assistenten z.B. vom Knoten Enterprise-Services aus starten, können Sie jedes beliebige Proxy-Objekt anlegen. Wenn Sie ihn von einem Unterknoten aus öffnen, werden nur die Proxy-Objekte dieses Unterknotens angeboten. Wenn Sie den Assistenten von diesem Punkt aus starten, müssen Sie Backend als Generierungsquelle auswählen.
Wählen Sie Service-Provider.
Wählen Sie ABAP-Backend als Generierungsquelle für den Service-Provider.
Geben Sie einen Namen, einen Namensraum und (optional) ein Präfix ein.
Der externe Name, den Sie in diesem Schritt festlegen, ist der Name, der für Non-ABAP-Anwendungen sichtbar ist, die den Web-Service konsumieren oder bereitstellen. Präfixe dienen zur Unterscheidung verschiedener Proxy-Objekte. Wenn Ihr Namensraum zu diesem Zeitpunkt noch nicht dem MDR zugeordnet wurde, erhalten Sie eine Fehlermeldung. Ordnen Sie in diesem Fall den Namensraum wie in Schritt 1 oben beschrieben dem MDR zu.
Geben Sie ein ABAP-Paket und einen Transportauftrag an.
Wählen Sie entweder ein transportierbares Paket oder markieren Sie Lokales Objekt, um dieses Objekt Ihrem $TMP-Paket zuzuordnen. Wenn Sie ein Paket eingeben, wählen Sie einen Auftrag aus dem Transportsystem aus.
Schließen Sie den Assistenten ab.
Das Proxy-Objekt wird angelegt und im Proxy-Editor geöffnet. Auf dem Register Eigenschaften wird eine leere Klasse angezeigt. Diese können Sie implementieren, sobald der Provider aktiviert ist.
Fügen Sie auf dem Register Interne Sicht oder Externe Sicht Operationen zu Ihrem Service-Provider hinzu, indem Sie auf den Service-Provider-Knoten mit der rechten Maustaste klicken.
Klicken Sie auf dem Register Interne Sicht oder Externe Sicht mit der rechten Maustaste auf eine Operation, um Message-Typen hinzuzufügen. Legen Sie bei einer asynchronen Operationen einen Request-Message-Typ fest. Fügen Sie bei einer synchronen Operation außerdem eine Response und optional einen Fault-Message-Typ hinzu.
Sie können entweder einen vorhandenen Message-Typ hinzufügen oder einen neuen Typ anlegen. Wählen Sie die entsprechende Aktion aus dem Kontextmenü der Operation aus. Wenn Sie einen neuen Typ anlegen, wird der Enterprise-Services-Assistent gestartet und führt Sie durch den Erstellungsvorgang. Sie können Message-Typen auch per Drag-and-Drop aus der ABAP Workbench (Transaktionscode SE80)) oder dem Baum des Enterprise Services Browser (Transaktionscode SPROXY) übernehmen.
Fügen Sie auf dem Register Interne Sicht oder Externe Sicht Datentypen zu den Message-Typen hinzu, indem Sie auf einen Message-Typ doppelklicken.
Sie können entweder vorhandene Datentypen hinzufügen oder einen neuen Typ anlegen. Wählen Sie die entsprechende Aktion aus dem Kontextmenü aus. Wenn Sie einen neuen Typ anlegen, wird der Enterprise-Services-Assistent gestartet und führt Sie durch den Erstellungsvorgang. Sie können Datentypen auch per Drag-and-Drop aus der ABAP Workbench (Transaktionscode SE80)) oder dem Baum des Enterprise Services Browser (Transaktionscode SPROXY) übernehmen.
Hinweis
Auf den Registern Interne Sicht und Externe Sicht wird das Objekt mit dem Symbol
(Prüfen) angezeigt, solange es Inkonsistenzen enthält. Klicken Sie in der Menüleiste auf das gleiche Symbol, um eine Prüfung auszuführen. Sie sehen dann die einzelnen Warnungen oder Fehler.
Sichern und aktivieren Sie den Service-Provider.
Der Service-Provider wurde angelegt. Sie können jetzt die neue Klasse implementieren.