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Dokumentation zur VorgehensweiseALE-Ausgangsverarbeitung Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

Vorgehensweise

Die in der ALE-Schicht ausgeführte Ausgangsverarbeitung lässt sich in die Teilschritte Datenfilterung, Umwandlung des BAPI-Aufrufs in ein IDoc, Segmentfilterung, Feldumsetzung, Versionswandlung und Versendesteuerung untergliedern.

Datenfilterung

Wurden im Verteilungsmodell Datenfilter für das BAPI definiert, so werden diese Filterungen vom Ausgangsfunktionsbaustein automatisch ausgeführt. In Rahmen der Datenfilterung stehen als Filterdienste die bedingungslose Schnittstellenreduzierung und die an Bedingungen geknüpfte Parameterfilterung zur Verfügung:

  • Die Schnittstellenreduzierung ermöglicht das Ausblenden von Feldern an der BAPI-Schnittstelle, so dass beim Empfänger diese Felder nicht beachtet werden. So kann beispielsweise ein ungewolltes Überschreiben bestimmter Felder verhindert werden. Die Schnittstellenreduzierung ist allerdings nur für bestimmte Arten von BAPIs anwendbar, deren Schnittstelle diese Filterung explizit ermöglicht.

  • Die Parameterfilterung ermöglicht es, den Umfang der im BAPI zu übertragenden Datenmenge zu steuern, indem Zeilen von BAPI-Tabellenparametern herausgefiltert werden können, die nicht bestimmte Bedingungen erfüllen. Liegen zwischen einzelnen Tabellenparametern des BAPIs hierarchische Abhängigkeiten vor, müssen zusätzlich Parameterhierarchien definiert werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im ALE-Programmierleitfaden unter Hierarchien zwischen BAPI-Parametern definieren.

Da die Parameterfilterung an Bedingungen geknüpft sein kann, müssen im Gegensatz zur Schnittstellenreduzierung bei dieser Art der Filterung Filterobjekte angelegt werden. Weitere Informationen zur Datenfilterung finden Sie im ALE-Programmierleitfaden unter Datenfilterung.

Umwandlung des BAPI-Aufrufs in ein IDoc

Ist die Datenfilterung abgeschlossen, wird vom Ausgangsfunktionsbaustein aus dem BAPI-Aufruf ein IDoc mit den zu übertragenden Daten erzeugt. Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Wurden bei der Schnittstellenreduktion vollständige Parameter ausgeblendet, so werden diese nicht in das IDoc übernommen. Sollen dagegen bei strukturierten Parametern nur einzelne Felder nicht übernommen werden, erscheinen trotzdem die vollständigen Parameter im IDoc.

  • Bei der Parameterfilterung herausgefilterte Tabellenzeilen werden nicht in das IDoc übernommen.

Segmentfilterung

Nachdem das IDoc aufgebaut worden ist, kann eine zusätzliche Filterung der IDoc-Segmente vorgenommen werden. Diese Filterung wird allerdings bei BAPIs nur in den seltensten Fällen verwendet.

Feldumsetzung

Die im Anschluss an die Segmentfilterung stattfindenden Feldumsetzungen sind beispielsweise relevant, wenn sich die Formate eines Feldes im Sender- und Empfängersystem unterscheiden. Diese Funktion ist insbesondere wichtig für die Konversion des Feldformats beim Datenaustausch zwischen R/2- und SAP-Systemen. Für BAPIs spielen Feldumsetzungen allerdings kaum eine Rolle.

Versionswandlung

Damit die korrekte Funktion von ALE zwischen SAP-Systemen unterschiedlicher Releasestände gewährleistet ist, kann eine Konversion von IDoc-Formaten durchgeführt werden, um Nachrichtentypen unterschiedlicher Releasestände anzupassen.

Ist die Versionswandlung abgeschlossen, werden die IDocs auf der Datenbank abgelegt und die Versendesteuerung gestartet, die entscheidet, welche dieser IDocs sofort versendet werden.

Versendesteuerung

Während der Versendesteuerung findet eine zeitliche Steuerung und eine Mengensteuerung statt:

  • Zeitliche Steuerung

    Die IDocs können sofort oder per Hintergrundverarbeitung versandt werden. Diese Einstellungen werden in der Partnervereinbarung vorgenommen. Erfolgt die Versendung per Hintergrundverarbeitung, muss ein Job eingeplant werden. Der Ausführungs-Rhythmus ist frei wählbar.

  • Mengensteuerung

    Standardmäßig wird von ALE das Ergebnis jedes dem BAPI zugehörigen IDocs sofort auf die Datenbank geschrieben. Es ist allerdings möglich, IDocs gebündelt in Paketen zu versenden. Das hat zur Folge, dass die Ergebnisse der IDocs bzw. BAPIs erst nach Abarbeitung des gesamten Pakets gemeinsam verbucht werden. Die Paketierung ermöglicht es also auch, unter Nutzung von ALE mehrere BAPIs innerhalb einer LUW zu bündeln. Die Paketgröße wird im ALE-Customizing partnerspezifisch vereinbart.

Soll ein IDoc versendet werden, ermittelt die Versendesteuerung mit Hilfe der Partnervereinbarung für das logische Empfängersystem automatisch die zugehörige RFC-Destination. Anschließend gibt sie das IDoc an die Kommunikationsschicht weiter.

Weitere Informationen zur ALE-Ausgangsverarbeitung finden Sie im ALE-Programmierleitfaden unter Ausgangsverarbeitung implementieren.