Konzepte der Systemprotokollierung 
SAP-Server zeichnen Ereignisse und Probleme in Systemprotokollen auf. Wenn Ihr SAP-System auf einem UNIX-Host ausgeführt wird, gibt es zwei Arten der Protokollierung: die lokale und die zentrale Protokollierung. Jeder SAP-Anwendungsserver hat ein lokales Protokoll, das die von diesem Server ausgegebenen Meldungen enthält. Sie können auch mit zentraler Protokollierung arbeiten. Dabei kopiert jeder Anwendungsserver seine lokalen Protokolle in ein zentrales Protokoll.
Auf Windows-NT-Hosts werden nur lokale Protokolle (eines pro Anwendungsserver) erstellt. Sie werden nicht in einem zentralen Protokoll zusammengefasst.
Jeder SAP-Anwendungsserver führt ein lokales Protokoll. Systemmeldungen werden in einem Ringpuffer auf dem Server protokolliert. Wenn diese Protokolldatei die maximal zulässige Größe erreicht, fängt das System an, die ältesten Daten zu überschreiben.
Bei Bedarf können Sie einen Server so konfigurieren, dass Meldungen neben der lokalen Datei auch in eine zentrale Protokolldatei ausgegeben werden (auf Hostsystemen vom Typ Windows NT ist die zentrale Protokollierung nicht verfügbar). Eine zentrale Protokolldatei wird in einem ausgewählten Anwendungsserver geführt. Die einzelnen SAP-Anwendungsserver (oder Instanzen) senden ihre lokalen Meldungen an dieses System, das die Meldungen der verschiedenen Instanzen sammelt und in das zentrale Protokoll schreibt.
Ein zentrales Protokoll besteht aus zwei Dateien: einer aktiven und einer alten Datei. Die aktive Datei enthält das aktuelle Protokoll. Wenn sie die im Systemprofil vorgegebene maximale Größe erreicht, findet ein Wechsel der Protokolldatei statt. Das System löscht die alte Protokolldatei, macht die bisher aktive Datei zur alten Datei und legt eine neue aktive Protokolldatei an.
Hinweis
Das System gibt keine Meldung aus, wenn eine alte Protokolldatei ersetzt wird.
Ein lokales Protokoll ist immer aktuell. Das gilt nicht immer für ein zentrales Protokoll. Zwischen der Aufzeichnung einer Meldung in einem lokalen Protokoll und dem Schreiben dieser Meldung in das zentrale Protokoll kann es kurze Verzögerungen geben, da die Sendeprozesse in lokalen Systemen nicht immer aktiv sind. Die Zeitspanne, für die ein Sendeprozess inaktiv ist, schwankt abhängig von der Intensität der Protokollierung in dem jeweiligen System.
Der Aufbau einer zentralen Protokolldatei kann länger dauern, wenn eine Meldung aus einem System gesendet wird, in dem es normalerweise wenig Protokollierungsaktivität gibt. Längere Verzögerungen und Verlust von Meldungen in lokalen Systemen können auf Netzwerkprobleme zurückzuführen sein oder auf einen Ausfall des Sammelprozesses auf der Maschine, auf der das zentrale Protokoll geführt wird.