Vorberechnete Wertemenge (Bucket)
verwenden
Ein Bucket ist eine vorberechnete Wertemenge, die entweder in einer Datenbanktabelle oder in einem Index im SAP NetWeaver BW Accelerator abgelegt wird und die als Filter in einer BEx Query wirkt.
Der Filter wird als Variable vom Typ Vorberechnete Wertemenge in einer BEx Query definiert und zur Laufzeit ausgeführt. Dabei ist entscheidend, dass der Filter bereits auf der Datenbank bzw. im SAP NetWeaver BW Accelerator ausgeführt wird und nicht erst alle Daten aus dem Bucket in die OLAP-Verarbeitung geladen werden müssen. Sofern im Bucket große Datenmengen verarbeitet werden, sind dadurch erhebliche Laufzeitvorteile möglich.
Eine Variable, die auf Buckets verweist, kann nur in Merkmalseinschränkungen als Filter verwendet werden. Die Verwendung in Vorschlagswerten, Strukturelementen etc. ist nicht möglich.
Um Daten in ein Bucket zu füllen, können Sie entweder eine Referenztabelle verwenden oder die Daten direkt eingeben.
Sie befinden sich auf dem Bild Bucketdefinition (Transaktionscode RSBUCKET).
Um ein Bucket anzulegen, gehen Sie wie folgt vor:
...
1. Wählen Sie zunächst dasjenige Merkmal aus, zu dem Sie ein Bucket anlegen möchten.
2. Legen Sie den Namen des Buckets fest.

Für bereits vorhandene Buckets steht eine Wertehilfe zur Verfügung.
3. Weiterhin können Sie eine Beschreibung angeben.
4. Wenn Sie eine vorhandene Referenztabelle nutzen möchten, wählen Sie Vorhandene Quelle verwenden. Das System gestattet im Bildbereich Vorhandene Tabelle oder Index die Auswahl der Referenztabelle. Es kann die Daten entweder aus einer vorgegebenen Spalte einer (dem ABAP-DDIC bekannten) Datenbanktabelle lesen oder analog aus einer Spalte eines Index im SAP NetWeaver BW Accelerator.
a. Um den Inhalt einer Tabelle oder eines Index anzeigen zu lassen, wählen Sie Tabelle/Index anzeigen.

Beachten Sie jedoch, dass die Anzeige einer großen Tabelle einige Zeit in Anspruch nehmen kann, wenn für diese im DataBrowser (Transaktionscode SE16) eine große Zahl von Zeilen als Standard eingestellt ist. Ebenso müssen Sie bei der Anzeige von Daten aus einem großen Index im SAP NetWeaver BW Accelerator mit einer längeren Laufzeit rechnen. Es besteht allerdings die Möglichkeit, die Anzeige einzuschränken, um die Anzahl der tatsächlich angezeigten Werte gering zu halten.
b. Um aus einer Tabelle einen Index zu erzeugen, wählen Sie Aus DB-Tab. Index erzeugen.

Diese Funktion ist insbesondere bei der Verwendung von InfoCubes im SAP NetWeaver BW Accelerator nützlich. Dazu müssen zwischenzeitlich alle Daten der Tabelle in den Arbeitsspeicher geladen werden, so dass auch hier die Größe beschränkt ist. Der Name des erzeugten Index erhält ein Präfix, das aus dem Systemnamen und einem speziellen Namensraum, der mit 0BW:RST:<SID>:<Name> zusammengesetzt ist, wobei <SID> der Systemname und <Name> der Name der Tabelle ist.
c. Legen Sie fest, ob die Referenz eine ABAP-Tabelle oder ein Index im SAP NetWeaver BW Accelerator (Kennzeichen für Referenztabelle ist Index im BWA) ist.
d. Wählen Sie entweder Schlüsselwerte (Tab./Index enthält Schlüssel) oder SID-Werte (Tabelle/Index enthält SIDs).
e. Geben Sie in dem Feld Feldname in Tabelle/Index die Spalte an, aus der die Merkmalswerte gelesen werden sollen.
5. Wenn Sie keine vorhandene Referenztabelle nutzen möchten, setzen Sie das Kennzeichen für Vorhandene Quelle verwenden nicht. Das System gestattet im Bildbereich Merkmalswerte für das Bucket die Auswahl der Werte. Sie können manuell Werte auswählen, aus der Zwischenablage übernehmen oder aus Dateien hochladen.
6. Um Ihre Einstellungen zu sichern, wählen Sie Sichern.
Das System hat die gewünschte Wertemenge vorberechnet,
die ab sofort als Bucket zur Verfügung steht. In einer BEx Query können Sie
mit diesem Bucket eine Variable vom Typ Vorberechnete
Wertemenge definieren (siehe
Details).