Memory Management: Grundbegriffe 
Im folgenden werden die allgemein verwendeten Begriffe im Umfeld von Speicherverwaltung erklärt. Auf diesen basieren dann SAP-spezifische Begriffe und Besonderheiten.
Alle (von SAP unterstützten) Betriebssysteme unterstützen die Technik des virtuellen Speichers. Ein Prozess allokiert virtuellen Speicher über logische (virtuelle) Adressen. Jeder Prozess hat seinen eigenen virtuellen Adressraum. (Dies gilt auch für die SAP-Workprozesse, siehe Virtueller Adressraum eines Workprozesses.)
Virtueller Speicher ist völlig unabhängig vom physikalischen Hauptspeicher.
Auf 32-Bit-Plattformen kann eine virtuelle Adresse Werte zwischen 0 und 2^32-1 annehmen, was die Größe auf 4GB beschränkt. Da Teile des virtuellen Adressraums reserviert sind, sodass auf den meisten Plattformen ca. 2GB zur Verfügung stehen. Für große SAP-Systeme ist dies ein Problem.
Das Allokieren von Speicher besteht für einen Prozess aus folgenden Schritten:
Reservierung eines Segments im physikalischen Speicher
Verknüpfen des physischen Speichersegments mit dem virtuellen Adressraum des Prozesses, also Reservieren eines Segments der selben Größe im virtuellen Adressraum und Abbilden der virtuellen Adressen auf die physische Adressen
Das Betriebssystem unterscheidet zwischen prozesslokalem Speicher und Shared Memory (gemeinsamer Speicher). Für prozesslokalen Speicher werden die beiden Schritte bei der Allokierung vom Betriebssystem transparent gehalten. Mittels einer API wird nur virtueller Speicher angefordert, die übrigen Dinge übernimmt das Betriebssystem (physischen Speicher reservieren, virtuellen Speicher in den Hauptspeicher ein- und auslagern etc.)
Wenn mehrere Prozesse auf denselben Speicherbereich zugreifen können sollen, sind die beiden Schritte der Allokierung nicht transparent.
Es wird ein Objekt erzeugt, das den physischen Speicher repräsentiert und von verschiedenen Prozessen verwendet werden kann. Die Prozesse können sich das Objekt ganz oder teilweise in den virtuellen Adressraum einblenden (map). Die Mechanismen hierfür sind je nach Plattform unterschiedlich. Es werden memory mapped files, unnamed mapped files und shared memory verwendet. Details dazu finden Sie unter Plattformspezifische Beschreibung des Memory Managements.