FTP-Sender-Adapter konfigurieren
Legen Sie einen FTP-Sender-Adapter an, wenn Sie Inhalte von Dateien von einem FTP-Server an den Integration Server oder die AEX versenden wollen. Dabei werden nur Dateien berücksichtigt, die nicht schreibgeschützt sind.
● Für den definierten Kommunikationskanal muss genau eine Sendervereinbarung existieren.
● Wenn Sie ein Modul für den Adapter entwickeln und im Modul auf den Dateinamen zugreifen möchten, beachten Sie SAP-Hinweis 819761.
● Die Anwendung von FTPS folgt der Spezifikation RFC 4217.
Das CA-Zertifikat, mit dem das Server-Zertifikat signiert wird, muss der Schlüsselspeichersicht TrustedCAs hinzugefügt worden sein.
Weitere
Informationen:
Using the AS Java Key
Storage
...
1. Das Transport-Protokoll lautet File Transfer Protocol (FTP).
2. Legen Sie fest, ob der Inhalt der Datei unverändert zur Integration Engine oder zur AEX geschickt werden soll oder ob der Inhalt in ein XML-Dokument konvertiert werden soll.
○ Um den Inhalt der Datei unverändert zu senden, wählen Sie unter Message-Protokoll Datei.
○ Um eine Textdatei mit komplexeren Datenstrukturen in ein XML-Dokument umzuwandeln, wählen Sie Umwandlung des Datei-Inhalts und machen Sie unter Parameter zur Inhaltskonvertierung die notwendigen Angaben zur Konvertierung.
3. Wählen Sie die Adapter Engine auf dem Integration Server oder eine dezentral installierte Adapter Engine aus.
...
1. Geben Sie das Quellverzeichnis an, in dem sich die zu verarbeitenden Dateien befinden.
Sie können den Namen absolut angeben oder relativ zum Arbeitsverzeichnis der Adapter Engine. Verwenden Sie auf allen Plattformen (einschließlich Windows) einen Schrägstrich (/), um Verzeichnisnamen gemäß der Java-Spezifikation zu trennen.
2. Geben Sie den Dateinamen der Datei an, die verarbeitet werden soll.
Wenn Sie mehrere Dateien angeben möchten, können Sie im Dateinamen Platzhalter verwenden und Dateinamenmasken angeben. Geben Sie Ausschlussmasken an, durch die Sie bestimmte Dateien von der Auswahl ausschließen. Die Dateien werden immer in aufsteigender alphabetischer Reihenfolge verarbeitet.
Weitere Informationen: Platzhalter, Dateinamen- und Ausschlussmasken definieren
...
1. Geben Sie folgende Informationen zum FTP-Server an:
○ Server: Rechnername oder IP-Adresse
○ Port: Die Voreinstellung ist der Standard-Port für FTP-Server (21).
2. Wählen Sie die Datenverbindung aus.
○ Eine passive Datenverbindung ist die Voreinstellung. Ändern Sie die Einstellung nicht ohne wichtigen Grund. Im passiven Modus baut der Client eine Datenverbindung zu dem vom Server geforderten Port auf.
○ Im aktiven Modus baut der Server von seinem Port 20, dem Datenport, eine Datenverbindung zu einem vom Client gewählten Endpunkt auf.
3. Legen Sie unter Zeitüberschreitung (Sek.) fest, nach welcher Zeitspanne der Adapter die Übertragung abbricht, wenn keine Datenübertragung zwischen Client und FTP-Server stattfindet.
Der Adapter wertet dies als Fehler.
4. Wählen Sie die Verbindungssicherheit.
○ Keine (Das FTP-Protokoll wird ohne Verschlüsselung eingesetzt.)
○ FTPS (FTP über SSL/TLS) für Kontrollverbindung
Die FTP-Kontrollverbindung wird über TLS/SSL geschützt. Die Übertragung von Dateien erfolgt unverschlüsselt.
○ FTPS (FTP über SSL/TLS) für Kontroll- und Datenverbindung
Jede Kommunikation mit dem FTP-Server wird über TLS/SSL verschlüsselt.
Wenn Sie unter Verbindungssicherheit FTPS gewählt haben, machen Sie folgende Angaben:
■ Legen Sie unter Befehlsreihenfolge die Reihenfolge der zur Authentifizierung und Sicherung der Verbindung eingesetzten Befehle fest.
Übernehmen Sie die Standardeinstellung. Passen Sie die Befehlsreihenfolge nur bei Problemen mit der FTP-Verbindung an die vom FTP-Server erwartete Reihenfolge an. Informationen zu den richtigen Einstellungen entnehmen Sie der Dokumentation des FTP-Servers.
■ Wenn sich der Adapter gegenüber dem FTP-Server per X.509-Zertifikat und Public-Key-Kryptographie authentifizieren soll, wählen Sie X.509-Zertifikat für die Client-Authentifizierung verwenden.
Das entsprechende Schlüssel-/Zertifikatspaar muss dazu in einer Key-Store-View des AS Java hinterlegt sein.
■ Geben Sie nun den Schlüsselspeicher und das X.509-Zertifikat und privater Schlüssel an.
5. Wenn Sie eine Datei an einen Remote-FTP-Server senden möchten, der nur über einen FTP-Proxy-Server zu erreichen ist, führen Sie die folgenden Unterschritte durch:
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a. Wählen Sie FTP-Proxy verwenden.
b. Geben Sie den Hostnamen des FTP-Proxyein.
c. Geben Sie den Port des FTP-Proxy ein.
d. Wählen Sie den Typ des FTP-Proxy aus.

■ Sie können Sonstige wählen, um statt des Standardbefehlsmusters USER@HOST und USER@HOST:PORT einen benutzerdefinierten FTP-Proxy-Typ anzugeben.
■ Der benutzerdefinierte FTP-Proxy-Typ muss aus einer Kombination der Schlüsselwörter USER, HOST und PORT (optional) bestehen.

Diese Option verwenden Sie nur, wenn Sie Keine Verbindungssicherheit gewählt haben.
2. Um sich anonym anzumelden, wählen Sie Anonyme Anmeldung.
Sonst geben Sie den für den FTP-Server gültigen Benutzernamen und das Kennwort mit Bestätigung an.
3. Wählen Sie den Verbindungsmodus.
...
a. Bei Permanent wird eine bestehende Verbindung zum FTP-Server genutzt.
Die Verbindung wird automatisch wieder aufgebaut, falls sie durch den Server beendet wurde.
b. Bei Pro Dateitransferwird für jeden Dateitransfer zum FTP-Server eine neue Verbindung geöffnet.
4. Setzen Sie den Übertragungsmodus der FTP-Verbindung auf Text- oder auf Binär-Datentransfer.
...
1. Wählen Sie die Registerkarte Verarbeitung.
2. Geben Sie unter Quality-of-Service an, wie eine Message durch die Integration Engine oder die AEX verarbeitet werden soll:
Für Quality of Service Exactly Once In Order geben Sie den Queue-Namen ein.
Weitere Informationen: Quality-of-Service
3. Machen Sie folgende Angaben zum Poll-Intervall:
○ Poll-Intervall (Sek.): Anzahl der Sekunden, die der Adapter warten soll, wenn keine Dateien zur Verarbeitung gefunden werden.
○ Poll-Intervall (mSek.): Anzahl der Millisekunden, die der Adapter warten soll, wenn keine Dateien zur Verarbeitung gefunden werden.
Wenn Sie Poll-Intervall (Sek.) auf Null setzen, können Sie kurze, echtzeitnahe Verarbeitungszeiten erreichen.
Wenn Sie Poll-Intervall (Sek.) und Poll-Intervall (mSek.) auf Null setzen, wird der Adapter einmal aufgerufen.
○ Wiederholungsintervall (Sek.): Anzahl der Sekunden, die der Adapter warten soll, bis eine fehlerhaft verarbeitete SQL-Anweisung erneut verarbeitet wird.
Wird der Wert auf Null gesetzt, so wird der Adapter im Fehlerfall beendet, auch wenn für Poll-Intervall (Sek.) ein Wert größer als Null angegeben ist.
Wird kein Wert eingegeben, wird der Wert von Poll-Intervall (Sek.) verwendet.
4. Geben Sie unter Verarbeitungsmodus an, was mit der erfolgreich verarbeiteten Datei geschehen soll:
○ Archivieren
■ Um dem Dateinamen einen Zeitstempel hinzuzufügen, wählen Sie Zeitstempel hinzufügen.
Der Zeitstempel hat das Format yyyyMMdd-hhMMss-SSS. Durch den Zeitstempel werden die archivierten Dateien nicht überschrieben und können nach ihrem zeitlichen Eingang sortiert werden.
■ Geben Sie den Namen des Archivverzeichnisses an.
○ Löschen
○ Testen
Es werden keine Dateien verarbeitet.
Dieser Modus eignet sich ausschließlich zum Test von Konfigurationen des FTP-Adapters oder der Integration Engine bzw. der AEX. Er ist für den Produktivbetrieb nicht geeignet.
5. Wählen Sie unter Behandlung leerer Dateien, wie leere Dateien (Länge 0 Bytes) behandelt werden sollen:
○ Keine Message erstellen
Aus leeren Dateien werden keine XI-Messages erzeugt.
Die Dateien werden der Auswahl unter Verarbeitungsmodus entsprechend verarbeitet.
Ist der Verarbeitungsmodus beispielsweise Löschen, werden leere Dateien im Quellverzeichnis gelöscht.
○ Leere Dateien verarbeiten
Es werden XI-Messages mit leerer Main-Payload erzeugt.
Die Dateien werden der Auswahl unter Verarbeitungsmodus entsprechend verarbeitet.
○ Leere Dateien überspringen
Aus leeren Dateien werden keine XI-Messages erzeugt.
Leere Dateien werden übersprungen und bleiben im Quellverzeichnis stehen.
6. Um Quelldateien, bei deren Verarbeitung es zu einem permanenten Fehler gekommen ist, zu archivieren, wählen Sie Fehlerhafte Quelldateien archivieren.
Ein permanenter Fehler tritt entweder bei Konvertierung des Dateiinhalts oder in einem Modul im Modulprozessor auf.
Weitere Informationen:
MessageTransformBean
im Modul-Prozessor einfügen
○ Geben Sie ein Fehlerarchiv-Verzeichnis an.
○ Um der archivierten Datei einen Zeitstempel hinzuzufügen, wählen Sie Zeitstempel hinzufügen.
7. Geben Sie den Dateityp des Dokuments als Binär oder Text an.

XML-Textdokumente enthalten in der Regel ihre eigene Codepage-Beschreibung. Setzen Sie den Dateityp auf Binär.
Bei Text geben Sie unter Datei-Codierung eine Codepage an. Standardmäßig wird hier die System-Codepage verwendet, die von der Konfiguration des installierten Betriebssystems abhängig ist. Der Dateiinhalt wird dann vor dem Versenden in die Codepage UTF-8 umgewandelt.
Erlaubte Werte für die Codepage sind die vorhandenen Zeichensätze der Java-Laufzeit. Nach der Spezifikation von SUN für die Java-Laufzeit müssen mindestens die folgenden Standardzeichensätze unterstützt werden:
○ US-ASCII
Sieben-Bit ASCII, auch bekannt als ISO646-US, oder Basic-Latin-Block des Unicode-Zeichensatzes
○ ISO-8859-1
ISO-Zeichensatz für westeuropäische Schriften (Latin Alphabet Nr. 1), auch bekannt als ISO-LATIN-1
○ UTF-8
○ UTF-16BE
16-Bit Unicode-Zeichendarstellung, Big-Endian-Bytereihenfolge
○ UTF-16LE
16-Bit Unicode-Zeichendarstellung, Little-Endian-Bytereihenfolge
○ UTF-16, Bytereihenfolge

Überprüfen Sie in der Dokumentation für Ihre Java-Laufzeitimplementierung, welche weiteren Zeichensätze unterstützt werden.
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1. Geben Sie Betriebssystembefehle an, die vor oder nach der Message-Verarbeitung ausgeführt werden sollen.
Weitere Informationen: Betriebssystembefehle vor/nach Message-Verarbeitung definieren
1. Wenn Sie die Verarbeitung von Message-Duplikaten steuern möchten, wählen Sie Behandlung von Duplikaten aktivieren und führen die folgenden Schritte durch:
a. Geben Sie im Textfeld Alert-Schwellenwert bei Message-Duplikaten einen Wert ein.
Der Benutzer wird mit einer Alert-Meldung (Warnung) über das Auftreten des ersten Message-Duplikats benachrichtigt und die Verarbeitung solcher Messages wird gestoppt. Der Benutzer wird ebenfalls mit einer Alert-Meldung (Fehler) über das Auftreten von n+1 Message-Duplikaten benachrichtigt.
b. Wenn Sie nach Überschreiten des Schwellenwerts den Kanal deaktivieren möchten, wählen Sie Kanal bei Schwellenwertüberschreitung deaktivieren.

a. Das Message-Duplikat wird durch den jüngsten geänderten Zeitstempel der Datei identifiziert.
b. Dieses Feature erhöht die Robustheit, da die Verarbeitung von Message-Duplikaten vermieden wird. Es ermöglicht eine flexible Schwellenwertkonfiguration und eine Deaktivierung des Kanals (falls der Schwellenwert überschritten wird).
...
1. Haben Sie das Message-Protokoll Konvertierung des Dateiinhalts ausgewählt, dann können Sie in diesem Modus eine Textdatei mit komplexeren Strukturen in ein XML-Ausgangsformat konvertieren.
Wählen Sie die Registerkarte Inhaltskonvertierung.
Weitere Informationen: Textformat im File-/FTP-Sender-Adapter in XML umwandeln
...
1. Wählen Sie die Registerkarte Erweitert.
2. Um Adapterattribute im Message-Header der XI-Message abzulegen, wählen Sie Adapterspezifische Message-Attribute setzen.
Um die folgenden Attribute in den XI-Message-Header zu übernehmen, wählen Sie :
○ Dateiname (technischer Name: FileName)
○ Directory (technischer Name: Directory)
○ Dateityp(technischer Name: FileType)
○ Zeichensatz(technischer Name: FileEncoding)
Sie können das Kennzeichen nur setzen, wenn der Dateityp als Text angegeben ist und das Kennzeichen für das Message-Attribut Dateityp oben bereits gesetzt ist.
○ Größe der Quelldatei(technischer Name: SourceFileSize)
○ Zeitstempel der Quelldatei (technischer Name: SourceFileTimeStamp)
○ Quell-FTP-Host (technischer Name: SourceFTPHost)
Der Attributnamensraum für den Adapter lautet: http://sap.com/xi/XI/System/File.
...
Setzen Sie den Adapter auf Aktiv, um ihn für den Message-Austausch einzusetzen.
...
Um zusätzliche Parameter für die Adapterkonfiguration anzugeben, wählen Sie Erweiterter Modus.
● Datei aufteilen (EOIO-Verarbeitung großer binärer Dateien)
Um größere Dateien (beispielsweise mehr als 1 Gigabyte) zu übertragen, können Sie diese Einstellung wählen. Die Datei wird zunächst in kleinere Datenblöcke aufgeteilt. Die Datenblöcke werden dann zur Laufzeit einzeln verarbeitet.
Sie können die Größe der Datenblöcke konfigurieren (in Megabytes).

Wenn Sie diese Option auswählen, können Sie kein Mapping oder andere Inhaltskonvertierungen durchführen.

Damit Sie diese Funktion aktivieren können, muss der Quality-of-Service EOIO (auf der Registerkarte Verarbeitung) eingestellt sein.
● Geben Sie die maximale Dateigröße in Byte ein.
Der Adapter verarbeitet nur Dateien, die kleiner als die angegebene Größe sind. Für Dateien, die größer sind, gibt er einen Fehler aus.
● Geben Sie die zusätzlichen Parameternamen und -werte in der Tabelle an.

Zusätzliche Parameter werden im SAP-Hinweis 801926 veröffentlicht.