Parallel-dynamischer
Block
Sie definieren einen parallel-dynamischen Block (PDB) in der GP-Designumgebung für eine dynamische Anzahl an Blockinstanzen. Wie normale parallele Blöcke kann dieser Blocktyp zur Laufzeit von verschiedenen Benutzern gleichzeitig verarbeitet werden. Er unterscheidet sich jedoch durch seine Struktur. Ein PDB enthält immer einen untergeordneten Block. Das System legt stets so viele Instanzen dieses untergeordneten Blocks an, wie Zeilen in der Eingabetabelle des PDB vorhanden sind.
Prozess-Designer verwenden einen PDB, wenn zur Designzeit nicht feststeht, wie viele Instanzen die Aktion der untergeordneten PDB-Block-Prozesse parallel verarbeiten wird. Am Namen dieses Blocktyps zeigt sich außerdem, dass das System die Anzahl der Blockinstanzen dynamisch während der Laufzeit bestimmt. Bei normalen parallelen Blöcken verhält sich das System anders. Hierbei wird eine feste Anzahl von Blockinstanzen in der GP-Designumgebung verwendet, die sich nach der Anzahl der Aktionen und Blöcke richtet, aus denen der Block besteht.
Die Designumgebungsdefinition eines PDB umfasst folgendes:
● Eine Blockstruktur, die aus einem parallel-dynamischen Block und einem untergeordneten Block besteht, der jeden beliebigen Typ haben kann, z.B. parallel oder sequenziell. Dieser untergeordnete Block kann mit beliebigen Aktionen und/oder Blöcken gefüllt werden.

Das System startet so viele Instanzen des untergeordneten Blocks während der Laufzeit, wie Zeilen in der Eingabetabelle vorhanden sind.
● Anhand der Kontextdaten (Eingabe, Ausgabe, lokaler Kontext) des untergeordneten Blocks generiert das System automatisch eine Eingabetabelle, die die Datenstruktur darstellt (diese wird zur Laufzeit mit Parameterwerten gefüllt).

Im unten stehenden detaillierteren Beispiel besteht diese Datenstruktur aus einer Tabelle mit zwei Datenfeldern, die eine Umfrage und einen Empfänger benennen.
● Sie können den Prozess mit Hilfe einer Aktion aufbauen, um den PDB mit Eingabeparametern zu füllen (alternativ können Sie den PDB selbst als Phasenblock ohne vorausgehende Aktion verwenden). In beiden Fällen ist eine Parameterkonsolidierung unabdingbar, damit der PDB richtig funktioniert. Die Ausgabeparameter der Aktion müssen den Eingabeparametern des PDB zugeordnet werden; außerdem müssen die Parameter des PDB und des untergeordneten Blocks konsolidiert werden.Weitere Informationen über diese Zuordnung finden Sie unter Parameter konsolidieren.
Die folgende Grafik zeigt an einem Beispiel, wie ein parallel-dynamischer Block in der GP-Designumgebung verwendet wird.

Ein PDB kann Teil eines Prozesses sein, der die Zielgruppe einer Umfrage idenfiziert und die Umfrage entsprechend verteilt. Eine Aktion liefert die Ausgabeparameter, die festlegen, welcher Benutzer welches Umfragedokument erhält; diese Parameter dienen als Eingabewerte für den PDB.Auf der Grundlage der Kontextdaten des untergeordneten PDB-Blocks generiert das System eine Eingabetabelle für den PDB. Der untergeordnete Block umfasst eine Aktion zum Ausfüllen der Umfrage. Abschließend generiert das System zur Laufzeit so viele Instanzen, wie es Zeilen in der Ausgabetabelle der Aktion gibt, die dem PDB vorausgeht, und schickt die Umfrage an die entsprechenden Empfänger.