SAP-System auf Windows sichern und wiederherstellen 
Diese Vorgehensweise beschreibt, wie ein SAP-System auf einem Windows Server 2003 oder Windows Server 2008 (R2) gesichert und wiederhergestellt wird.
Auf Windows wird während der Installation und Ausführung des SAP-Systems eine große Menge von Informationen in Datenbanken abgelegt wie beispielsweise in der Windows-System-Registry, der Benutzer-Registry oder dem Active Directory, wenn eine Windows-Domäne installiert wird.
SAP empfiehlt deswegen dringend, immer die gesamten Daten eines Rechner einschließlich des Betriebssystems zu sichern und wiederherzustellen, um Daten- und Systeminkonsistenzen zu vermeiden. Außerdem ist der zusätzliche Aufwand einer vollständigen Sicherung des Rechners (Sicherung der Betriebssystemplatte, der Nicht-Betriebssystemplatten, Datenbanken-Datendateien) verglichen mit einer Datenbank-Online-Sicherung vernachlässigbar. Während der Sicherung kann das SAP-System online sein.
Für die korrekte Sicherung und Wiederherstellung Ihres Systems in einem Notfall empfiehlt Ihnen SAP, das dafür erforderliche Verfahren regelmäßig zu testen, um Ausfallzeiten Ihres Systems und Datenverluste zu vermeiden.
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Sichern Sie Ihre Betriebssystemplatte.
Sichern Sie die Verzeichnisstrukturen auf Nicht-Betriebssystemplatten (ausgenommen Datenbank-Datendateien).
Sichern Sie die Datenbank-Datendateien.
Weitere Informationen finden Sie unter Datenbankadministration.
Die für den Windows Server 2003 mitgelieferte Sicherungs-Software dient zur Sicherung und Wiederherstellung eines Betriebssystems auf einer Platte, die direkt mit dem Rechner verbunden ist. Sie besitzt keine oder sehr begrenzte Funktionen für die Wiederherstellung von Daten von einer Platte aus, die sich in einem Netzwerk befindet. Deswegen verwenden Kunden häufig Sicherungswerkzeuge von Fremdanbietern mit leistungsfähigeren Funktionen wie die Wiederherstellung von Netzwerk-Lokationen aus oder die Snapshot-Backup-Funktion. Diese Fremdanbieter-Werkzeuge reduzieren auch häufig die Sicherungszeit und den Verbrauch von Systemressourcen.
Das verfügbare Microsoft-Werkzeug für das Anlegen einer Sicherung auf dem Windows Server 2003 heißt NTBackup. Mit NTBackup können Sie ein Sicherungsarchiv einer frei wählbaren Menge von Objekten anlegen, die sich auf einer oder mehreren Platten befinden. Das Sicherungs-Save-Set kann sowohl auf ein mit SCSI verbundendes Bandlaufwerk als auch in Dateien auf Platten geschrieben werden, die sich auch auf einem Remote-Rechner befinden können.
Wählen Sie zum Ausführen von NTBackup .
Sie können NTBackup auch über die Eingabeaufforderung ausführen:
- ntbackup.exe
Weitere Informationen über NTBackup finden Sie über die F1-Hilfe oder in der Windows-Dokumenation Help and Support, die Sie im Windows-Start-Menü aufrufen können.
Die Vorgehensweise für die Sicherung und Wiederherstellung einer Windows-Betriebssystemplatte heißt Automated System Recovery (ASR). Der Sicherungsvorgang wird mithilfe eines Wizard in NTBackup durchgeführt, bei dem ein Save-Set für die Wiederherstellung der Betriebssystemplatte angelegt wird. Die Funktionen des Wiederherstellungsvorgangs von ASR beim Zugriff auf Netzwerk-basierte Save-Set-Lokationen sind jedoch sehr begrenzt. Aus diesem Grund empfiehlt Ihnen SAP, die Sicherung des Save-Sets auch auf einer lokale Platte vorzunehmen.
Weitere Informationen über ASR finden Sie in der Windows-Dokumentation Help and Support, die Sie im Windows-Start-Menü aufrufen können. Suchen Sie nach automated system recovery.
Nach dem Anlegen der Sicherung der Betriebssystemplatte müssen Sie zusätzliche Sicherungs-Sets für die an das Betriebssystem angebundenen Nicht-Betriebssystemplatten anlegen. Sie verwenden NTBackup für das Anlegen dieser Sicherungs-Save-Sets, die sich auch auf einer Remote-Platte befinden können.
Schließlich müssen Sie die Datenbank-Datendateien sichern.
Weitere Informationen finden Sie unter Datenbankadministration.
Sichern Sie Ihre Betriebssystemplatte.
Sichern Sie die Nicht-Betriebssystemplatten (ausgenommen Platten, die nur Datenbank-Datendateien enthalten).
Sichern Sie die Datenbank-Datendateien. Weitere Informationen finden Sie unter Datenbankadministration.
In Windows Server 2008 (R2) wurde NTBackup durch Windows Server Backup (WSB) ersetzt. Sie müssen diese Funktion vor ihrer Verwendung aktivieren. Mit WSB können Sie nicht mehr einzelne Dateien oder Verzeichnisse sichern, sondern nur vollständige Platteninhalte. Es ist auch eine Version von NTBackup verfügbar, die auf dem Windows Server 2008 (R2) läuft und von der Microsoft-Website heruntergeladen werden kann. Diese Version erlaubt Ihnen jedoch nur, Dateien wiederherzustellen, die auf dem Windows Server 2003 gesichert wurden. Sie können diese Version nicht für das Anlegen von Sicherungs-Save-Sets verwenden.
Nach dem Aktivieren der WSB-Funktion können Sie sie über aufrufen.
Weitere Informationen über die Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren für den Windows Server 2008 (R2) finden Sie über die F1-Hilfe oder in der Dokumentation Help and Support, die Sie über das Windows-Start-Menü unter aufrufen können.
Da das SAP-System sehr komplex ist, empfiehlt Ihnen SAP dringend, ausschließlich vollständige Systemsicherungen durchzuführen.
Das Sichern von Teilen des Systems kann zu Konfigurationsinkonsistenzen führen und ist nur auf dem Rechner möglich, auf dem die Sicherungsdateien angelegt wurden und der dieselbe (eindeutige) Computer Security Identifier (SID) besitzt, die während der Installation des Windows-Betriebssystems generiert wurde.
Das Wiederherstellen der Verzeichnisstruktur \usr\sap einschließlich der Datenbank-Datendateien auf einem anderen Rechner führt zu einem vollständigen Datenverlust der system- und rechnerspezifischen Umgebung des Zielrechners. Sie können das System oder die Datenbank auf diesem Rechner aus den folgenden Gründen nicht starten:
Konfigurationsinformationen sind auch auf in der Windows-System-Registry abgelegt und diese können nicht auf einem anderen Rechner wiederhergestellt werden.
Sicherheitseinstellungen auf Directory and Files verwenden eindeutig identifizierbare SIDs, die nicht auf einen anderen Rechner übertragen werden können.
Wenn Sie aus bestimmten Gründen gesicherte Dateien auf einem anderen Rechner wiederherstellen müssen, müssen Sie eine homogene Systemkopie mit dem Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren durchführen. Weitere Informationen finden Sie im System Copy Guide für Ihr SAP-Produkt.
Stellen Sie die Betriebssystemplatte mithilfe des Automated System Recovery (ASR) wieder her.
Booten Sie den Windows Server 2003 von der Installations-DVD aus und betätigen Sie die F2-Drucktaste.
Weitere Informationen finden Sie in der Windows-ASR-Dokumentation.
Stellen Sie die Nicht-Betriebssystemplatten mithilfe von NTBackup wieder her.
Weitere Informationen finden Sie in der F1-Hilfe von NTBackup.
Stellen Sie die Datenbank wieder her.
Weitere Informationen finden Sie unter Datenbankadministration.
Stellen Sie die Betriebssystemplatte wieder her.
Weitere Informationen finden Sie in der Windows-Dokumentation Help and Support, die Sie im Windows-Start-Menü unter abrufen können.
Wenn Sie dies nicht bereits im vorherigen Schritt getan haben, stellen Sie die Nicht-Betriebssystemplatten mithilfe von WSB wieder her.
Stellen Sie die Datenbank wieder her.
Weitere Informationen finden Sie unter Datenbankadministration.